Mykale war in der Antike der Name eines Gebirgszuges in Ionien an der Westküste Kleinasiens (Samsun Dağ in der heutigen Türkei), nördlich der Mündung des Mäander, in der Nähe der antiken Städte Priene, Milet und Ephesus. Das steile Gebirge erhebt sich bis zu 1.265 m über dem Meeresspiegel. Am Fuß des Gebirges lag das Bundesheiligtum der ionischen Zwölfstädte, das Panionion.
In der Meerenge zwischen diesem Vorgebirge und der Insel Samos lieferten sich die griechische und die persische Flotte 479 v. Chr. während der Perserkriege eine Seeschlacht, die etwa gleichzeitig mit der Schlacht von Platää stattfand. Der spartanische König Leotychides II. und der athenische Feldherr Xanthippos siegten über die Perser. Die Griechen zerstörten (diesmal auch von den Ioniern unterstützt) die Reste der persischen Flotte, welche die Seeschlacht bei Salamis überstanden hatten. Der Kampf fand fast an Land statt, da die persischen Schiffe unter dem Schutz des Heeres an Land gezogen worden waren und die griechischen Truppen dort die Schiffe zerstörten.
Der griechische Tyrann Polykrates wurde auf Mykale hingerichtet.
Griechische Geschichte (Antike) | 5. Jahrhundert v. Chr. | Perserkriege (Schlacht)