| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
| Nordling.jpg | Karte_Noerdlingen_in_Deutschland.png | |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Donau-Ries | |
| Geografische Lage: | ||
| Höhe: | 428 m ü. NN | |
| Fläche: | 68,1 km² | |
| Einwohner: | 19.371 (Juni 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 285 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86720 | |
| Vorwahl: | 09081 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DON | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 79 194 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 86720 Nördlingen | |
| Website: | Stadt Nördlingen | |
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Hermann Faul (PWG) (designiert seit 12.03.2006) | |
Nördlingen, ist eine Große Kreisstadt und alte Freie Reichsstadt im Landkreis Donau-Ries.
Die Stadt gehörte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens.
Ein historischer Wendepunkt im Dreißigjährigen Krieg war die Schlacht bei Nördlingen im Jahre 1634, in der die Schwedisch-Protestantischen Kräfte erstmals entscheidend von den Kaiserlich-Habsburgischen Truppen geschlagen wurden.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Nördlingen zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Das Lager wurde von der UNRRA betreut und beherbergte ungefähr 500 DPs. Die meisten von ihnen stammten aus Lettland und Litauen.
Literatur: In dem Jugendbuch "Der Bleisiegelfälscher" von Dietlof Reiche wird die mittelalterliche Situation der Hersteller des Nördlinger Filzes sehr eingehend beschrieben.
Der Turm der St.-Georgs-Kirche ist ständig von einem Türmer besetzt, ein Beruf, den es in Europa heute nur noch in zwei weiteren Städten (Münster und Krakau) gibt. Der Türmer von Nördlingen ruft von 22:00 bis 00:00 Uhr halbstündlich den Spruch So G'sell So! vom Turm, der seinen Ursprung in einer Legende hat:
1440 versuchte Graf Hans von Wallerstein aufgrund finanzieller Probleme, Nördlingen zu erobern. Um unbemerkt in die Stadt gelangen zu können, bestach er einen Torwächter, damit dieser das Tor nicht abschloss. Als eine Webersfrau in der Nacht nach draußen ging, um in einer Wirtschaft Bier zu holen, entdeckte sie das offene Tor, da sich gerade ein entflohenes Schwein daran rieb. Daraufhin sagte die sie Worte So G'sell So!, die als eine Art Drohung gegen den verräterischen Torwächter zu verstehen sind.
Äußerst sehenswert ist die St. Salvatorkirche mitten in der Innenstadt. Dort sollen bald drei Kunstfenster des europäisch anerkannten Kunstprofessors Schreiter entstehen! In der Geschichte von St. Salvator ist besonders das Hostienwunder zu erwähnen, auf das die Entstehung der Kirche zurückgeht.
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