| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen von Nürnberg.svg | Karte_nuernberg_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 186,38 km² |
| Einwohner: | 499.354 (Mrz. 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | 2.675 Einwohner je km² |
| Höhe: | 302 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 90001–90491 (alt: 8500) |
| Vorwahl: | 0911 |
| Geographische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | N |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 64 000 |
| UN/LOCODE: | DE NUE |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtbezirke |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 2 90317 Nürnberg |
| Stadtplan: | www.stadtplan.nuernberg.de |
| Offizielle Website: | www.nuernberg.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Ulrich Maly (SPD) |
Das Gebiet der Stadt umfasst eine Fläche von 186,6 km². Im Westen ist die Bebauung mit der Nachbarstadt Fürth und fast mit Zirndorf und im Südwesten mit Stein und fast mit Oberasbach zusammengewachsen. Nördlich der Stadt liegt relativ flach das fruchtbare Knoblauchsland, welches zugleich auch die westliche Anflugschneise für den Nürnberger Flughafen bildet, sowie dann vor allen Dingen nach Nordosten hin der Sebalder Reichswald, der sich an wenigen Stellen knapp über 400 m erhebt.
Die nördliche Begrenzung der Altstadt bildet der Burgberg mit der Nürnberger Burg und Ihrer zu großen Teilen erhaltenen Stadtmauer; etwas östlich, ebenfalls auf der Nordseite der Pegnitz, erhebt sich der parkartig gestaltete Rechenberg.
Siehe auch: Nachbargemeinden Nürnbergs
Siehe auch:
Kaiser Ludwig der Bayer wählte Nürnberg gern als Aufenthaltsort; ebenso dann Karl IV., der 1356 in Nürnberg die Goldene Bulle erließ. 1423 übergab Kaiser Sigismund die Reichskleinodien der Stadt, wo sie bis Anfang des 19. Jahrhunderts aufgewahrt wurden. Die Jahre zwischen 1470 und 1530 gelten allgemein als die Blütezeit der Stadt. Zwischen 1517 und 1525 festigte sich die Reformation in Nürnberg. 1543 wurde zum letzten Mal ein Reichstag nach Nürnberg einberufen. Philipp Melanchthon gründete in Nürnberg den ersten Vorläufer des Gymnasiums, bis heute besteht die Nachfolgeschule dieser Lateinschule mit dem Melanchthon-Gymnasium Nürnberg fort.
Nuernberg_merian.JPG Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erlebte Nürnberg mit dem „Friedensmahl“ im Jahre 1649 noch einmal ein bedeutendes Ereignis.
Im Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 bleibt Nürnberg dennoch zunächst weiter unabhängig, bis nach dem Abschluss der sogenannten Rheinbundakte und dem Ende des Alten Reiches französische Truppen Nürnberg besetzten. Am 15. September 1806 übergab der französische General François-Nicolas Baron de Fririon (1766–1827) schließlich die Stadt auch offiziell an die Armee des neuen Königreichs Bayern, das alsbald eine Zivilverwaltung installierte und die Stadt administrativ in das Königreich eingliederte. Als "Polizeikommissär" übernahm der aus ansbachisch-preußischen Diensten in den bayerischen Staatsdienst übernommene Franke Christian Wurm die Aufsicht über die städtische Administration. Er übte bürgermeisterähnliche Funktionen aus. Im Jahre 1818 trat das verbesserte zweite bayerische Gemeindeedikt in Kraft, das die gemeindliche Selbstverwaltung unter staatlicher Aufsicht festschrieb. Bürgermeister, gewählter Magistrat und Gemeindebevollmächtigte bildeten - wie in allen bayerischen Städten - von nun an die entsprechenden Organe der Selbstverwaltung. Das Königreich Bayern übernahm 1806 die exorbitanten Schulden der Reichsstadt Nürnberg als Teil der gesamtbayerischen Staatsschulden und sorgte damit für deren Konsolidierung und Tilgung.
