| Morinda | ||||||||||||
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| P Morc D1252.JPG (Morinda citrifolia), Frucht]] | ||||||||||||
| : | Bedecktsamer (Magnoliophyta) |
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Asternähnliche (Rosidae) |
| : | Enzianartige (Gentianales) |
| : | Rötegewächse (Rubiceae) |
| : | Morinda |
Die Frucht (eigentlich ein Fruchtverband aus Steinfrüchten, da er sich aus vielen Einzelfrüchten zusammensetzt und sogar die Kelchblätter fleischig werden) ist essbar, schmeckt aber unangenehm faulig, nach ranzigem Käse. Fruchtfressende Fledermäuse werden dadurch angelockt und breiten die Samen aus. Industriell werden fast ausschließlich unreife Früchte verarbeitet, zudem, um den unangenehmen Geschmack zu überdecken, Ananas- oder Himbeeraroma zugesetzt. Es wird ein heilsamer Saft gewonnen. Seit alters her eine Medizinalpflanze der Tropen wurde sie seit einigen Jahren auch von westlichen Forschern untersucht und die Heilwirkungen wurden in weiten Teilen bestätigt. Unter den vielen Anwendungen sind hoher Blutdruck, Menstruationskrämpfe, Arthritis, Magengeschwüre, Verstauchungen und Verletzungen, Depression, Senilität, Verdauungsprobleme, Arteriosklerose, Drogenabhängigkeit, Blutgefäßerkrankungen, Tuberkulose und Asthma und ist antiseptisch und schmerzstillend. Junge Blätter können als Gemüse gekocht werden, sie dienen als Viehfutter und als Futter für Seidenraupen. Als Färbemittel dient die Rinde der Wurzel. In Deutschland kann man – nach langem hin und her – den Nonisaft seit 2003 laut Novel-Food-Verordnung der EU als Lebensmittel kaufen.