Unter Motion Capture bzw. Bewegungserfassung versteht man eine Technik, die es ermöglicht, menschliche Bewegungen in ein von Computern lesbares Format umzuwandeln.
Die menschlichen Akteure werden in einen Anzug gesteckt, der mit verschiedenen weißen Bällen oder Lämpchen beklebt ist. Mehrere Spezialkameras verfolgen die Bewegungen der Markierungspunkte und analysieren diese durch eine Bewegungserfassungssoftware.
Nach der Digitalisierung können die Rohdaten über ein geeignetes Plugin in aktuelle 3D-Systeme importiert und dort weiterbearbeitet werden. Sie werden dabei mit einem Drahtgittermodell (eine Art dreidimensionales Strichmännchen im Computer) verknüpft, welches die vorher aufgezeichneten Bewegungen übernimmt.
Nach dem Rendern sieht es für den Betrachter aus, als würde die virtuelle Figur die Bewegungen des ursprünglichen Schauspielers ausführen. Diese Technik wird verstärkt in computergenerierten Filmen wie „ Die Mächte in dir“ oder „Shrek“ eingesetzt.
Die „Bewegungsqualität“ der Computermodelle hängt von mehreren Faktoren ab:
Durch Bewegungserfassung können komplexe Bewegungsabläufe (z. B. Laufen, Tanzen) mit relativ geringem (zeitlichen) Aufwand realisiert werden, die über andere Animationsmethoden (z. B. Schlüsselbildanimation bzw. engl. keyframe animation) schwer, oder nur mit hohem zeitlichen Aufwand möglich gewesen wären.
3D-Computergrafik | Filmtechnik
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