Während der Zeit des Nationalsozialismus war Nürnberg die 'Stadt der Reichsparteitage' und der Rassengesetze. Die Nürnberger Gesetze, auch Nürnberger Rassengesetze, wurden am 15. September 1935 vom Reichstag auf dem 7. Reichsparteitag der NSDAP („Reichsparteitag der Freiheit“) in Nürnberg einstimmig beschlossen. Mit ihnen stellten die Nationalsozialisten ihre antisemitische Ideologie auf eine juristische Grundlage. Im Zweiten Weltkrieg war Nürnberg eines der bevorzugten Ziele der Bombardierungen der Alliierten, die am 2. Januar 1945 die Nürnberger Altstadt zerstörten und die Stadt als Ganzes schwer beschädigten. Siehe dazu: Das_geheime_Nürnberg_–_Eine_Stadt_erinnert_sich
Nach dem Zweiten Weltkrieg, ab November 1945, hielten die Siegermächte hier die Nürnberger Prozesse gegen führende Kriegsverbrecher der nationalsozialistischen Diktatur ab. Beim Wiederaufbau orientierte man sich an den vormaligen Stadtstrukturen, so dass mittelalterliche und vor allen Dingen frühneuzeitliche Zusammenhänge an vielen Plätzen ablesbar sind.
Die Einwohnerzahl Nürnbergs überschritt 1880 die Grenze von 100.000 Einwohnern und machte die Stadt damit zur fränkischen Großstadt. 1900 hatte die Stadt über 250.000 Einwohner, bis 1972 verdoppelte sich diese Zahl auf 515.000 - historischer Höchststand. Bis 1985 ist die Bevölkerungszahl auf 465.000 gefallen, dann wieder bis Ende Dezember 2005 auf rund 500.000 gestiegen.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1397 | 5.626 |
| 1485 | 36.000 |
| 1622 | 40.250 |
| 1750 | 30.000 |
| 1812 | 26.569 |
| 1827 | 37.012 |
| 1. Dezember 1840 ¹ | 46.824 |
| 3. Dezember 1849 ¹ | 50.828 |
| 3. Dezember 1855 ¹ | 56.398 |
| 3. Dezember 1861 ¹ | 62.797 |
| 3. Dezember 1864 ¹ | 70.492 |
| 3. Dezember 1867 ¹ | 77.900 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 83.214 |
| 1. Dezember 1875 ¹ | 91.018 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1. Dezember 1880 ¹ | 99.519 |
| 1. Dezember 1885 ¹ | 114.891 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 142.590 |
| 1. Dezember 1895 ¹ | 162.386 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 261.081 |
| 1. Dezember 1905 ¹ | 294.426 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 333.142 |
| 1. Dezember 1916 ¹ | 301.383 |
| 5. Dezember 1917 ¹ | 303.696 |
| 8. Oktober 1919 ¹ | 352.675 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 392.494 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 410.438 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 423.383 |
| 31. Dezember 1945 | 286.833 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 29. Oktober 1946 ¹ | 312.338 |
| 13. September 1950 ¹ | 362.459 |
| 25. September 1956 ¹ | 424.306 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 454.520 |
| 31. Dezember 1965 | 472.262 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 473.555 |
| 31. Dezember 1975 | 499.060 |
| 31. Dezember 1980 | 484.405 |
| 31. Dezember 1985 | 465.255 |
| 25. Mai 1987 ¹ | 470.943 |
| 31. Dezember 1990 | 493.692 |
| 31. Dezember 1995 | 492.425 |
| 31. Dezember 2000 | 488.400 |
| 31. Dezember 2005 | 499.662 |
Seit dem 19. Jahrhundert gab es auch für die reformierten Gemeindeglieder eine eigene Gemeinde, die 1853 zusammen den anderen reformierten Gemeinden Bayerns eine eigene Synode erhielt. 1919 trennten sich die reformierten Gemeinden formell von der Protestantischen Kirche Bayerns. Seither gab es in Bayern zwei protestantische Landeskirchen, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die „Reformierte Synode in Bayern rechts des Rheins“, die sich seit 1949 „Evangelisch-reformierte Kirche in Bayern“ nannte und heute Teil der Evangelisch-reformierten Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland (Synodalverband XI) ist.
