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Die Berliner Museen gehören zu den wesentlichsten Kulturgütern der deutschen Hauptstadt. Die Museen sind teils staatlich, teils kommunal oder anderen öffentlichen Institutionen zugeordnet, aber sie werden auch von Vereinen und Stiftungen betrieben. Insgesamt existieren in Berlin rund 160 Museen und Sammlungen, die 2004 insgesamt rund 11,3 Millionen Besucher hatten.

Museen auf der Museumsinsel


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Die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel wurde im Jahre 1841 durch königliche Order zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“ bestimmt und ab 1843 ausgebaut. Das Bauensemble der Museumsinsel wurde 1822 von Karl Friedrich Schinkel im Stil des Klassizismus und Geist antiker Tempel entworfen. Bereits seit 1830 besteht das Alte Museum im Lustgarten, 1843 bis 1855 entstand das Neue Museum, 1897 bis 1904 folgte das heutige Bodemuseum und schließlich 1909 bis 1930 das Pergamonmuseum.

Unter dem 1905 bis 1920 amtierenden Generaldirektor Wilhelm von Bode gelangten die Sammlungen zu Weltgeltung. Das Bodemuseum beherbergt eine Sammlung ägyptischer und frühchristlich-byzantinischer Kunst und in der Alten Nationalgalerie werden Bilder des 19. und 20. Jahrhunderts ausgestellt.

Das Pergamonmuseum ist das größte und bedeutendste Museum auf der Insel und umfasst mehrere Einzelmuseen. Die Antikensammlung besitzt so einmalige Schätze wie den namengebenden Pergamonaltar (180160 v. Chr.), Weihegeschenk der kleinasiatischen Stadt Pergamon an Zeus und Athene, und das großartige um 165 n. Chr. entstandene Markttor von Milet. Hinzu kommen wertvolle griechische und römische Plastiken. Das Vorderasiatische Museum verfügt über eindrucksvolle Denkmäler der neubabylonischen Baukunst, darunter Objekte aus der Zeit von Nebukadnezar II. (6. Jahrhundert v. Chr.). Das wertvollste Stück des Islamischen Museums ist die Fassade des Wüstenschlosses Mschatta in Jordanien aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Außerdem werden persische und indische Miniaturen, Teppiche und Schnitzereien gezeigt.

Der Gebäudekomplex der Museumsinsel wurde 1999 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Weitere Museen


Berlin besitzt weitere bedeutende Museen, unter anderem das Museum für Gestaltung, das von Walter Gropius entworfene Bauhaus-Archiv, das die Bedeutung der zwischen 1919 und 1933 errichteten gleichnamigen Hochschule für die Entwicklung von Architektur und Design dokumentiert, sowie viele kleinere Museen, wie das Musikinstrumenten-Museum.

Das 1968 errichtete Gebäude der Neuen Nationalgalerie wurde nach Plänen von Mies van der Rohe konzipiert. Dort zeigte im Jahre 2004 das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) über 200 seiner wichtigsten Werke. Die Gemäldegalerie am Kulturforum in der Nähe des Potsdamer Platzes wurde 1998 eröffnet. Sie beherbergt mit etwa 2.700 Gemälden vom Mittelalter bis Anfang des 19. Jahrhunderts eine der bedeutendsten Sammlungen europäischer Kunstgeschichte.

Das Jüdische Museum in Kreuzberg wurde 1999 eröffnet. Es zeigt seit September 2001 eine ständige Ausstellung zu 2.000 Jahren jüdisch-deutscher Geschichte. Der Grundriss des nach Plänen des Architekten Daniel Libeskind errichteten Gebäudes erinnert an einen geborstenen Davidstern. Die im Jahre 1975 gegründete Berlinische Galerie zeigt eine Ausstellung Berliner Kunst seit Ende des 19. Jahrhunderts. Die Galerie war sieben Jahre lang geschlossen und wurde erst 2004 in Kreuzberg neu eröffnet.

Am südöstlichen Ufer des Grunewaldsees steht das im Stil der Renaissance 1542 erbaute Jagdschloss Grunewald – es wurde 1593 erweitert und um 1770 ausgebaut. Es beherbergt eine erlesene Gemäldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. Östlich des Grunewaldes, in Dahlem, konzentrieren sich zahlreiche bedeutende Museen, unter anderem das Ethnologische Museum, das Museum für Indische Kunst, das Museum für Ostasiatische Kunst und das Museum Europäischer Kulturen.

Das Brücke-Museum in Zehlendorf bietet einen Einblick in das Schaffen der expressionistischen Künstlervereinigung Die Brücke, der Maler wie Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Karl Schmidt-Rottluff und andere angehörten. Im Charlottenburger Museum Berggruen werden Werke der Klassischen Moderne von Künstlern wie Pablo Picasso, Paul Klee und Henri Matisse, im Bröhan-Museum Ausstellungstücke über die Kunst der Jahrhundertwende um 1900.

Im Berliner Stadtteil Lichtenberg wurde auf dem Areal des früheren Ministeriums für Staatssicherheit der DDR das Stasi-Museum eingerichtet. Dort dokumentiert die Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße die Arbeitsweise der Staatssicherheit.

Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte. Dokumentiert wird die Geschichte der Berliner Mauer, ihres Baues und Falls. Gezeigt werden teilweise spektakuläre Fluchten oder Fluchtversuche und die Menschen die dahinter stehen. Weitere Abteilungen des Museums dokumentieren in Bild, Ton und Film die Geschichte Berlins im Kalten Krieg, den Aufstand vom 17. Juni 1953 und den weltweiten gewaltfreien Kampf für Menschenrechte.

Organisation


Das Deutsche Historische Museum ist der Stadt Berlin 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier von der Bundesrepublik Deutschland geschenkt worden. Unter dem Dach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sind die 17 Staatlichen Museen zu Berlin und das Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung organisiert. Dem Stadtmuseum Berlin (Landesmuseum für Kultur und Geschichte Berlins), einer Stiftung des Öffentlichen Rechts, sind 13 Museen zugeordnet.

Es gibt außerdem weitere landeseigene Museen, die organisatorisch nicht zum Stadtmuseum gehören, und die Heimatmuseen der verschiedenen Bezirke. Hinzu kommen weitere privat betriebene Museen.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands und der Stadt Berlin ergab sich die Notwendigkeit einer durchgreifenden organisatorischen Neuordnung der Museumslandschaft in Berlin, von Zusammenlegungen und der Konzentration von Standorten, die Jahre in Anspruch genommen hat und immer noch nicht abgeschlossen ist.

Zentren der Museen und Sammlungen sind die Museumsinsel im Bezirk Mitte, das Kulturforum in Tiergarten sowie die Museumszentren in Dahlem und Charlottenburg.

Museen


Staatliche Museen zu Berlin

Berlin Mitte Altes Museum.jpg in klassischer Tempelform auf der Museumsinsel]] Bodemuseum.jpg | Pergamonmuseum Front.jpg | Museen Dahlem Berlin Mai 2006 002.jpg

Tipp: Ab 1. April 2004 ist der Eintritt in die Dauerausstellungen der Staatlichen Museen zu Berlin an jedem Donnerstag die letzten vier Stunden der Öffnung kostenlos.

Stiftung Stadtmuseum Berlin

Weitere Museen

Liste der Museen


Siehe auch


Weblinks


Berliner Museum | Liste (Museum)

Музеи Берлина

 

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