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Flagge_Maehrisch_Schlesien.png Moravskoslezský kraj
Region Mährisch-Schlesien
Karte Czech_Moravskoslezsky.png Basisdaten Verwaltungssitz: Ostrava (Ostrau) Größte Stadt: Ostrava PL: CZ-MO Einwohner: 1.262.660 (2002) Bevölkerungsdichte: 228 Einwohner/km² KFZ-Kennzeichen: T Geografie Fläche: 5.534 km² - davon Land: ? km² - davon Wasser: ? km² Ausdehnung: Nord-Süd: bis 54 km
West-Ost: 133 km Höchster Punkt: 1.491 m. ü. NN Tiefster Punkt: ? m. ü. NN Verwaltungsgliederung Bezirke: 6 Gemeinden: 302 Die Region Mährisch-Schlesien (tschechisch: Moravskoslezský kraj), eine Zeit lang auch Ostravský kraj (Ostrauer Gebiet) genannt, liegt im Nordosten der Tschechischen Republik. Im Norden und Osten grenzt es an Polen und im Südosten an die Slowakei. Innerstaatlich bestehen Grenzen zum Kreis Olomouc und Zlín. Zum Zweck der Entwicklung des Fremdenverkehrs und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit wurden vier Euroregionen gegründet: Beskydy, Praděd, Silesia und Těšínské Slezsko.

Statistische Kennzahlen 2002



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Fläche in km² Einwohner1) Durchschnittsalter Anzahl Gemeinden
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okres Bruntál 1.658 104.480 37,5 71
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okres Frýdek-Místek 1.273 226.592 38,6 77
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okres Karviná 347 277.244 38,4 16
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okres Nový Jičín 918 159.473 37,8 57
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okres Opava 1.144 180.769 38,5 80
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okres Ostrava-město 214 314.102 39,0 1
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1)am 31. Dezember 2005
Anteil am Bruttoinlandsprodukt (2001): 10,4 % Arbeitslosenquote (2002): 15,9 %

Landschaft


Moravskoslezský kraj ist landschaftlich vielfältige Region. Im Norden befinden sich die Massive des Hrubý Jeseník mit dem höchsten Berg Mährens Praděd (1.491 M.ü.M.), die langsam übergeht in Nízký Jeseník, Hochtalbeau und schließlich in die Oderské vrchy. Die Mitte der Region bilden die dicht besiedelten Gegenden der Ebene um Opava, Die Ostravská pánev (Ostrauer Pfanne) und Moravská brána (Mährisches Tor). Im Südosten wird die Landschaft wieder bergig durch Beskydy. Die Fläche nimmt 5.535 km² ein, 7 % der Gesamtfläche Tschechiens. Mehr als die Hälfte kann landwirtschaftlich genutzt werden, 35 % nehmen Waldgebiete ein. Neben Naturreichtum findet man im Kreis auch viele Rohstoffe wie Schwarzkohle, Erdgas, Kalkstein, Granit, Marmor, Schiefer, Gipsstein, Schottersand, Sand und Ziegellehm. Der wichtigste Fluss ist der in Odergebirge entspringende Fluss Odra. Dort wo Odra und Olše zusammenfließen, befindet sich auch der tiefste Punkt der Region mit 195 M.ü.M. Beskydy, Jeseníky und Poodří gehören neben weiteren 131 kleinen Gebieten zu den staatlich geschützten Naturparks.

Demografie


Mit 1,26 Millionen Einwohnern ist er der bevölkerungsreichste Kreis Tschechiens und ist mit 302 Gemeinden ebenfalls Spitzenreiter in Tschechien. Die Bevölkerungsdichte ist beinahe doppelt so hoch wie in anderen Kreisen. 23 % der Bevölkerung lebt in Städten mit mehr als 5000 Einwohnern, 60 % und Städten mit mehr als 20000 Einwohnern, einmalig in Tschechien. Die größten Städte sind die Kreisstadt Ostrava (314 Tausend Einwohner), Havířov (85 Tausend Einwohner), Karviná (61 Tausend Einwohner), Opava (60 Tausend Einwohner) und Frýdek-Místek (61 Tausend Einwohner). In der Region kommt es neben einem Geburtenrückgang zu einer Überalterung der Bevölkerung. Ebenfalls negativ ist das Wanderungssaldo.

Umwelt


Der Kreis gehört, trotz erheblicher Investitionen von 11 Milliarden Kronen, weiterhin zu den Kreisen mit den meisten Umweltschäden in Tschechien. Große Probleme gibt es mit der Rekultivierung der Landschaft und der Reinigung des Grundwassers.