Spätestens seit dem 18. Jahrhundert nahm die Zahl der Katholiken in der Stadt wieder zu. Im Jahre 1810 entstand die erste katholische Gemeinde in Nürnberg seit der Reformation. Sie erhielt 1816 die Frauenkirche zur dauerhaften Nutzung. Seither nahm der Anteil der katholischen Bevölkerung ständig zu, und weitere Gemeinden entstanden. Insbesondere wurden auch katholische Vororte nach Nürnberg eingegliedert, so dass das Verhältnis der katholischen Bevölkerung im 20. Jahrhundert etwa 1/3 zu 2/3 war. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören überwiegend zum Dekanat Nürnberg des Erzbistums Bamberg. Die Pfarreien in den südlichen Stadtteilen gehören zum Dekanat Nürnberg-Süd des Bistums Eichstätt.
Neben den Landeskirchen gibt es auch eine Vielzahl an Freikirchen in Nürnberg.
Oberbürgermeister ist seit 2002 Ulrich Maly (SPD).
Siehe auch: Liste der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg
Das Kleine Wappen der Stadt Nürnberg zeigt in gespaltenem Schild, vorne in Gold, einen halben, rot gezungten und golden bewehrten schwarzen Adler am Spalt, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber. Die Schrägteilung ist schon seit 1260 nachweisbar. Der Reichsadler kam ab 1350 hinzu und stellte somit das Rücksiegel dar. Seit 1513 wurde diese Abbildung in den Siegeln der Ämter und Außenbehörden Nürnbergs verwendet, wobei die Zahl der Schrägbalken und die Farbgebung mehrmals variierte. Die heute noch gebräuchliche Form wurde 1936 zusammen mit dem Großen Wappen verliehen. Aus dem kleinen Wappen leitet sich auch die Stadtflagge ab. Sie zeigt die Farben Rot und Weiß ebenfalls in Schrägteilung.
| Nizza (Frankreich), seit 1954 | Charkiw (Ukraine), seit 1990 | ||
| Krakau (Polen), seit 1979 | Hadera (Israel), seit 1995 | ||
| Skopje (Mazedonien), seit 1982 | Antalya (Türkei), seit 1997 | ||
| San Carlos (Nicaragua), seit 1985 | Shenzhen (China), seit 1997 | ||
| Glasgow (Vereinigtes Königreich), seit 1985 | Kavala (Griechenland), seit 1998 | ||
| Gera (Thüringen), seit 1988/1997 | Atlanta (USA), seit 1998 | ||
| Prag (Tschechien), seit 1990 | Venedig (Italien), seit 1999 |
Folgende Projekte wurden bereits realisiert:
Die Stadt Nürnberg wurde am 10. Dezember 2000 in Paris mit dem UNESCO-Preis für Menschenrechtserziehung ausgezeichnet. Damit würdigte die UNESCO den vorbildlichen Einsatz der Stadt Nürnberg für Frieden und Achtung der Menschenrechte.
Alle ein bzw. zwei Jahre wird der Preis der Stadt Nürnberg an Personen mit herausragenden Leistungen in Kunst und Wissenschaft verliehen. Außerdem findet jährlich die Verleihung des "Nürnberger Menschenrechtspreis" statt.
Der Bayerische Rundfunk betreibt in Nürnberg das Studio Franken, welches neben der Rundfunk auch für die Fernsehberichterstattung aus ganz Franken zuständig ist. Auch findet sich in Nürnberg der privaten Fernsehsender Franken TV, dessen Programm auf den Grossraum Nürnberg-Fürth-Erlangen sowie ganz Mittelfranken ausgerichtet ist.
Technisch ist hervorzuheben, dass seit dem 30. Mai 2005 24 Fernsehsender digital im DVB-T Format vom Fernmeldeturm Nürnberg ausgestrahlt werden, durch die Abschaltung der Analogausstrahlung am 31. August 2005 war die Umstellung auf das DVB-T Format abgeschlossen. Nürnberg war damit die neunte Region in Deutschland, in der auf das digitale Format umgestellt wurde. Seit dem März 2006 betreibt der IT-Outsourcer Atos Origin den Leitstand des Rechenzentrums für Premiere Fernsehen GmbH in Nürnberg, welches sich vormals in Hamburg befunden hatte.
Daneben gibt es mit Radio Z und dem Ausbildungskanal AFK max auch zwei nichtkommerzielle Sender, die täglich auf Sendung sind; weitere Hörfunkprogramme mit gemeinnützigen Trägern sind beispielsweise Camillo 92,9 oder Radio AREF.
