Motorroller_Aerox.jpg | Vespaprimavera.jpg | BKK_Vespa078.jpger Stadtverkehr]] Roller.jpg | Zweiradparkplatz_in_Sorrent.jpg (2005)]] Motorroller sind motorisierte Zweiräder, die sich wie folgt von gewöhnlichen Motorrädern unterscheiden:
Motorroller sind mit verschiedenen Motorarten ausgestattet. Am meisten verbreitet sind Zweitakter, die aber in vielen Ländern durch modernere Viertakter ersetzt werden. Die Betriebserlaubnis bzw. Fahrerlaubnis wird im Gegensatz zu Motorrädern nicht nach der Leistung sondern der Höchstgeschwindigkeit bemessen. Beispiele für verschiedene Klassen nach Höchstgeschwindigkeit eingeteilt sind Mofa-Roller mit 25 km/h bzw. vereinzelt noch zugelassen bis 30 km/h und 50-cm³-Roller mit 45 km/h bzw. vereinzelt noch zugelassen bis 50 km/h (oder DDR-Modelle wie Schwalbe bis 60 km/h sogar mit Klasse-M-Führerschein, wenn diese vor dem 28.02.1992 erstmalig in Verkehr gebracht wurden, s. Einigungsvertrag). Dazu gibt es noch die 80er bzw. 125er (Leichtkraftrad mit einer Leistung um 15 PS) bis zu großen Rollern mit einem Hubraum von 250 cm³ bis 650 cm³ und einer maximalen Leistung (2005) von 56 PS.
Außerdem gibt es neben Motorrollern mit Verbrennungsmotor auch Elektro-Roller.
Insbesondere ist der Motorroller auch bei Frauen beliebt, da er im Gegensatz zum Motorrad auch mit Rock gefahren werden kann und einen gewissen Schutz gegen Schmutz und Nässe bietet.
Deutsche Fabrikate, früher bekannt unter den Namen Heinkel, Zündapp, NSU, Maico, Simson und anderen, sind vom Markt verschwunden, ebenso amerikanische Modelle wie Wyse. Heute wird der Markt der 50-cm³-Zweitakter dominiert von Aprilia, CPI, Daelim, Gilera, Italjet, Kymco, MBK, Peugeot Motocycles, Piaggio, Sym, TGB und Yamaha (in alphabetischer Reihenfolge, nicht nach Marktanteil).
Bei den größeren Rollern, für die ein Motorradführerschein notwendig ist, spielen Yamaha (TMAX), Honda (Silver Wing) und Suzuki (Burgman Executive) eine große Rolle. Die Höchstgeschwindigkeit der stärksten Roller liegt bei bis zu 175 km/h, bei einer Beschleunigung in 7 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts ist die Kombination von Vollautomatik (Variomatik) und Triebsatzschwinge sehr beliebt und hat die Roller als Kurzstreckenfahrzeug auch in Deutschland wieder populär gemacht. Fahrdynamisch ist die Triebsatzschwinge problematisch, da Antrieb und Kraftübertragung hierbei komplett zu den ungefederten Massen gehören. Dafür haben die Hersteller die Möglichkeit, den Triebsatz komplett bei einem Zulieferer zu kaufen und nur noch in ein eigenes Fahrwerk zu montieren.
Die meisten Roller werden von Einzylindermotoren angetrieben. Wegen der verschärften Abgasvorschriften scheinen die Tage der Zweitakter gezählt; sie werden vermehrt durch Viertaktmotoren ersetzt. Allerdings gibt es inzwischen Einspritzanlagen und Katalysatoren, mit denen auch bei Zweitaktern die neuen Grenzwerte eingehalten werden können. Sogar die Probleme des hohen Spritverbrauchs haben sich damit erledigt.
Der Vorteil eines Zweitakters ist die deutlich bessere Beschleunigung sowie die einfache und kostengünstige Wartung für Hobbyschrauber. Der Viertakter hingegen ist umweltfreundlicher, da das Schmieröl nicht mitverbrannt wird.
Bei Zweitaktern gibt es prinzipbedingt das Komfortproblem, dass dem Treibstoff Motoröl beigefügt werden muss (Zweitakt-Gemisch). Beim Viertakter muss man dagegen darauf achten, dass genügend Öl in der kleinen Ölwanne ist. Das Problem des Zweitakters vermindert sich allerdings durch Öltanks und automatische Mischung bei Rollern der letzten Jahre. Dank Öltanks bis etwa 1,3 Liter stellt dies bei modernen Roller tatsächlich kein Komfortproblem mehr dar; in der Praxis bedeutet das ein Öl-Nachfüllen alle paar Monate oder Wochen. Die regelmäßige Ölstandskontrolle entfällt dank Warnleuchten im Cockpit. Für Roller und Mofas ohne Öltank stellen viele Tankstellen vorbereitete Zweitakt-Gemische mit 1:25, 1:50 oder 1:75 (ein Teil Öl auf 75 Teile Benzin) bereit. Damit entfällt das Mischen von Hand.
Katalysatoren werden seit 2003 nicht mehr nur in Viertaktern, sondern auch in Zweitaktern verbaut (z.B. Yamaha Aerox 50 Cat).
Bei großen Rollern ab 125 cm³ dominieren die akustisch angenehmeren Viertakter, die mittlerweile auch in einigen 50-cm³-Rollern verbaut werden. Besonders leistungsstarke Modelle besitzen auch zwei Zylinder (z.B. Yamaha T-max, Suzuki Burgman AN650, Honda Silver Wing; alle drei liegen in der Höchstgeschwindigkeit bei etwa 175 km/h und beschleunigen in 6,5 bis 8 Sekunden auf 100 km/h).
Grundsätzlich lassen sich zwei Konstruktionsweisen unterscheiden:
Viele Besitzer, vor allem Jugendliche, verändern (tunen) ihre Motorroller, so dass diese teilweise über 100 km/h erreichen. Auch optische Änderungen, wie z.B. Lackierung und andere Leuchten, sind beliebt, um ihre Roller individueller zu machen. Die Tuningteile-Shops in Deutschland melden große Umsätze beim Verkauf von Rennauspuffanlagen, 70-cm³-Zylindern, größeren Vergasern, langen Getrieben und Renn-Variomatiken. Durch eine bauliche Veränderung am Fahrzeug erlischt die Betriebserlaubnis und der Versicherungsschutz des Fahrzeuges. Trotzdem existiert im Internet eine sehr große, stetig wachsende Community des Tunings. Die Polizei geht in öffentlichen Statements davon aus, dass mehr als 2/3 aller Motorroller frisiert sind. Jedoch existiert auch eine große legale Rennsportszene mit einer WM und viele Racingteams. Roller im Rennsport erfreuen sich einer wachsenden Fangemeinde, da die Kosten für eine Saison überschaubar und die technischen Herausforderungen zu meistern sind.
Ebenso gibt es denVCVD(Vespa Club von Deutschland e. V. ). Des weiteren gibt es zahlreiche inoffizielle und markenunabhängige Scooter Clubs.
Motorroller werden auch Plastikroller genannt.
Zum Thema Motorroller gibt es diverse Fachzeitschriften, z.B. Roller Spezial, Motoretta und Scooter & Sport.
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