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Wappen Karte
Wappen Mudau.png Karte_Mudau_in_Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Neckar-Odenwald-Kreis
Geografische Lage:
Höhe: 456 m ü. NN
Fläche: 107,55 km²
Einwohner: 5.105 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 1,5 %
Postleitzahl: 69427
Vorwahl: 06284
Kfz-Kennzeichen: MOS
Gemeindeschlüssel: 08 2 25 060
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßauer Str. 2
69427 Mudau
Offizielle Website: www.mudau.de
E-Mail-Adresse:
Politik
Bürgermeister: Dr. Norbert Rippberger

Mudau ist eine Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis (Baden-Württemberg, (Deutschland).

Geografie


Die Gemeinde liegt im südöstlichen Odenwald (siehe auch Odenwald) zwischen Neckar und Main. Das von ausgedehnten Wäldern bedeckte Gemarkungsgebiet liegt auf der sanft in Richtung Südosten zum Bauland abfallenden Buntsandstein-Hochfläche auf 285 m bis 576 m Höhe.

Viele Bäche entspringen hier auf der Wasserscheide zwischen Neckar und Main, darunter die Mud. In ihrem Unterlauf haben sie sich teils bis zu 200 m in den Buntsandstein eingegraben. Der Gabelbach, die Mud und das Steinbächlein entwässern zum Main, der Reisenbach, der Trienzbach und die Elz zum Neckar.

Mudau ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Naturpark Neckartal-Odenwald.

Großstädte in der Nähe sind : Frankfurt am Main 75 km im Nordwesten, Würzburg 60 km im Nordosten, Heilbronn 45 km im Süden und Heidelberg 55 km im Südwesten. 20 km im Süden liegt die Kreisstadt des Neckar-Odenwald-Kreises Mosbach. 10 km im Osten liegt Buchen (Odenwald). 13 km im Norden liegt Amorbach.

Wappen


In Rot ein silberner (weißer) Wellenschrägbalken, begleitet von je einem sechsspeichigen silbernen (weißen) Rad. - Der Wellenbalken symbolisiert die Lage der Gemeinde im Quellbereich des Mudbaches. Die Räder und die Tingierung weisen auf das Wappen des Erzstiftes Mainz hin.

Geschichte


  • 2./3. Jahrhundert: Zur Zeit der Römerherschaft (ca. 98 bis 260 n. Chr.) lag das Gemeindegebiet in der Provinz Obergermanien. Überreste des Neckar-Odenwald-Limes sind heute bei Schloßau und Scheidental zu sehen.
  • 11. - 12. Jahrhundert: Durch das Benediktiner Kloster Amorbach wurden im Hochmittelalter Rodungssiedlungen im Waldgebiet südlich von Amorbach angelegt. Die Ortschaften haben hier ihren Ursprung.
  • 12. - 13. Jahrhundert: Die Orte unterstanden der Vogtei der Edelherren von Dürn und waren der nahegelegenen Burg Wildenberg (auch Burg Wildenburg) zugeordnet.
  • 1271: Durch Kauf im Jahre 1271 kamen die Herrschaftsrechte an das Erzstift Mainz (Kurmainz). Mudau war Hauptort der 'Mudauer Zent'.
  • 1426: Um 1426 wurde Mudau von der Mutterpfarrei Hollerbach abgetrennt und wurde kirchlicher Mittelpunkt mit 13 Filialen.
  • 1525: Im Bauernkrieg wird das nahegelegene Kloster Amorbach geplündert und die Burg Wildenberg zerstört. Götz von Berlichingen führte den Hellen Haufen.
  • 1618 - 1648: Im Dreißigjährigen Krieg marschierten Freund- und Feindestruppen durch Mudau und nahmen hier Quartier.
  • 17. Jahrhundert: Seit dem 17. Jahrhundert war Mudau wichtiger Marktort mit mehreren Jahr- und Viehmärkten.
  • 1803: Durch die Säkularisation kam Mudau an das Fürstentum Leiningen.
  • 1806: Mudau kommt zum Großherzogtum Baden.
  • 1848: In der Märzrevolution wurde das leiningische Hofgut Marienhöhe bei Buchen, und das Rentamt in Ernsttal in Brand gesteckt. Die Rathäuser wurden gestürmt.
  • 1849: Durch einen Großbrand wurden zwei Drittel von Mudau zerstört.
  • 1967: Inbetriebnahme der Langwellensendeanlage in Donebach
  • 1974: Einstellung der Schmalspurbahn nach Mosbach (Odenwaldexpress)
  • 1982: Erhöhung der Sendemasten der Langwellensendeanlage auf 363 Meter, damit werden diese Sendemasten zu den höchsten Bauwerken von Westeuropa

