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Bei den Mumienporträts handelt es sich um die moderne Bezeichnung von auf Holztafeln gemalten Porträts, die sich in Ägypten auf Mumien angebracht fanden. Mumienporträts wurden in allen Teilen Ägyptens mit einer besonderen Konzentration im Fajum (z.B. Hawara) und in Antinoopolis ausgegraben. Sie datieren in die römische Zeit, wobei sie anscheinend im frühen ersten nachchristlichen Jahrhundert einsetzen. Das Ende ihrer Produktion ist umstritten. Die neuere Forschung tendiert für die Mitte des dritten nachchristlichen Jahrhunderts als Endpunkt ihrer Herstellung.

Die Mumienporträts zeigen meist eine Person in Frontalansicht mit Teilen der Schulter. Der Hintergrund des Bildes ist einfarbig gehalten. Die besten Exemplare werden in ihrem Realismus der Menschendarstellung, erst wieder in der Renaissance erreicht. In ihrer künstlerischen Tradition sind diese Bildwerke eindeutig römischen Ursprungs. Technisch lassen sich zwei Gruppen unterscheiden: Bilder in Enkaustik (Wachsmalerei) und in Tempera, wobei die Bilder in Enkaustik im Schnitt von höheren Qualität sind.

Literatur


  • Barbara Borg, Der zierlichste Anblick der Welt . . ., Mainz 1998, ISBN 3805322631

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Kultur (Ägypten) | Römische Kunst

 

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