| Wappen | Karte |
|---|---|
| Mutlangen_Karte.png | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Region: | Ostwürttemberg |
| Landkreis: | Ostalbkreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 450 m ü. NN |
| Fläche: | 8,78 km² |
| Einwohner: | 6373 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 726 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 7,4 % |
| Postleitzahlen: | 73554-73557 |
| Vorwahl: | 07171 |
| Kfz-Kennzeichen: | AA |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 36 044 |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstraße 22 73557 Mutlangen |
| Offizielle Website: | www.mutlangen.de |
| E-Mail-Adresse: | info@mutlangen.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Peter Seyfried |
1581 wurde Mutlangen von Schwäbisch Gmünd in Besitz genommen. Einer der Rechberger Herren belieh seinen Weiler Mutlangen aus Geldmangel an die Stadt. Das Pfand konnte von den Rechbergern nicht mehr eingelöst werden.
Im Zuge der Säkularisation um 1800 wurden Klöster aufgelöst und ihr Besitz vom Staat oder von Fürsten konfisziert. Auch die Freie Reichsstadt Gmünd verlor ihre Selbstständigkeit und kam zum neuen Königreich Württemberg. Somit wurde auch Mutlangen württembergisch.
Um 1945 hatte Mutlangen etwa 1200 Einwohner und wies eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte Beschäftigungsstruktur auf. Unmittelbar nach Kriegsende wurden in der Gemeinde zahlreiche Heimatvertriebene und Flüchtlinge integriert. In der Folgezeit siedelten sich einige Industrie-und Gewerbebetriebe in der Gemeinde an, so daß sich die Struktur Mutlangens vom Bauerndorf zu einer Industrie- und Wohngemeinde wandelte. Die Einwohnerzahl stieg kontinuierlich bis heute auf nahezu 6.300 Personen an.
Im Rahmen der Gemeindegebietsreform entschieden sich Verwaltung und Gemeinderat trotz gegenteiliger Bemühungen der Stadt Schwäbisch Gmünd für die Selbstständigkeit der Gemeinde. Diese konnte unter anderem auch durch Gründung der Verwaltungsgemeinschaft „Schwäbischer Wald“, der außer Mutlangen die Gemeinden Ruppertshofen, Spraitbach, Durlangen und Täferrot angehören, sichergestellt werden. 1973 wurde im Rahmen der Neugliederung der Ortsteil Pfersbach, der bis dahin zur Gemeinde Großdeinbach gehört hatte, nach Mutlangen eingemeindet.
Weltweit bekannt wurde Mutlangen durch die von 1982 bis 1990 auf der „Mutlanger Heide“ stationierten Pershing II-Raketen. Um den Abzug der Nuklear-Raketen zu erreichen, veranstalteten Raketengegner wiederholt ein Friedenscamp und riefen zur Blockade des Depots auf. Die Pressehütte wurde zum Anlaufpunkt für die Friedensdemonstranten und Ausgangspunkt für die Raketenverfolgung und Aktionen. 2999 Blockierer wurden hier festgenommen. Sie wurden wegen Nötigung angezeigt und in der Regel vom zuständigen Amtsgericht Schwäbisch Gmünd zu Geldstrafen von 20 Tagessätzen verurteilt. Das Bundesverfassungsgericht hob später die Verurteilung als verfassungswidrig auf. Mit dem INF-Vertrag wurden die Pershing II - Raketen aus Mutlangen abgezogen. Das ehemalige Atomwaffenlager ist heute Neubaugebiet.
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