General-von-Bissing-3.jpg | Wappen-Bissing.jpg | General-von-Bissing-2.jpg Moritz Ferdinand von Bissing (* 30. Januar 1844 auf Ober Bellmannsdorf, Kr. Lauban, Niederschlesien; † 18. April 1917 in Trois Fontaines bei Brüssel, Belgien), am 31. März 1858 in den preußischen Freiherrenstand erhoben, war königlich preußischer Generaloberst der Kavallerie.
Bissing heiratete ca. 1872 (wohl) in Dresden Myrrha Wesendonck (* 7. August 1851 in Zürich, Schweiz; † 1888 in München), die Tochter des Kaufmanns Otto Wesendonck (1815-1896) und der Kaufmannstochter Agnes Luckemeyer (1828-1902), die später unter dem Namen Mathilde Wesendonck - Mathilde nannte sie ihr Ehemann - als Schriftstellerin und Freundin Richard Wagners bekannt wurde.
Sein ältester Sohn war der spätere Ägyptologe Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Freiherr von Bissing (1873-1956).
Ab 1908 lebte er im Ruhestand auf Gut Rettkau bei Groß Gräditz im Landkreis Glogau (Niederschlesien), wo er sich der Wohlfahrts- und Jugendpflege widmete.
Im 1. Weltkrieg war Bissing zunächst vom 2. August bis 23. November 1914 stellvertretender Kommandierender General des 7. Armee-Korps, war dann vom 24. November 1914 bis 18. April 1917 Generalgouverneur in Belgien ernannt und im Dezember 1914 zum Generaloberst befördert. Kaiser Wilhelm II. ernannte den 70jährigen General als Nachfolger von Generalfeldmarschall Colmar Freiherr von der Goltz zum Generalgouverneur und sollte deutschfreundliche Propaganda unter der flämischen Minderheit in Belgien betreiben. So leitete Bissing im Rahmen der Flamenpolitik die Zweiteilung Belgiens in flämische und wallonische Gebiete ein und förderte besonders die flämischen Gebiete in der Absicht, diese nach dem Krieg dem Reich anzugliedern. Am 1. Januar 1915 verbot er die Verlesung des Hirtenbriefs des Erzbischofs.
Bissing wurde im April 1917 auf dem Invalidenfriedhof zu Berlin begraben.
Er war Gründer des "Verein Mustersiedlungen für Kriegsbeschädigte". Im Jahr 1916 stiftete Bissing aus der Stiftung des Grafen Spee, die ihm zuvor übereignet worden war, ein Gelände aus dem Eigentum des Grafen. Auf diesem Gelände sollte die Siedlung Rheinisch-Bissingheim entstehen. Etwa zur gleichen Zeit begann der Bau der Siedlung Bissingheim in Hagen. Im Zuge der Eingemeindungen in Hagen wurde der Bissingheimer Damaschkehof in Bissinghof umbenannt.
Mann | Deutscher | Freiherr | Schlesier | Militärperson (Preußen) | Militärperson (Deutsches Reich) | Geboren 1844 | Gestorben 1917
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