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Unter Tonus versteht man den Spannungszustand der Muskulatur. In der quergestreiften Muskulatur entsteht er durch abwechselnde Kontraktionen einzelner Muskelfasern, in der glatten Muskulatur durch Dauerkontraktion von Muskelzellen. Die Qualität des Tonus bestimmt sich im Verhältnis zur Schwerkraft. Er muss hoch genug sein, um gegen die Schwerkraft arbeiten zu können, aber niedrig genug, um weiche, gezielte Bewegungen zu ermöglichen.

Ruhetonus


Alle Muskeln haben einen gewissen Ruhetonus. Selbst bei scheinbar absoluter Inaktivität finden in gewissem Umfang Kontraktionen statt. Diese reichen aus, dass z. B. bei Lähmung der Streckmuskeln eines Gelenks, die Beugemuskeln dieses Gelenk allein durch den Ruhetonus in Beugestellung ziehen.

Verlust und Erhöhung


Durch Zerstörung der den Muskel versorgenden Nerven oder durch Gifte, die die Nerv-Muskel-Schnittstelle (motorische Endplatte) blockieren (z. B. Curare) kann es zu einem vollständigen Verlust des Muskeltonus kommen. Diesen Zustand bezeichnet man als Paralyse oder Atonie. Die Atonie tritt auch während des REM-Schlafes auf.

Eine starke Erhöhung des Tonus bezeichnet man als Krampf (Spasmus). Durch Dehngymnastik kann der Tonus jedoch gesenkt werden.

Siehe auch


Muskelhypotonie, Muskelhypertonie, denervierte Lähmung

Physiologie | Skelettmuskel

tonus

 

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