Frühestens 2007 kann mit der neuen Linie U3 eine vollautomatische U-Bahn in Betrieb genommen werden. Mit der konventionell betriebenen U2 wird es auf dem Abschnitt Rothenburger Straße – Plärrer – Rathenauplatz gemeinsam bedient. Am 12. Oktober 2005 wurde die erste Testfahrt erfolgreich durchgeführt.
Der Nürnberger Hauptbahnhof ist ICE- und IC-Halt an den Strecken München - Frankfurt - Ruhrgebiet, München - Berlin (- Hamburg), Nürnberg - Stuttgart - Karlsruhe und Frankfurt - Nürnberg - Linz. Seit dem 28. Mai 2006 verkehren ICE-Züge auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Nürnberg und München mit Zwischenhalt in Ingolstadt.
Mit dem Flughafen (Airport Nürnberg), der im Norden der Stadt liegt, ist Nürnberg national und international angebunden.
Die Stadt liegt verkehrsgünstig am Schnittpunkt wichtiger Bundesautobahnen. Im Südosten des Stadtgebiets kreuzen sich die Autobahnen A 3 Frankfurt-Passau-Wien und die A 9 München-Berlin. Beide Autobahnen werden im Süden der Stadt von der A 6 Saarbrücken-Mannheim-Heilbronn-Prag (Praha) gekreuzt. Ferner beginnt südlich der Stadt als Abzweig der A 9 bei Feucht der Frankenschnellweg, die A73 in Richtung Fürth und Bamberg, deren Fortsetzung über Coburg bis nach Suhl (Thüringen) in Bau ist. Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 2, B 4, B 8 und B 14 in alle Himmelsrichtungen, dabei führt die B 4R in einem großen Ring um die Kernstadt.
Der am westlichen Stadtrand verlaufende Main-Donau-Kanal mit dem bayernhafen Nürnberg im Stadtgebiet beheimatet das größte GVZ in Süddeutschland.
| Wirtschaftszweig | Sozial- versicherungs- pflichtig Beschäftigte | Anteil an den Gesamt- Beschäftigten |
|---|---|---|
| Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei | 1.217 | 0,5% |
| Bergbau; Gew. v. Steinen u. Erden | 34 | 0,0% |
| Verarbeitendes Gewerbe | 56.007 | 22,1% |
| Energie- und Wasserversorgung | 3.063 | 1,2% |
| Baugewerbe | 8.404 | 3,3% |
| Handel;Inst.,Rep.v. Kfz. u. Gebrauchsg. | 38.740 | 15,3% |
| Gastgewerbe | 6.738 | 2,7% |
| Verkehr u. Nachrichtenübermittlung | 21.887 | 8,6% |
| Kredit- u. Versicherungsgewerbe | 15.513 | 6,1% |
| Dienstleistungen für Unternehmen, Immobilien | 49.086 | 19,4% |
| Öffentl. Verwaltung u.ä. | 14.147 | 5,6% |
| Öffent. u. private Dienstleistungen (ohne Verw.) | 38.691 | 15,3% |
| Sonstige | 1 | 0,0% |
| Summe | 253.528 | 100,0% |
Auf dem Kobergerplatz in der Nordstadt (Gärten hinter der Veste) findet am Freitag vormittag ein Wochenmarkt statt (etwa 6-8 Verkaufsstände).
Auf dem Palmplatz im Stadtteil St. Johannis findet am Samstag vormittag ein Wochenmarkt statt (etwa 5-7 Verkaufsstände: Obst, Gemüse, Wurst, Käse etc.).
Haupartikel: Bildung und Forschung Nürnberg
Nürnberg ist Standort zweier Fakultäten (Wirtschafts- und sozialwissenschaftlihe Fakultät(WiSo); Erziehungswissenschaftliche Fakultät) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Weitere Hochschulen sind die Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg, die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, die Evangelische Fachhochschule Nürnberg und die Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg. Zum weiteren Bildungsangebot im Stadtgebiet gehören 13 Gymnasien, 5 Realschulen(öffentlich und privat), 3 Gesamtschulen (öffentlich und privat),je zwei Fach- und Berufsoberschulen sowie zahlreiche Berufs-, Berufsfach, Fach-, Haupt- und Grund-/Volksschulen. Desweitern bestehen vielfältige Bildungsmöglichkeiten an Volkshochschule und Bildungseinrichtungen hauptsaechlich nicht-städtischer Träger.
