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Wappen Karte
Nordling.jpg Karte_Noerdlingen_in_Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Geografische Lage:
Höhe: 428 m ü. NN
Fläche: 68,1 km²
Einwohner: 19.371 (Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 285 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86720
Vorwahl: 09081
Kfz-Kennzeichen: DON
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 194
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
86720 Nördlingen
Website: Stadt Nördlingen
Politik
Bürgermeister: Hermann Faul (PWG) (designiert seit 12.03.2006)

Nördlingen, ist eine Große Kreisstadt und alte Freie Reichsstadt im Landkreis Donau-Ries.

Geografie


Nördlingen liegt im berühmten Nördlinger Ries, dem Einschlagskrater eines urzeitlichen Meteoriten. Der Krater hat 23 km Durchmesser, ist ringsum als Hügelkette sichtbar und wird von der Wörnitz und Eger durchflossen. Erstere mündet bei Donauwörth, 30 km südöstlich, in die Donau.

Stadtteile

  • Löpsingen
  • Nähermemmingen
  • Grosselfingen
  • Baldingen
  • Kleinerdlingen
  • Holheim
  • Herkheim
  • Pfäfflingen
  • Dürrenzimmern
  • Schmähingen

Städte in der Umgebung

Geschichte


Bereits um das Jahr 85 n. Chr. entstand hier ein römisches Kastell mit Siedlung, die jedoch im Jahre 259/260 bei der Eroberung des heutigen Süddeutschlands durch die Alemannen unterging. Der Name dieser Siedlung lautete wahrscheinlich Septemiacum. Dieser lateinische Ortsname ist durch die Peutingertafel (Tabula Peutingeriana) für die Gegend von Nördlingen zuverlässig überliefert, er kann aber bisher nicht ganz sicher der römischen Siedlung im heutigen Nördlingen zugeordnet werden. Das römische Nördlingen ist bislang generell kaum erforscht. Im 6. und 7. Jahrhundert lässt sich eine alemannische Besiedlung nachweisen. "Nordilinga" wird im Jahr 898 zum ersten Mal urkundlich als karolingischer Königshof erwähnt. 1215 wurde Nördlingen freie Reichsstadt.

Die Stadt gehörte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens.

Ein historischer Wendepunkt im Dreißigjährigen Krieg war die Schlacht bei Nördlingen im Jahre 1634, in der die Schwedisch-Protestantischen Kräfte erstmals entscheidend von den Kaiserlich-Habsburgischen Truppen geschlagen wurden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Nördlingen zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Das Lager wurde von der UNRRA betreut und beherbergte ungefähr 500 DPs. Die meisten von ihnen stammten aus Lettland und Litauen.

Literatur: In dem Jugendbuch "Der Bleisiegelfälscher" von Dietlof Reiche wird die mittelalterliche Situation der Hersteller des Nördlinger Filzes sehr eingehend beschrieben.

Politik


Städtepartnerschaften

Nördlingen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Patenschaft

  • 1951 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt und dem Kreis Tetschen-Bodenbach übernommen.

  • 1976 wurde die Patenschaft für die vertrieben Deutschen aus der Stadt Olmütz übernommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Altstadt

Turm_der_St.-Georgs-Kirche.jpg
  • Nördlingen hat eine sehr schöne mittelalterliche Altstadt mit einer komplett erhaltenen Stadtmauer. Die Stadtmauer hat 5 Tore, 16 Türme und 2 Bastionen. Der Wehrgang ist noch vollständig erhalten und kann begangen werden.

  • Das Wahrzeichen Nördlingens ist der ca. 90 m hohe Kirchturm der St.-Georgs-Kirche (gotischer Baustil), der "Daniel" genannt wird. Dieser Name geht auf die biblische Figur Daniel zurück, über die im Buch Daniel 2,48 geschrieben steht: Und der König erhöhte Daniel und (...) machte ihn zum Fürsten über das ganze Land.

Der Turm der St.-Georgs-Kirche ist ständig von einem Türmer besetzt, ein Beruf, den es in Europa heute nur noch in zwei weiteren Städten (Münster und Krakau) gibt. Der Türmer von Nördlingen ruft von 22:00 bis 00:00 Uhr halbstündlich den Spruch So G'sell So! vom Turm, der seinen Ursprung in einer Legende hat:

1440 versuchte Graf Hans von Wallerstein aufgrund finanzieller Probleme, Nördlingen zu erobern. Um unbemerkt in die Stadt gelangen zu können, bestach er einen Torwächter, damit dieser das Tor nicht abschloss. Als eine Webersfrau in der Nacht nach draußen ging, um in einer Wirtschaft Bier zu holen, entdeckte sie das offene Tor, da sich gerade ein entflohenes Schwein daran rieb. Daraufhin sagte die sie Worte So G'sell So!, die als eine Art Drohung gegen den verräterischen Torwächter zu verstehen sind.

Äußerst sehenswert ist die St. Salvatorkirche mitten in der Innenstadt. Dort sollen bald drei Kunstfenster des europäisch anerkannten Kunstprofessors Schreiter entstehen! In der Geschichte von St. Salvator ist besonders das Hostienwunder zu erwähnen, auf das die Entstehung der Kirche zurückgeht.

Museen

Veranstaltungen

  • Im dreijährigen Turnus kann man in Nördlingen das Historische Stadtmauerfest der ehemals Freien Reichsstadt besuchen. Neben alter Handwerkskunst sind Ritter- und Reiterspiele des Mittelalters zu sehen. Das letzte Stadtmauerfest fand im September 2004 statt.

  • Sa. 17.06.2006 - 26.06.2006.Das größte Volksfest Nordschwabens, die Nördlinger Messe beginnt mit dem Festumzug. Bis zum 26.06.2005 locken der grosse Vergnügungspark und die mehr als 150 Marktstände sowie die Rieser Verbraucherausstellung Tausende Besucher an.

  • Fr. 01.12.2006. 55 Marktstände, das einmalige mittelalterliche Stadtbild und der Lichterglanz versetzen Sie in Vorweihnachtsstimmung. Alle weiteren Infos zum Rahmenprogramm etc. erhalten Sie an der Tourist-Info.

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehrsverbindungen

Straße

Schiene
In Nördlingen halten Züge der Riesbahn AalenDonauwörth. Die Strecke nach Dombühl und die Strecke über Gunzenhausen nach Nürnberg haben ihren regulären Personenverkehr verloren, die Nebenbahn nach Wemding ist stillgelegt. Die einstige Funktion Nördlingens als Eisenbahnknoten ist damit verschwunden.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks


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