Wirtschaft


Bereits zu Zeiten Österreich-Ungarns im 19. Jahrhundert war die Gegend stark industrialisiert und gehört zu den wichtigsten Industriegebieten Mitteleuropas. Die Ausrichtung auf Schwerindustrie bringt heute jedoch viele soziale Probleme mit sich, seit sich dieser Wirtschaftszweig nicht mehr weiter entwickelt. Mit 10.4 % trägt er aber immer noch als zweitstärkster Kreis nach Prag zum Bruttoinlandsprodukt bei. Heute wird hier der gesamte Roheisenbedarf, 92 % des Stahlbedarfs und 98 % des Koks Tschechiens, produziert. Auch die Förderung der Schwarzkohle findet nur noch hier statt. Weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist die Energiewirtschaft, Gaserzeugung, die Nutzfahrzeugindustrie sowie die Tabak- und Nahrungswirtschaft.

Arbeitsmarkt


Trotz des Rückgangs der Produktion in der Schwerindustrie und dem Rückgang der Kohlereserven, arbeiten in der Industrie 536.000 Menschen, weitere 13% im Handel. Der Bruttolohn ist etwa eintausend Kronen niedriger als im Landesdurchschnitt. Am meisten verdient man in der Finanzwirtschaft, am wenigsten im Gastgewerbe, der Landwirtschaft und der Textilindustrie. Die Wirtschaftsstruktur bringt auch erhebliche Probleme bei der Bewältigung der Arbeitslosigkeit. Knapp 12,6 % sind ohne Beschäftigung, der Anteil der Langzeitarbeitslosen beträgt knapp die Hälfte.

Verkehrsinfrastruktur


Der Kreis ist immer noch ohne Autobahn. Zwar wurde mit dem Bau der D 47 begonnen, bis zur Fertigstellung wird der Verkehr weiterhin über die internationalen Strassen Opava – Ostrava – Český TěšínMosty u Jablunkova und Nový Jičín – Frýdek-Místek – Český Těšín abgewickelt. Modernisiert wird auch das Schiennetz; die Fertigstellung soll 2005 erfolgen. In Monmšov gibt es einen internationalen Flughafen mit einer Landebahn von 3600 Metern.

Soziale Einrichtungen


In 458 Grundschulen werden 131 Tausend Schüler unterrichtet. Hinzu kommen 36 Gymnasien, 85 Mittelfachschulen, 56 Berufsschulen, 10 Fachhochschulen und 4 Hochschulen in Ostrava und Opava mit 14 Fakultäten und 25 Tausend Studenten. Auf einen Arzt kommen 284 Einwohner. Daneben stehen 7900 Betten in 20 Krankenhäusern und 3100 Betten in Fachinstituten zur Behandlung von langwierigen Krankheiten zur Verfügung. Hinzu kommen 10.000 Altenplätze.

Kultur


Traditionelles Kulturzentrum ist die Kreisstadt. Im Kreis agieren 19 Theater, 63 Museen, 99 Galerien und 63 Kinos, 429 Büchereien, 113 Stadions, 26 Winterstadions und Hunderte von Sportplätzen, Sporthallen und Bädern. In Ostrava hat ihren Sitz auch das Janáček Symphonieorchester. Im Norden des Kreises werden Kuraufenthalte angeboten, sowie ein weites Netz von Radwegen und im Winter jegliche Art von Wintersport. Im Kreis gibt es auch viele historische Denkmäler, wie das Zentrum der Städte Příbor, Nový Jičín und Štramberk). Aber auch bauliche Denkmäler sind hier zu finden wie die Schlösser in Hradec nad Moravicí, Radun, Kravaříce na Opavsku oder Fulnek. Zu bedeutenden Burgen gehört Sovinec bei Rýmařov, Starý Jičín und Hukvaldy in den Beskiden. Technisch Interessierte finden interessante Ausstellungen im Technischen Automobilmuseum in Kopřivnice, Wagonmuseum in Studénka, Bergbaumuseum in Ostrava-Petřkovice und anderen Orten.

Bezirksstädte


Bezirke / Okresy


Größte Städte


Stadt Einwohner
(31. Dezember 2005)
Ostrava 310.078
Havířov 84.427
Karviná 63.385
Frýdek-Místek 59.682
Opava 59.426
Třinec 37.841
Orlová 33.717
Nový Jičín 26.271
Český Těšín 25.913
Krnov 25.282
Kopřivnice 23.314
Bohumín 23.028
Bruntál 17.568
Hlučín 14.201
Frenštát pod Radhoštěm 11.201
Studénka 10.261
Frýdlant nad Ostravicí 9.698
Rýmařov 8.943
Příbor 8.764
Bílovec 7.511
Odry 7.349

siehe auch Liste deutscher Bezeichnungen tschechischer Orte

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