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MoselInMetz.jpg]] Mosel_2.jpg, kurz nach dem Zufluss der Saar]] Der Fluss Mosel (französisch: Moselle, luxemburgisch: Musel) fließt durch Frankreich, Luxemburg und Deutschland (Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz). Von ihrer Quelle in den Vogesen bis zur Mündung in den Rhein bei Koblenz hat sie eine Gesamtlänge von 544 km.

Geografie


Die Mosel (lateinisch Mosella (die kleine Maas (=Mosa), französisch la Moselle) entspringt am Col de Bussang in der Nähe von Bussang in den Vogesen auf 715 m Höhe und mündet nach 544 km am Deutschen Eck in Koblenz von Westen her in den Rhein. Der mittlere Abfluss an der Mündung beträgt 290 m³/s, womit die Mosel nach der Aare, und noch vor Main und Neckar, der zweitgrößte Nebenfluss des Rheins ist.

Flussabschnitte

Der Abschnitt der Mosel bis zur Einmündung der Saar kurz vor Trier wird in Deutschland als Obermosel bezeichnet; dabei handelt es sich jedoch geographisch nicht mehr um den Oberlauf des Flusses. Der Bereich von Trier bis Briedel wird Mittelmosel genannt. Der Abschnitt zwischen Briedel und der Mündung in Koblenz ist die sogenannte Untermosel. Charakteristisch sind die Mäander, insbesondere im Gebiet zwischen Bremm und Cochem, dem 'Cochemer Krampen'. Typisch sind an der gesamten Untermosel die Weinbergsterrassen. Daher nennt man diesen Bereich auch 'Terrassenmosel'.

Angrenzende Mittelgebirge

Von Trier an abwärts trennt die Mosel die beiden Mittelgebirge Eifel (nordwestlich) und Hunsrück (südöstlich).

Nebenflüsse der Mosel

Wichtige Orte an der Mosel

Name


Der Name Mosel leitet sich ab von der keltischen Namensform Mosea über lateinisch Mosella, das eine Verkleinerungsform von Mosa, der lateinischen Bezeichnung des anfangs parallel fließenden Flusses Maas darstellt. Zuerst wurde die Mosel von Tacitus in den ann. 13,53 und den hist. 4,71,77 erwähnt. Der römische Dichter Decimus Magnus Ausonius setzte ihr bereits im 4. Jahrhundert ein literarisches Denkmal. In diesem 371 entstandenen Gedicht, in Hexametern verfasst, beschreibt der spätantike Dichter und Lehrer am Trierer Kaiserhof eine Reise von Bingen über den Hunsrück an die Mosel und, deren Verlauf folgend, nach Trier. Ausonius' Bild von Mosel und Moseltal werden, nicht zuletzt dank der Politik der spätantiken Herrscher, als blühende und reiche Landschaften dargestellt.

Wirtschaft


Schifffahrt

Insbesondere Frankreich war interessiert an einer Befahrbarkeit der Mosel mit größeren Schiffen, um die lothringischen Industriegebiete anbinden zu können. Es erreichte per Vertrag mit der Bundesrepublik die Kanalisierung der Mosel und gestand Deutschland im Gegenzug die sogenannte Schlingenlösung am Oberrhein zu (anstatt eines Weiterbaus des Rheinseitenkanals). 1967 wurde die Mosel von Metz bis Koblenz als Schifffahrtsstraße mit 14 Schleusen freigegeben. Für die Schifffahrt ist die Moselkommission mit Sitz in Trier zuständig. Neben der Güterschiffahrt kreuzen Ausflugsschiffe zwischen den touristisch teilweise sehr intensiv erschlossenen Weindörfern und kleinen Städtchen der Mittel- und Untermosel.

Staustufen

Die Staustufen sind derart gebaut, dass sich an einem Ende des Stauwehrs eine Schiffsschleuse mit Fischtreppe und am anderen Ende ein Wasserkraftwerk befindet. Die Stauwehre und Wasserkraftwerke auf deutschem Gebiet werden in der Zentralwarte bei Fankel gesteuert.

Tourismus

Das Moseltal verfügt über einen durchgehenden Radweg, von Palzem an der luxemburgischen Grenze bis Koblenz ist der Weg auf 435 km durchgehend befahrbar. Jedes Jahr am Sonntag nach Pfingsten ist dies auf den 140 km zwischen Schweich und Cochem auch autofrei im Rahmen des "Happy Mosel"-Tages möglich. Anschluss in andere Richtungen bieten der Lahntal-Radweg, der Rheinradweg und der Ruwer-Hochwald-Radweg.

Eine Reihe bemerkenswerter Burgen und Ruinen zieren die Höhen über dem Moseltal, auch eine Besichtigungstour per Schiff lohnt sich.

Eine besondere Wanderung führt von Ediger-Eller aus über den Klettersteig Calmont nach Bremm durch den steilsten Weinberg Europas.

Weinbau

An der Mosel befindet sich ein wichtiges Weinbaugebiet, dessen deutscher Teil zum Gebiet Mosel-Saar-Ruwer zählt.

Das Landschaftsbild der Mosel ist geprägt von den angrenzenden Weinbergen. Besonders eindrucksvoll zeigen sie sich im Bereich der Mittelmosel, wo an den - am Calmont zwischen Ediger-Eller und Bremm bis zu 65 Grad - steilen Schieferhängen vor allem Riesling angebaut wird. Hier wachsen einzigartige Weine, die von vielschichtiger Mineralität geprägt sind. Der Weinbau an der Mosel befindet sich zur Zeit in einer Phase des Umbruchs. Mit viel Engagement und einer hochwertigen Ausbildung nimmt die junge Winzergeneration Abstand von der Massenproduktion alter Tage und konzentriert sich auf die Herstellung individueller Spitzengewächse des Rieslings, der hier ein weltweit einzigartes Qualitätspotential besitzt.

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Brücken über die Mosel


Eine (unvollständige) Liste findet sich unter Liste der Moselbrücken. Zu folgenden Brücken existieren eigene Artikel:

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Siehe auch


Literatur


  • Reinhold Schommers: Die Mosel. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2001, ISBN 3-77013741-8
  • Decimus Magnus Ausonius: Mosella. Lateinisch-deutsch. Herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Paul Dräger. Tusculum Studienausgaben. Artemis und Winkler, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7608-1380-1

Weblinks


Fluss in Frankreich | Fluss in Luxemburg | Fluss in Rheinland-Pfalz | Lothringen | Nebenfluss des Rheins

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