Eine große Rolle bei der Kulturpolitik in Nürnberg spielt die Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum Nürnberg - Fürth - Erlangen - Schwabach.
Die Größten Orchester Nürnbergs:
Nürnberger Philharmoniker – Das Orchester wurde 1965 gegründet. Seine Vorläufer waren das 1890 gegründete erste „Philharmonische Orchester Nürnberg“ und das „Städtische Orchester“.
Nürnberger Symphoniker – Das Konzertorchester in der Stadt Nürnberg, gegründet 1946, bietet eine große Bandbreite verschiedener Tätigkeitsfelder: neben den Sinfonie- und Chorkonzerten und den Open Air-Veranstaltungen im Serenadenhof hat es eine lange Tradidtion im Bereich Filmmusik: Es nahm unter anderem die Soundtracks zu „Ben Hur“ und „Quo vadis“ auf und erhielt 1992 den Grammy Award für die Einspielung zu „Die Schöne und das Biest“. Seine Konzerte spielt es in der Meistersingerhalle.
Nürnberger Jugendorchester - Das etwa 50-köpfige Nürnberger Jugendorchester (NJO) wurde 1985 gegründet.
Die Stadtbibliothek Nürnberg umfasst die Bibliothek Egidienplatz (im Pellerhaus), die Zentralbibliothek, mehrere Spezialbibliotheken sowie Stadtteil- und Fahrbibliotheken. Die Direktion sitzt in der Bibliothek Egidienplatz.
Eine Zweigstelle der Stadtbibliothek Nürnberg ist in Langwasser in der Nähe vom Franken-Center zu finden.
Eine Zweigstelle der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg bei den anderen universitären Einrichtungen auf dem Tuchergelände zu finden.
Das Stadtarchiv ist in der Norishalle (Marientorgraben 8) beheimatet.
Das Landeskirchliche Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (LAELKB) ist in der Veilhofstr. 28.
Nürnberg verfügt über eine Vielzahl von Vereinigungen, die sich mit Litteratur und Stadtgeschichte beschäftigen. Einige darunter können auf eine lange Tradition zurückblicken. Zu den bekanntesten zählen:
Diese Liste zeigt nur eine Auswahl der wichtigsten Vereinigungen, für eine detailliertere Liste siehe: Liste der literarischen und historischen Vereinigungen in Nürnberg
Als kulinarische Spezialitäten Nürnbergs gelten unter anderem: Nürnberger Bratwürste und Nürnberger Rostbratwürste mit Kraut (fränk.: „Nämbercher Broodwärschd“), beide Bezeichnungen und die Herstellung sind durch eine europäische Verordnung geschützt; Nürnberger Lebkuchen; Stadtwurst; Ochsenmaulsalat; Brezeln (Breezn); und das sonntägliche Nationalgericht(„Scheiferla“, „Schäufele“), ein Schweineschulterbraten mit röscher Kruste.
Nuernberg Burg Panorama_PtGUI.jpg | Nürnberg Schöner Brunnen Totale.jpg auf dem Hauptmarkt]] Ehekarussel01.jpg | Nuernberg_Weisser_Turm.jpg | Nuernberg-duererhaus-v-no.jpg | N%C3%BCrnberg_panorama.jpg
Sehenswert in der Innenstadt sind unter anderem: Die Nürnberger Burg, das Wahrzeichen der Stadt; der Hauptmarkt, wo zu Weihnachten der berühmte Christkindlesmarkt stattfindet, und wo der Schöne Brunnen (bekannt wegen des scheinbar nahtlos ins Gitter des Brunnens eingefügten Messingrings, dem „Goldenen Ring“, an dem alle Touristen drehen sollen, damit ihre Wünsche in Erfüllung gehen), das Rathaus und die Frauenkirche stehen; die Lorenzkirche; St. Sebald; St. Egidien; Heilig-Geist-Spital (liegt direkt an der Pegnitz); der Henkersteg; der Kettensteg; der Weiße Turm mit dem Ehekarussell-Brunnen; Albrecht-Dürer-Haus. Hinter der Kirche Unserer lieben Frauen steht ein kleiner Brunnen, das Gänsemännchen; er wurde vermutlich 1550 von Pankraz Labenwolf gegossen.
