Muhi (auch Muhi) befindet sich ca. 15 km südlich von Miskolc in Ungarn nahe dem Zusammenfluss von Sajó und Hernád im heutigen Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén. Der Sajo entspringt dem Berg Stolica und mündet nach seiner Vereinigung mit dem Hernad in die Theiß. In der Nähe befindet sich auch die ungarische Weinanbaustadt Tokaj.
Wie die Schlesier fielen auch die Ungarn auf die mongolische Taktik des vorgetäuschten Rückzugs herein, 70.000 der 100.000 vereint kämpfenden Ungarn, Kumanen, Walachen, Böhmen, Serben und Deutschordensritter sollen gefallen sein. In der Folge setzten die Mongolen über die zugefrorene Donau, plünderten die Hauptstadt Budapest, verwüsteten Transdanubien und stießen bis Wiener Neustadt vor.
Nach den Quellen gelang nur wenigen Ungarn gelang die Flucht, darunter König Béla IV.. Zunächst flüchtete er über Nordungarn und Pressburg zum verfeindeten Herzog Friedrich II. von Österreich, der ihm den mitgeführten Staatsschatz abnahm und ihn zur Abtretung dreier Grenzkomitate zwang (1246 wieder ungarisch). Danach zog sich der König bis zum Tod des Mongolen-Großkhans Ügedei auf die Insel Trogir an die Adria (Dalmatien) zurück, die mongolischen Verfolger im Nacken, die Spalato plünderten und Triest bedrohten.
Kroaten konnten 1242 nach dem Fall Zagrebs zwar eine kleine Vorausabteilung der Mongolen schlagen, doch die Plünderung Dubrovniks (Ragusa) nicht verhindern. Die mongolischen Heere zogen indessen über Serbien und Montenegro nach Bulgarien weiter, ehe sie 1243 über Rumänien vorerst nach Südrußland zurückkehrten, wo Batu Khan sein eigenes Reich gründete.