Ein Motor ist eine Kraftmaschine, die mechanische Geräte bewegt oder antreibt. Er wandelt Energieformen wie thermische, chemische oder elektrische Energie in mechanische Energie bzw. Arbeit um, die ihrerseits Bewegung - bei Motoren meist Rotation - ist. Aufgliedern lässt sich die Kategorie in die Dampfmaschine, Elektromotor und Verbrennungsmotor.
Motorenbau bedeutet Entwicklung und Bau von Aggregaten zum Antrieb für Arbeitsmaschinen, Fahr- und Flugzeugen. Aus technischer Sicht ist er eine Sparte des Maschinenbaus, aus wirtschaftlicher Sicht gehört er zur Metall- oder Maschinen-Industrie.
Vor der Erfindung der Automobile war die Dampfmaschine der meistverwendete Motor. Aufgrund ihres besseren Wirkungsgrades und der hohen Energie-Speicherdichte der Kraftstoffe sind seitdem Verbrennungsmotoren in den Vordergrund getreten, die fossile Brennstoffenergie erst in Wärmeenergie und dann in mechanische Energie umwandeln. Hierbei wird unterschieden zwischen den sehr weit verbreiteten Hubkolbenmotoren (Otto- oder Dieselprozess, Viertaktmotor, Zweitaktmotor) und Kreiskolbenmotoren (Wankelmotor). Heute regeln in den Automobilen eigene Motorsteuerungen die Verbrennungsvorgänge.
Für die Zukunft strebt man einen Wechsel der Energiequelle mobiler Motoren an, um der Verknappung und damit Verteuerung fossiler Brennstoffe zu begegnen. Angenehmer Nebeneffekt ist dabei die Reduktion der Emissionswerte. Voraussetzung hierfür sind wiederum praktikable Verhältnisse von Energiedichten und der Speicherung von nichtfossiler Energie vor allem für den mobilen Einsatz (d.h. für Kraftfahrzeuge).
Bezüglich gespeicherter Energiemengen und mitführbarer Gewichte sind zukünftig Elektromotoren, Hybridantriebe oder Wasserstoffantriebe mögliche Alternativen zu Verbrennungsmotoren. Erheblicher Entwicklungsaufwand wird z. B. auf dem Gebiet der Brennstoffzellen getrieben.
In allen Größen, von Spielzeugen bis Industrieanlagen, finden Elektromotoren für Gleichstrom und Wechselstrom Verwendung (elektrische Maschinen). Viele Elektromotoren - speziell solche mit Permanentmagneten - können auch als Generatoren arbeiten, wenn sie mechanisch angetrieben werden.
Für Generatoren, Elektromotoren sowie Transformatoren im Kilo- und Mega-Watt-Bereich wird verstärkt an der Anwendungsreife von Supraleitern geforscht.
Magnetschwebebahnen sind eine bekannte Anwendung der Linearmotoren.
Aus historischer Sicht stand die 1712 von Thomas Newcomen erfundene und 1778 von James Watt entscheidend verbesserte Dampfmaschine am Beginn der Motorenentwicklung. Die Dampfmaschine veränderte die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen Europas und löste die industrielle Revolution aus.
1678 soll es bereits ein Dampfauto für den Kaiser von China gegeben haben (Ferdinand Verbiest) und um 100 Herons Dampfturbine zum Öffnen großer Tore. Auch sind Vermutungen zum Umgang ägyptischer Priesterschaft mit Heißgasen zum Bewegen riesiger Türen plausibel.
Motoren und andere Kraftmaschinen wandeln chemische, elektrische oder thermische Energie in mechanische Energie (Arbeit) um. Sie sollen aus moderner Sicht
Zu Beginn des Motorenbaues stand - praktisch bei jeder der Grundprinzipien - die Erzielung der nötigen Leistung. Weitere Kenngrößen von Motoren sind neben der Leistung (Leistungsverbrauch an Strom oder Kraftstoff und abgegebene mechanische Leistung) noch die Masse, die Drehzahl und der Wirkungsgrad.
Die am häufigsten eingesetzte Art von Motoren ist der Elektromotor. Antriebe der verschiedensten Größe und Leistung finden sich in praktisch allen Aggregaten - von miniaturisierten Servo- und Schrittmotoren über Geräte für Haushalt, Büro, Klima und Auto bis zu industriellen Großmaschinen. Die Weiterentwicklung findet hier weniger im Motorbau selbst als in der Optimierung seiner Anwendungen statt.
Zu Beginn der Industrialisierung war die Dampfmaschine vorherrschend.
(siehe hierzu auch den Artikel "Verbrennungsmotor".)
Mit der Erfindung des Automobils zu Ende des 19. Jahrhunderts wurden im Maschinenbau vielfach auch Verbrennungsmotoren eingesetzt. Sie wandeln in thermodynamischen Zyklen die Energie fossiler Brennstoffe zu mechanischer Arbeit um. Meist wird die Expansion der Verbrennungsgase ("Explosion") in eine Hubbewegung und diese in eine Rotation umgesetzt, welche ihrerseits die Kraft für den Antrieb liefert.
Der Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren ist generell schlechter als der anderer Motorenprinzipien. Daher stecken in ihnen trotz 150 Jahre Entwicklungsarbeit noch zahlreiche Möglichkeiten der Verbesserung (Bauart, Kraftstoff, Steuerung usw.).