Ebenfalls sehenswert, aber außerhalb der Stadtmauer gelegen, sind z.B. das Planetarium; der Tiergarten; das Reichsparteitagsgelände und die Regiomontanus-Sternwarte. Berühmt sind von den Friedhöfen insbesondere der historische Johannis- und der Rochusfriedhof in den Vororten. Südlich, direkt vor Mauer und Graben befinden sich die monumentalen Bauwerke des Hauptbahnhofs und des Opernhauses – beide sind auch von der Burg aus mit bloßem Auge zu erkennen.
„Dürer-Weg“: Seit dem 7. August 2004 gibt es den sogenannten „Dürer-Weg“, einen Rundgang auf den Spuren Albrecht Dürers durch seine Heimatstadt. Nach Entrichtung einer Leihgebühr kann man sich von einem Minicomputer begleiten lassen, der einen auf dem Weg durch die Altstadt mit Ton und Bild führt und informiert. Nürnberg ist damit die erste Stadt, die ein audiovisuelles Führungssystem im Freien einsetzt.
Fernmeldeturm:
Zwischen 1975 und 1977 wurde in Nürnberg/Schweinau der Fernmeldeturm Nürnberg errichtet. Dieser ist nach einem Austausch der Turmantennen im Jahr 2005 292,80 Meter hoch und der drittgrößte Fermmeldeturm Deutschlands. Der in 185 Meter Höhe befindliche eiförmige Turmkorb gibt dem Turm auch den Spitznamen „Nürnberger Ei“. Als Fernsehturm kann das Bauwerk erst seit 1988 bezeichnet werden, als von dort aus die Sender Sat.1 und RTL plus ausgestrahlt wurden.
Zu den Denkmälern siehe auch den ausführlichen Artikel Kunst- und Baudenkmäler der Stadt Nürnberg
Ab dem 14. Jahrhundert entstanden in Nürnberg sportähnliche Gemeinschaften der Schützen und Fechter. 1434 richtete der Rat auf der Hallerwiese einen Sport-, Spiel-, Fest- und Schützenplatz ein, der als ältester Deutschlands gilt. 1962 wurde auf der Hinteren Insel Schütt das Fechthaus errichtet.
Die Geschichte des modernen Sports begann in Nürnberg jedoch wie anderswo auch erst Mitte des 19. Jahrhunderts. 1846 organisierte sich erstmals die Turnbewegung im Turn- und Sportverein 1846 Nürnberg. Der Turnverein Gleishammer war der erste süddeutsche Turnverein, der 1893 den Bruch mit der bürgerlichen Turnbewegung vollzog und der neu entstandenen sozialdemokratischen Arbeitersportbewegung anschloss. Innerhalb kürzester Zeit entwickelt sich Nürnberg zum süddeutschen Zentrum des Arbeitersports.
Die Dominanz Nürnberger Arbeitersportvereine in den 1920er und frühen 1930er Jahren war ein Teil von Nürnbergs Entwicklung zu einer Sporthochburg. Die Bedeutung des Nürnberger Fußballs war eine zweite wichtige Komponente. Der 1. FC Nürnberg war der erfolgreichste deutsche Fußballverein dieser Zeit: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927 und 1936 errang er die Deutsche Meisterschaft. Spieler des 1.FC Nürnberg stellten phasenweise die Hälfte der Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft.
Den Ruf als Sporthochburg ergänzten die Erfolge Nürnberger Vereine im Kraftsport, Ringen und besonders auch im Radsport. Allein zwischen 1890 und 1900 waren 52 Radsportvereine gegründet worden. In Nürnberg wurde die erste Radrennbahn Bayerns errichtet, 1912 wurde die noch heute bekannte Radrennbahn Reichelsdorfer Keller eröffnet. Besonders die Steherrennen erfreuten sich großer Popularität.
Nach dem 2. Weltkrieg konnte Nürnberg seinen Ruf als Sporthochburg nur noch in den 1950er und 1960er Jahren aufrecht erhalten. Im Radsport und in der Leichtathletik brachte Nürnberg noch vereinzelt herausragende Sportler hervor. Im Handball dominierten die Frauen des 1. FC Nürnberg in den 60ern. Doch mit dem Abstieg der Fußballherren des 1. FC Nürnberg 1969, unmittelbar nachdem 1968 letztmals die Deutsche Fußballmeisterschaft errungen wurde, vollzog sich auch parallel ein Wandel im Nürnberger Sport.
