article

Muhi (auch Muhi) befindet sich ca. 15 km südlich von Miskolc in Ungarn nahe dem Zusammenfluss von Sajó und Hernád im heutigen Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén. Der Sajo entspringt dem Berg Stolica und mündet nach seiner Vereinigung mit dem Hernad in die Theiß. In der Nähe befindet sich auch die ungarische Weinanbaustadt Tokaj.

Schlacht bei Muhi


Nahe dem Ort wurde am 11. April 1241 das Heer Bélas IV. in seiner ungünstig plazierten Wagenburg am westlichen Ufer des Sajó vom Heer Batu-Khans und Sübeteejs eingeschlossen und mit dem Großteil der weltlichen und kirchlichen Führungsschicht beinahe vollständig vernichtet. Zwei Tage zuvor hatte eine mongolische Parallelabteilung bereits ein deutsch-polnisch-schlesisches Heer in der Schlacht bei Wahlstatt aufgerieben, die Hauptabteilung war über den Paß von Verecke in Ungarn eingefallen.

Wie die Schlesier fielen auch die Ungarn auf die mongolische Taktik des vorgetäuschten Rückzugs herein, 70.000 der 100.000 vereint kämpfenden Ungarn, Kumanen, Walachen, Böhmen, Serben und Deutschordensritter sollen gefallen sein. In der Folge setzten die Mongolen über die zugefrorene Donau, plünderten die Hauptstadt Budapest, verwüsteten Transdanubien und stießen bis Wiener Neustadt vor.

Nach den Quellen gelang nur wenigen Ungarn gelang die Flucht, darunter König Béla IV.. Zunächst flüchtete er über Nordungarn und Pressburg zum verfeindeten Herzog Friedrich II. von Österreich, der ihm den mitgeführten Staatsschatz abnahm und ihn zur Abtretung dreier Grenzkomitate zwang (1246 wieder ungarisch). Danach zog sich der König bis zum Tod des Mongolen-Großkhans Ügedei auf die Insel Trogir an die Adria (Dalmatien) zurück, die mongolischen Verfolger im Nacken, die Spalato plünderten und Triest bedrohten.

Folgen der ungarischen Niederlage

Sein Reich, besonders die Landbevölkerung, litt bis 1242 furchtbar unter den Verheerungen des sogenannten "Tatarensturms" (Mongoleneinfall). Nicht nur das ungarische Heer, sondern das gesamte Königreich schien vernichtet, die Geschichtsschreibung spricht vom "Zusammenbruch" Ungarns. Große Teile der Bevölkerung Ungarns wurden versklavt und in "Todesmärschen" deportiert, sofern sie sich nicht hungernd in die Sümpfe oder in jene wenigen befestigten Städte flüchten konnten, die den mongolischen Belagerern standhalten und Schutz zu bieten vermochten.

Kroaten konnten 1242 nach dem Fall Zagrebs zwar eine kleine Vorausabteilung der Mongolen schlagen, doch die Plünderung Dubrovniks (Ragusa) nicht verhindern. Die mongolischen Heere zogen indessen über Serbien und Montenegro nach Bulgarien weiter, ehe sie 1243 über Rumänien vorerst nach Südrußland zurückkehrten, wo Batu Khan sein eigenes Reich gründete.

Ort in Ungarn | Schlacht (Mongolisches Reich)

Muhi

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Muhi".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld