| Strukturformel | |
|---|---|
| 5288826 (engl.) | |
| Summenformel | C17H19NO3 |
| Allgemeines | |
| Name | Morphin |
| Verfügbarkeit | BtMG, Anlage 3 |
| Pharmakologie | |
| Kategorie | Analgetika (Schmerzmittel) |
| Gruppe | Opioid-Analgetika |
| Wirkung | |
Auch Menschen und Säugetiere können Morphin enzymatisch aus L-Tyrosin und L-Dopa aufbauen.
Im Vergleich zu anderen Ländern wird in Deutschland wenig Morphin verschrieben. Zum Beispiel ist die verordnete Gesamtmenge für Tumorpatienten in Dänemark siebenmal höher. Schätzungen zufolge könnten in Deutschland bis zu einer Million Menschen auf die Gabe von Opiaten angewiesen sein. Die 1996 verschriebene Menge an entsprechenden Medikamenten gewährleistete eine Behandlung von höchstens 150.000 Patienten.
Der Grund hierfür kann sowohl in der nach heutiger Lehrmeinung unbegründeten Angst vor starken Nebenwirkungen, als auch im bürokratischen Verschreibungsverfahren, das speziell zu beantragende Betäubungsmittelrezeptformulare erfordert, liegen. Umfragen Ende der 90er Jahre haben gezeigt, dass lediglich ein Drittel der niedergelassenen Allgemeinmediziner über die notwendigen BtM-Formulare verfügt, bei den Chirurgen waren es sogar nur 10%.
Die wesentlichste Nebenwirkung ist die Obstipation. Daher sollte bei jeder Morphintherapie ein Abführmittel mitverordnet werden. Bei chronischen Schmerzen sind retardierte Morphine zu bevorzugen.
Die Behandlung mit Morphin sollte nach den WHO-Prinzipien erfolgen, d. h. nach einem abgestuften Titrierplan, sowohl die Dosissteigerung wie auch die Dosisreduktion um Nebenwirkungen zu vermeiden.
Unerwünschte Nebenwirkungen sind:
Morphin unterdrückt den Hustenreiz (antitussive Wirkung). Zu Beginn der Therapie kommt es zu Übelkeit und Erbrechen, da Morphin direkt auf das Brechzentrum im Hirnstamm wirkt. Nach einiger Zeit lässt diese Nebenwirkung allerdings nach, da Morphin schließlich das Brechzentrum selbst lähmt.
Bei Patienten mit starken Schmerzen treten die meisten dieser Probleme in den Hintergrund, da der Schmerzreiz die Atmung stimuliert und so die eigentlich tödliche Atemlähmung praktisch nicht eintritt. Moderne Retardpräparate, die für konstante Wirkspiegel im Blut sorgen, minimieren die Suchtgefahr, die bei Patienten mit infauster (sehr schlechter bis hoffnungsloser) Prognose ohnehin keine Rolle spielt.
Die für einen durchschnittlichen Erwachsenen tödliche Morphindosis liegt bei oraler Aufnahme bei 0,2 g (bis 1,5 g bei Menschen mit einer Toleranz), nach parenteraler Applikation bei 0,1 g. Fuer Säuglinge können schon 2 bis 3 Tropfen Opiumtinktur tödlich sein.
Pflanzliche Droge | Arzneistoff | Opioid | Alkaloid
Морфин | Morfin | Morfin | Morphine | Morfino | Morfina | Morfiini | Morphine | מורפין | Morfin | Morfina | Morfín | Morfina | モルヒネ | Morfina | Morfine | Morfin | Morfin | Morfina | Morfina | Morfină | Морфин | Morfín | Morfin | มอร์ฟีน | 嗎啡