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Muldentäler sind Täler, deren Talform durch flache Talhänge (Muldenquerschnitt) und schmale Sohlen geprägt ist. Sie lassen sich keinem Landschaftstyp eindeutig zuordnen, kommen aber am häufigsten im Hügel- oder Flachland vor. Daneben können sie auch in Hochebenen oder hügeligen Hochlagen von Mittelgebirgen vorkommen.

Geomorphologie


Fluviale Entstehung

Bei der Erosion von Tälern in Gebirgen durch Flüsse stellen Muldentäler eine der letzten (und damit ältesten) Formen dar. Durch Denudation wird bei talförmigen Einschnitten wie Kerbtal, Kerbsohlental und Kastental der Talhang immer weiter abgeflacht bzw. das Gebirge abgewaschen.

Muldentäler entstehen, wenn in einem Kastental oder flachen Kerbsohlental die verbliebenen Talhänge durch Sedimentation überlagert worden sind. Der Hang reicht dann von den umliegenden Hochlagen ohne große Schwellen oder Abbrüche bis an die Ufer(böschung) heran.

Glaziale Entstehung

Muldentäler entstehen auch, wenn ein Gletscher auf flachere Gebirge oder Grundgebirgsstöcke traf und dort schwache Gebiete des Gebirges abtragen konnte. Beispiele dafür finden sich in Deutschland am Übergang des Mittelgebirgsraums zum Tiefland und im Norden Großbritanniens. Dort wo später ein Meer das Tal füllen konnte, werden diese Täler als Förden (engl. Firth) bezeichnet.

Geomorphologie | tal

 

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