| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Murrhardt.png | Karte_backnang_in_deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Kreis: | Rems-Murr-Kreis | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 291 m über NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 71,13 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 14.369 (31. März 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 202 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 12,0 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 71534-71540 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07192 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | WN | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 1 19 044 | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 10 71540 Murrhardt | bgcolor="#FFFFFF" | Offizielle Website: | www.murrhardt.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | info@murrhardt.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Dr. Gerhard Strobel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Seit 22. Juli 2004 ist die Stadt organisatorischer Mittelpunkt des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald.
Das Naturparkzentrum am Marktplatz in Murrhardt beherbergt neben der Geschäftsstelle und einem umfangreichen Informationszentrum eine für Kinder und Jugendliche äußerst sehenswerte Erlebnis- und Naturschau, für die auch eine weitere Anfahrt i.R. eines Ausflugs lohnend ist. Sehr gut verbinden kann man diesen Besuch mit dem privat betriebenen Carl-Schweizer-Museum am Feuersee, das umfangreiche zoologische und historische Sammlungen (insbesondere zur Römerzeit und zur Klostergeschichte) bereithält.
1971 wurden im Zuge der Gemeindereform die zuvor selbstständigen Gemeinden Fornsbach und Kirchenkirnberg in die Gemeinde Murrhardt eingegliedert. Seither besteht die Gemeinde Murrhardt aus den drei Stadtteilen Murrhardt, Fornsbach und Kirchenkirnberg.
Zugehörige Ortschaften: Siegelsberg, Alm-Siedlung, Beilsbach, Berghöfle, Eisenschmiedmühle, Eulenhöfle, Gaisbühl, Gärtnershof, Göckelhof, Gutmachhof, Hammerschmiede, Harbach, Harnersberg, Hasenhof, Hausen, Hinterbüchelberg, Hintermurrhärle, Hinterwestermurr, Hoffeld, Hördter Mühle, Hördthof, Karnsberg, Käsbach, Kieselhof, Klettenhöfle, Klingen, Köchersberg, Leukers, Lutzensägmühle, Marxenhof, Mautzenhof, Mettelbach, Mettelberg, Mettelberger Sägmühle, Mutzenhof, Neufeld, Neuhaus, Oberneustetten, Raithöfle, Reute, Sägdöbel, Sauerhöfle, Schloßhof, Schloßmühle, Schwammhof, Schwarzenmühle, Schweizerhof, Siebenknie, Sommerhaus, Spechtshof, Spielhof, Steinberg, Tiefenmad, Unterneustetten, Vögelesreute, Vordermurrhärle, Vorderwestermurr, Wacholderhof, Wahlenmühle, Waltersberg, Westermurrer Mühle, Wiesenhof, Winterhaus, Wolkenhof
Die Anfänge der Stadt Murrhardt gehen bis in die Römerzeit zurück, als die Römer um 150 n.Chr. ihr Einflussgebiet vom Neckar nach Osten hin vergrößerten. Das Weltkulturerbe Limes zieht sich direkt durch das Stadtgebiet. Ein Römerkastell ist im Südosten der Altstadt nachgewiesen, aber leider aufgrund Überbauung nicht mehr sichtbar. Ein rekonstruierter Römerturm befindet sich bei Grab, mehrere Reste des Limes sind in der Umgebung sichtbar. Auf dem Walterichsberg, an deren Stelle sich heute die Walterichskirche befindet, stand zu römischen Zeiten ein Tempel zu Ehren Mithras (ursprünglich ein persischer Sonnengott), ein von den römischen Soldaten verbreiteter Kult mit großer Anhängerschaft unter ihnen.
Hintergrund des Limes in dieser Region - als Demonstration römischer Stärke schnurgerade durch die Landschaft gezogen - ist die Sicherung der römischen Handelsstraße im Remstal als Verbindung zwischen Mainz und Augsburg. Um 260 n.Chr. überrannten die Alemannen den gesamten Raum rechts des Rheins und zerstörten auch die Befestigungsanlagen in Murrhardt (von den Römern "vicus murrensis" - Dorf an der Murr genannt ).
Das ehemalige Benediktinerkloster St. Januarius ist die geistige Keimzelle der Stadt. Bereits im 8. Jahrhundert gegründet (816 von Kaiser Ludwig neu eingerichtet, erster Abt St. Walterich), bestimmte diese Einrichtung 1000 Jahre Geschichte. Ein Dorf entwickelte sich parallel dazu. Das Kloster hatte eigenes Münzrecht, hier wurden die sog. Murrhardter Pfennige geprägt.
788 wurde die Mönchszelle "cellula Murrahart" erstmals in einer von Karl dem Großen ausgestellten Urkunde erwähnt.
1288 erhielt Murrhardt die Stadtrechte. Die Bevölkerung hatte einen niedrigen Lebensstandard. Neben der Landwirtschaft und dem Kleinhandwerk entwickelten sich um Murrhardt herum später zahlreiche Glashütten. Die Holzverarbeitung war traditionell der Schwerpunkt, daher wird die Gegend um Murrhardt im Volksmund auch "Klämmerlesgäu" genannt. 1388 wurde Murrhardt württembergisch, das Kloster wurde im 16. Jahrhundert reformiert. Unter dem berühmten "Diplomaten des Westfälischen Friedens" Adam Adami wurde das Kloster für kurze Zeit noch einmal katholisch.
1765 verwüstete ein verheerender Stadtbrand Murrhardt. Der Neuaufbau der Stadt unter Herzog Karl Eugen und Prälat Friedrich Christoph Oetinger prägt die Stadt bis heute. 1803 fand die Hochzeit des Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling mit Caroline Böhmer-Schlegel in Murrhardt stadt. 1848 wurde der Murrhardter Schlossermeister Ferdinand Nägele als einziger Handwerker in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt.
1878 erreichte die Murrtalbahn Murrhardt. Am 22. Dezember 1934 kam es zwischen Murrhardt und Sulzbach auf der Höhe von Schleißweiler aufgrund eines Signalfehlers zu einem schweren Eisenbahnunglück auf der eingleisigen Strecke. Zwei Züge stießen aufeinander und 10 Menschen starben dabei. 1996 wurde die Strecke elektrifiziert. Ein bisher aus Kostengründen nicht realisierter Anschluss an das Stuttgarter S-Bahnnetz wäre somit theoretisch möglich. Im Oktober 2005 fuhren aus Betriebsgründen bedingt durch eine Streckensperrung bei Fichtenberg sogar erstmals für zwei Tage S-Bahnzüge nach Murrhardt.
20. Juni 1945, also unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, fand in Murrhardt ("Sonne-Post") die sogenannte Landrätekonferenz statt, eine Tagung der Landräte Nordwürttembergs. Diese wird auch als erster Beginn einer demokratischen Neuordnung in Württemberg angesehen.
Während der gesamten Dauer der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 wählte die Polnische Fußballnationalmannschaft die Stadt Murrhardt mit der "Sonne-Post" und der Trainingsstätte Trauzenbachstadion als Quartier, da sie die meisten Spiele im Stuttgarter Neckarstadion austrug. So mancher bringt noch heute ihre herzerfrischende Spielweise mit der Gastfreundlichkeit der Stadt Murrhardt in Verbindung.
Im Jahre 2002 wurde Jean Arthuis, „Vater des Euro“, ehemaliger französischer Finanz- und Wirtschaftsminister und ehemaliger Bürgermeister der Partnerstadt Château-Gontier, zum Ehrenbürger der Stadt Murrhardt.
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