Dutzendteich_und_Stadion.JPG National und international erfolgreich wurden nur noch Randsportarten wie z.B. Faustball beim Turnverein Eibach 1903 oder Ringen beim SV St. Johannis 07 um Olympiasieger Pasquale Passarelli betrieben. Viele Sportvereine zogen sich aus dem Leistungssport zurück und widmeten sich dem Breitensport. Der Post SV Nürnberg wurde auf diese Art in den 1980ern zum mitgliederstärksten deutschen Sportverein. Versuche, außer Fußball anderen Leistungssport wieder zu etablieren, endeten mit dem finanziellen Kollaps der Vereine. So musste sich der Turn- und Sportverein 1888 Nürnberg 1990 aus der 2. Handballbundesliga zurückziehen, nachdem er in den 1980ern sogar mehrmals in die 1. Bundesliga aufgestiegen war.
In den 1990ern und seit der Jahrtausendwende gelang es Nürnberger Vereine jedoch, in allen populären Mannschaftssportarten erfolgreich zu arbeiten. So kehrte die Herrenfußballabteilung des 1. FC Nürnberg nach dem zwischenzeitlichen Abstieg in die Drittklassigkeit wieder in die 1. Bundesliga zurück. Die Handballfrauen des 1. FC Nürnberg konnten sogar an ihre erfolgreiche Zeit in den 1960ern anknüpfen und gewannen zuletzt 2005 sowohl den deutschen Pokal wie die Meisterschaft. Im Eishockey konnten sich die Nürnberg Ice Tigers als Spitzenverein in der höchsten Spielklasse etablieren. 2005 gelang schließlich den Herren des RCE Falke Nürnberg der Aufstieg in die Basketball-Bundesliga und Anfang 2006 kehrte die Ringerstaffel des SV St. Johannis zurück in die 1. Bundesliga.
Hauptartikel: Freizeit Nürnberg
Nürnberg weist zahlreiche Freizeit- und Sportanlagen auf.
In der alternativen Kultur hatte Nürnberg zwei Jahrzehnte mit dem selbstverwalteten Kommunikationszentrum KOMM ein herausragendes Beispiel in diesem Bereich, vergleichbar mit der Roten Flora in Hamburg. Die teilweise unschönen Auswüchse wurden nicht von allen Teilen der Bevölkerung gut geheißen, weshalb unter der CSU-Regierung (1996-2002) die Selbstverwaltung wieder abgeschafft wurde. Im heutigen K4 finden heute „normale“ Ausstellungen, Lesungen und Konzerte statt. In den Stadtteilen verfügt Nürnberg über ein gutes Netz an Kulturläden. Die alternative Kulturszene verfügt heute mit dem Z-Bau (Teil der ehemaligen „Süd-Kaserne“ bzw. „SS-Kaserne“) über ein weiteres Kulturzentrum.
In den ehemaligen Vereinigten Margarinewerken RESI in der Klingenhofstraße entstand ein Diskothekenzentrum mit dem Kultur- und Seminarzentrum STELLWERK1. Neben diversen Seminaren findet sich dort einer der wenigen Biergärten ohne Sperrzeit.
Siehe auch Liste der Ehrenbürger von Nürnberg und Söhne und Töchter der Stadt Nürnberg.
Ort in Bayern | Nürnberg | Reichsstadt | Rheinischer Städtebund | Ehemaliger Residenzort in Bayern
Нюрнберг | Nürnberg | Nuremberg | Nurenbergo | Núremberg | Nürnberg | Νυρεμβέργη | Nürnberg | Nuremberg | Nuremberg - Nürnberg | נירנברג | Nürnberg | Norimberga | ニュルンベルク | ნიურნბერგი | 뉘른베르크 | Norimberga | Nirnberga | Нирнберг | Namberch | Neurenberg | Nürnberg | Norymberga | Nuremberga | Nürnberg | Нюрнберг | Norimberg | Nürnberg | Нирнберг | Nürnberg | เนิร์นแบร์ก | 纽伦堡
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