- bgcolor="#EFEFEF" | montserrat flag 300.png | (Details) | Amtssprache | Englisch | Hauptstadt | Plymouth (verlassen), Brades | Status | Britisches Überseegebiet | Staatsoberhaupt | Elisabeth II. | Gouverneur | Deborah Barnes-Jones | Regierungschef | John Osborne | Fläche | 102 km² | Einwohnerzahl | 9.341 (Stand Juli 2005) | Währung | Ostkaribischer Dollar | Zeitzone | UTC-4 | Internet-TLD | .ms | Vorwahl | +1 664 | Karibik Montserrat Position.png | Karte Montserrat.png |
Die britische Kronkolonie gehört zu den Inseln der kleinen Antillen und ist vulkanischen Ursprungs, die letzte Phase größerer Aktivität des Soufriere Hills wurde nach 400-jähriger Pause 1995 registriert. Geowissenschaftler gehen von einem großen Ausbruch vor 20.000 Jahren aus.
2/3 der Insel sind aufgrund des Vulkanausbruchs Sperrgebiet. Ein Befahren der Küstengewässer ist riskant, da keine aktuellen Seekarten vorliegen. In weitem Umkreis auf See ist ein starker Geruch nach Schwefelwasserstoff wahrnehmbar. (April 2005). Ein Umkreis von 10 Seemeilen gilt als komplettes Sperrgebiet, auch gilt der Vulkan noch immer als so aktiv, dass über Seefunk noch mehrmal täglich die aktuelle Bedrohung mitgeteilt wird.
In Montserrat herrscht tropisches Klima mit Temperaturen zwischen 23 und 30 ºC ohne ausgesprochene Regen- oder Trockenperioden.
Christoph Kolumbus entdeckte die Insel 1493 und benannte sie nach einem bekannten Kloster auf dem Berg Montserrat in Spanien. 1632 wurde Montserrat von Engländern und Iren besiedelt. Von 1871 bis 1956 gehörte Montserrat zur Föderation der Inseln über dem Winde, 1958 wurde sie Mitglied der Westindischen Föderation. Nach Auflösung der Föderation 1962 entschieden sich die Inselbewohner in einer Abstimmung dazu, britische Kronkolonie zu bleiben.
Ein Großteil der Insel wurde durch eine Reihe von Ausbrüchen des Vulkans Soufriere Hills, die am 18. Juli 1995 begannen, verwüstet. 75 % der Bevölkerung floh von der Insel. Die Hauptstadt Plymouth wurde 1997 aufgrund der Vulkanausbrüche offiziell aufgegeben. Ein Übergangsregierungssitz wurde in Brades, am nordwestlichen Ende der Insel errichtet.
Es besteht Linksverkehr.
Montserrat ist eigenständiges Mitglied der FIFA und der CONCACAF und nimmt mit einer eigenen Mannschaft an deren Wettbewerben teil. In der Regel verliert Montserrat sehr hoch und steht traditionell auf einer der letzten Positionen der FIFA-Weltrangliste. Ein interessantes Porträt des Fußballs auf Montserrat bietet der Dokumentarfilm "The Other Final", der über das im Jahre 2002 parallel zum WM-Finale stattfindende Länderspiel gegen den damaligen Vorletzten der FIFA-Weltrangliste Bhutan berichtet. Montserrat verlor das Spiel in Bhutan mit 4:0.
In der 80er Jahren saßen auf Montserrat die "Air Studios", in denen eine ganze Reihe renommierter Künstler berühmte Alben aufgenommen haben, so die Dire Straits, Sting oder Eric Clapton. Viele dieser Künstler nahmen im September 1997 in der Londoner Royal Albert Hall am Benefizkonzert "Music for Montserrat" zugunsten der Insel teil.
Insel (Karibik) | Abhängiges Gebiet (Großbritannien) | Montserrat
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