| Myrte | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Myrtus_communis.jpg | ||||||||||||||
| : | Bedecktsamer (Magnoliophyta) |
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Myrtenartige (Myrtales) |
| : | Myrtengewächse (Myrtaceae) |
| : | Myrten (Myrtus) |
| : | Gemeine Myrte |
Ab Mai bis in den August blüht sie reich mit zahlreichen kleinen, weißen Blüten. Sie entstehen einzeln in den Blattachseln, sind gestielt und werden etwa 3 cm breit. Die Kelchblätter sind dreieckig, die Kronblätter verkehr-eiförmig bis fast kreisförmig. Aus dem unterständigen Fruchtknoten entwickelt sich eine kugelige, etwa 1 cm große, blauschwarze Beerenfrucht.
M. nivellei wird vor allem für die Gewinnung von Öl aus ihren Blättern genutzt, welches in der Parfümerie für die Toleranz gegenüber heißen, trockenen Sommern beliebt ist.
Einige Botaniker sind der Meinung, dass die geringen Unterschiede nicht zur Behandlung als eigene Art berechtigen.
Myrtus communis ist die wahrscheinlich einzige in Europa vorkommende Art der Gattung Myrtus. Beheimatet ist sie in Macchien im Mittelmeerraum, in Mitteleuropa bedarf sie als kaum frostharte Pflanze (ab spätestens -5° C kommt es zu Frostschäden, bei Kübelkultur sogar eher) speziellen Schutzes. Sie bevorzugt sonnige oder halbschattige Standorte in kalkarmer, neutraler oder schwach saurer Erde.
Myrten vermehren sich in der Natur durch die Samen ihrer Früchte (bis zu 30 Stück pro Beere), lassen sich aber auch durch Stecklinge vermehren. Die Samen sollten möglichst bald nach der Ernte ausgesät werden. Bei Stecklingsvermehrung kalkfreies Wasser verwenden; heller Standort, aber keine volle Sonne. Dauer bis zum Bewurzeln: Sommer 3-4 Wochen; Winter bis zu 3 Monate.
Die Blätter und Beeren der Myrte sind zwar essbar, haben aber keine herausragende kulinarische Bedeutung. In den mediterranen Küchen finden sie sich gelegentlich als Gewürz (z.B. in Marinaden), aber auch mehrere Liköre werden daraus hergestellt. Zweige der Myrte dienten auch dem Aromatisieren von Wein.
Vor allem in der sardischen und korsischen Küche zum Aromatisieren von Federwild, Wildschwein, Wurstwaren und provenzialischer Bouillabaisse verwendet. Hier wird die Myrte auch zu Marmelade verarbeitet. In Sardinien gibt es zudem den Mirto: ein Likör aus den Beeren der Myrte (Mirto rosso) oder aus ihren Blüten (Mirto bianco), der als Digestif beliebt ist.
Gelegentlich findet auch das Holz der Myrte Verwendung. Es ist hart, lässt sich leicht verarbeiten und wird für Drechselarbeiten, Intarsien, Möbel und Skulpturen benutzt.
Die Myrte ist ein Symbol der Fruchtbarkeit, Keuschheit, Reinheit und Jungfräulichkeit und war in Rom der Göttin Venus geheiligt. Daher wird sie seit der Antike bis zum heutigen Tage für den Brautschmuck verwendet, der sich in ihrem Namen niederschlägt.
Im Nahen Osten war die Myrte aber bereits im Altertum ein Symbol des Friedens.
Ast-Polster lassen sich sehr leicht bilden, diese müssen im Herbst aber ausgelichtet werden damit im nächsten Jahr wieder Licht ins ganze Polster kommt.
آس | Murta | Myrtwydd | Myrtle | Myrte | הדס | Myrtus | ギンバイカ | Mirte | Murta-comum | Myrten | 桃金娘