Verbrennungsmotoren sind mechanische Konstruktionen, die Frischluft mit einem Verbrennungsmedium wie Benzin, Gas, Diesel oder Schweröl vermischen und zum Verbrennen bringen. Die Verbrennung ist nur möglich, da ein Verbrennungsförderer der Sauerstoff und ein brennbares Medium wie Gas, Benzin, Diesel oder Schweröl gasförmig vermischt, verdichtet und gezündet werden. Die aus dem chemischen Verbrennungstakt gewonnene Energie - Differenz wird mechanisch in Antriebskraft umgewandelt.
Zu ersteren zählen die bekannten Bauarten von
Hingegen wird dem
Die heutigen Verbrennungsmotoren werden in ihrem Betrieb großenteils durch elektronische Motorsteuerung optimiert.
Der Verbrennungsmotor ist mechanisch eine Weiterentwicklung der Dampfmaschine und hat, aus heutiger Sicht noch über Jahrzehnte, beste Voraussetzungen, weiter optimiert zu werden im Verbrauch, Wirkungsgrad und in der Materialverwendung des Motors. Die Optimierung geschieht zum Teil durch andere Brennstoffe wie Wasserstoff, die fast reinen Wasserdampf als Auspuffgase haben, durch elektrolytische Dissoziation (elektrochemische Spaltung) von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff wieder zu neuem Brennstoff und dem Brennstoffförderer (Sauerstoff) gelangen, sowie durch kombinatorische Energie-Nutzungen bei Hybridkonzepten.
In Elektrizitätswerken wird der Abdampf hinter der Turbine kondensiert, um gegen ein Vakuum zu arbeiten und nicht gegen den atmosphärischen Luftdruck. So erhöht sich der Wirkungsgrad, entsprechend dem Verhältnis Atmosphärendruck zu Überdruck.
Jede Gasturbine hat einen Turbokompressor, eine Brennkammer und eine Turbine, die meist über dieselbe Welle mit dem Verdichter mechanisch gekoppelt ist. Die vom Kompressor verdichtete Luft wird in der Brennkammer bei Temperaturen bis 1500°C mit dem eingespritzten Treibstoff verbrannt. Die mit hoher Geschwindigkeit ausströmenden Verbrennungsgase treiben die Turbine an (bei Raketen entfällt sie). Die Turbine entzieht ihnen mindestens jene Strömungsenergie, die zum Antrieb des Verdichters nötig ist. Der größere Rest steht als nutzbare Energie zur Verfügung - entweder für höhere Drehgeschwindigkeit der Turbine (Elektrizitätswerk, Helikopter) oder als Rückstoß.
Anwendungen in der Luftfahrt sind durch das sehr gute Leistungs-Masse-Verhältnis der Gasturbinen gegeben, etwa als Triebwerk für Hubschrauber oder Turboprop-Flugzeuge. Die kinetische Energie der Brenngase ist aber auch für Rückstoß-Antrieb von Flugzeugen nutzbar. Bei Jets werden sog. Strahltriebwerke eingesetzt, deren Prinzip weitgehend der Gasturbine entspricht: auf die drei Bauteile der reinen Gastturbine folgt eine Düse, durch die der Abgasstrahl austritt. Die Turbine erhält nur so viel Energie (Drehgeschwindigkeit), wie sie zum Antrieb des Verdichters benötigt.
Anwendungen in der Schifffahrt: hier kommt es weniger auf eine günstiges Verhältnis Leistung-Masse an, als auf geringen Treibstoffverbrauch, und heute auch auf eine geringere Verschmutzung der Meere. Den Schiffsantrieb bringt man im Schiffsrumpf unter, wo man auch Vorkehrungen gegen Vibrationen oder andere Störungen treffen kann. Auch für Luftkissenfahrzeuge wird oft die Gasturbine gewählt.
Anwendung in Elektrizitätswerken Zwei Bauarten von Gasturbinen werden unterschieden.
Elektromotoren gibt es für Gleichstrom, Wechselstrom und Drehstrom. Sie finden vor allem bei Industrieanlagen und für elektrische Maschinen Verwendung - auch bei Spielzeug und vom PC-Lüfter ebenso in Haushaltsgeräten. Der Motorenbau forciert seine Erfolge durch Miniaturisierung und Betriebssicherheit.
Neuere Entwicklungen betreffen die großtechnische Anwendung von Supraleitern, an der intensiv gearbeitet wird. Sie wird neben Leistungssteigerungen im Motorbau auch den Transformatorbau betreffen.
Viele Elektromotoren, speziell solche mit Permanentmagneten, können auch "umgekehrt" als Generatoren arbeiten, d.h. durch ihren mechanischen Antrieb elektrische Energie erzeugen.
Für andere Zwecke sind unter anderem vorgesehen:
Die technischen Aspekte dazu sind weitgehend klar, doch muss eine Bewusstseinsbildung damit einhergehen. Aus diesem Mangel heraus hat sich das Dreiliterauto, seit einem Jahrzehnt propagiert und technisch-wirtschaftlich längst machbar, noch kaum am Markt durchgesetzt. Neue Möglichkeiten ergeben sich in den wachsenden Märkten in Indien und China.
Bei PKW-Antrieben sind mittelfristig neben der Entwicklung und wirtschaftlich-ökologischer Anwendung die politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit entscheidend. Die US-Gesetzgebung fordert vor allem eine strenge Limitierung der Schadstoffemissionen und kümmert sich weniger um den Klimaschutz. Eben wegen diesem will hingegen Europa auch die CO2-Emissionen, also den Kraftstoffverbrauch, weiter eindämmen.
Da der Verbrennungsmotor auf absehbare Zeit dominierendes Antriebskonzept bleiben wird, gilt:
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