Die Moosalb (auch Moosalbe) in der Pfalz (Bundesland Rheinland-Pfalz) ist ein Gewässer VI. Ordnung.
Verlauf und Zuflüsse
Die Moosalb entspringt im Herzen des
Pfälzer Waldes westlich der
Hauptwasserscheide in etwa 450 m Höhe zwischen
Trippstadt und dessen Ortsteil
Johanniskreuz. Zunächst fließt sie ungefähr nach Westen, dann nach Süden. Nach 24 km Lauf mündet sie bei
Waldfischbach-Burgalben in den
Schwarzbach.
Der stärkste Zufluss der Moosalb ist der 12 km lange Aschbach, der - wie die Moosalb aus dem Pfälzer Wald kommend - beim Bahnhof Karlstal von rechts her einmündet. Bei Steinalben mündet ebenfalls von rechts her die Steinalb, die ihren Ursprung allerdings auf der Sickinger Höhe hat.
Sehenswürdigkeiten
Karlstal
Von der Aschbachmündung etwas weiter moosalbaufwärts endet das
Karlstal, eine weitgehend naturbelassene
Felsenschlucht, die zu den bedeutendsten touristischen Attraktionen des Pfälzer Waldes gehört. Der Wanderweg mit kleinen Holzbrücken und einem hölzernen
Pavillon ist so geschickt in das Tal eingepasst, dass er den naturnahen Gesamteindruck sogar noch verstärkt.
Klug'sche Mühle
Die historische
Klug'sche Mühle an der Moosalb, nahe beim unteren Ende des Karlstals, wurde bei der Restaurierung zu einem Gastronomiebetrieb umgestaltet und besitzt wie die Umgebung reizvolle Fotomotive. Bevor sie
1842 ins Eigentum der Familie Klug gelangte, deren Nachfahren sie noch heute bewirtschaften, hieß sie
Wilensteiner Mühle.
Burg Wilenstein
Rechts oberhalb des Karlstals liegt 400 m hoch die
Ruine der
Burg Wilenstein, die in der Mitte des
12. Jahrhunderts erbaut wurde. Das heutige
Jugendheim Burg Wilenstein bietet als
Schullandheim Schulklassen und Jugendgruppen Gelegenheit zu Gemeinschaftsaufenthalten.
Trippstadter Schloss
Das
Trippstadter Schloss, in
barockem Stil aus dem roten
Buntsandstein der Region erbaut, entstand von
1764 bis
1767 nach Plänen und unter der Leitung des
Zweibrücker Architekten
Sigmund Jacob Haeckher. Der zugehörige
Schlosspark war ursprünglich streng geometrisch im
Versailler Stil angelegt und viel größer als heute.
Brunnenstollen
Der Trippstadter
Brunnenstollen ist ein Wassertunnel. Er wurde
1767 fertiggestellt und diente dazu, verschiedene Quellen zu sammeln und durch einen begehbaren Tunnel zum Schloss und in den übrigen Ort zu leiten. Die Anlage, wie in der
Antike im
Gegenort-Tunnel-Verfahren errichtet, versorgte bis
1965 die Gemeinde mit
Trinkwasser. Er gilt als in Europa einmaliges
Baudenkmal.
Eisenhüttenmuseum
Das
Eisenhüttenmuseum Trippstadt dokumentiert die Blütezeit der
Eisenverhüttung, die Trippstadt um die Mitte des
19. Jahrhunderts erlebte.
Weblinks
Fluss in Rheinland-Pfalz | Trippstadt