Religionen


Durch die Zugehörigkeit zu Kurmainz war die Bevölkerung früher ausschließlich katholisch. Heute sind ungefähr 90 % katholisch und 6 % evangelisch.

Wirtschaft


Verkehr

Mudau war von 1905 bis 1973 Endpunkt einer heute abgebauten Schmalspurbahn, dem Odenwaldexpress, die von Mosbach ausging.

Ansässige Unternehmen

Im Ortsteil Donebach betreibt die Deutsche Telekom AG einen Langwellensender für den Deutschlandfunk. In Stürzenhardt betreibt die Deutsche Telekom AG bei 9°15'48" östliche Länge und 49°33'5" nördliche Breite eine Richtfunkanlage. Als Antennenträger kommt ein Stahlbetonturm zum Einsatz.

Gemeindegliederung


Die 9 Ortsteile der Gemeinde Mudau:

  • Donebach/Ünglert
  • Langenelz
  • Mörschenhardt/Ernsttal
  • Mudau
  • Reisenbach
  • Rumpfen
  • Scheidental
  • Schloßau/Waldauerbach
  • Steinbach
  • Untermudau

Kultur und Sehenswürdigkeiten


  • Limeswanderpfad in Schloßau mit zahlreichen Überresten des Neckar-Odenwald-Limes. Der Neckar-Odenwald-Limes führte von Bad Wimpfen am Neckar nach Norden über Neckarburken, Scheidental, Schloßau nach Wörth am Main.
  • Römerkastell in Scheidental
  • Kapelle St. Veit und St. Martin in Steinbach von 1494 mit Altar aus der Riemenschneiderschule
  • Schloss Waldleiningen (1828 im Windsorstil erbaut) heute als Sanatorium genutzt
  • Altes Rathaus Mudau (1434)
  • Katholische Pfarrkirche Mudau (Turm von 1510)
  • Barocke Mariensäule Mudau von 1736
  • neugotische Pfarrkirche Schloßau von 1864
  • Galgen in Mudau
  • Langwellensender Donebach 153 kHz (DLF); Leistung: 500/250 kW (360 m, höchste Sendetürme in der alten Bundesrepublik Deutschland)
  • UKW Sender Reisenbach 102,1 MHz (sunshine live); Leistung: 25 kW, geographische Koordinaten des als Stahlbetonturm ausgeführten Antennenträgers: 9°6'54" östliche Länge, 49°30'24" nördliche Breite.
  • Golfplatz Mudau

Vereine

  • Karnevalsgesellschaft Mudemer Wassersucher e.V. (kagemuwa)
  • Heimat- und Verkehrsverein Mudau e.V.
  • Golfclub Mudau e.V.
  • Gesangverein "Frohsinn 1842" Mudau

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

  • Philipp Rottermann Mudau war nach Amerika ausgewandert.
  • 1927 Karl Pfeiffenberger, Mudau
  • 1932/33 Geschichtsforscher Prof. Dr. Peter Paul Albert, Mudau
  • 1933 Herrmann Passmann, Langenelz
  • 1934 Odenwaldmaler Arthur Grimm, Mudau
  • 1947 Erfinder und 'Altmeister der Chirurgie- und Orthopädiemechanik' Franz Bingler, Mudau
  • 1959 Heimatforscher Dr. Theodor Humpert, Mudau
  • 1976 Der 'Mudauer Wassersucher' Prof. Dr. Ernst Becksmann machte sich um die Wasserversorgung in Mudau verdient.
  • 1979 Der langjährige Mudauer Bürgermeister Erich Bucher
  • 1990 Der Firmenchef der Aurora Joachim Schulz

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks


Ort in Baden-WürttembergNeckar-Odenwald-Kreis

Mudau | Mudau

 

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