Hier der konkrete Grund, warum dieser Artikel auf den QS-Seiten eingetragen wurde: zahlreiche Fehler, siehe Montmartre Désirée2 01:20, 19. Mai 2006 (CEST)
Der Montmartre-Hügel (frz. Butte Montmartre) im nordöstlichen Teil von Paris (18. Arrdt.) ist die höchste natürliche Erhebung der Stadt. Sein Wahrzeichen ist die schon von weitem sichtbare Basilika Sacré-Cœur. Auf den Hügel führen die berühmten Treppen und die Standseilbahn Funiculaire de Montmartre.
Das hier angesiedelte ehemalige Dorf Montmartre war im 19. Jahrhundert eine küstlerische und literarische Hochburg und beliebtes Auflugsziel. Heute ziehen die Künstler, die auf der Place du Tertre ihre Arbeiten ausstellen und Porträts, Karikaturen und Scherenschnitte anfertigen, vornehmlich Touristen an. Eine weitere Attraktion ist der Weinberg, dessen eher säuerliche Tropfen eine eingeschworene Gemeinde des Künstlermilieus anbaut. Vor einigen Jahren weckte der erfolgreichen Kinofilm Die fabelhafte Welt der Amélie neues Interesse bei Einwohnern und Fremden für den Montmartre, der dem Film als Schauplatz diente.
Um das Jahr 272 herum wurden der Bischof Denis (Schutzpatron von Paris), der Priester Rustikus und der Erzdiakon Eleutherius hier enthauptet.
Der Sage nach nahm Saint Denis nach seiner Enthauptung seinen Kopf, wusch ihn in einer Quelle und marschierte ungefähr 6 Kilometer bis zum heutigen Ort Saint-Denis. Deshalb war Montmartre im Mittelalter ein wichtiges, dem Saint Denis geweihtes Wallfahrtszentrum.
In dieser Epoche begann man auch mit dem Bau von Windmühlen, um den Gips zu mahlen, und große Weingärten wurden angelegt.
Aufgrund der Arbeiten des Barons Haussmann, die das Leben in Paris extrem verteuerten, wuchs die Bevölkerung in Montmartre schnell an. Viele Arbeiter, aber auch angesehene Familien ließen sich nun hier nieder.
Der Gipsabbau entwickelte sich zum wichtigsten Wirtschaftszweig Montmartres. Der Place Blanche wurde nach dem so häufig vorkommenden Gestein benannt. Viele neue Gipsmühlen wurden errichtet.
Am 6. Juni 1859 wurde Montmartre von Paris eingemeindet, behält aber dennoch seine eigene Identität. Ein Jahr nach der Eingemeindung hat Montmartre ungefähr 57.000 Einwohner.
Im März 1871, nach Beendigung des deutsch-französischen Krieges, wird Montmartre zum Ausgangspunkt und zur Geburtsstätte der Pariser Kommune. Nach gewaltsamer Beendingung der Pariser Kommune im Mai 1871 durch die französische Regierung, mit über 30.000 Toten auf Seiten der Kommunarden, hat die französische Nationalversammlung 1873 den Bau eines Bauwerkes bzw. einer Kirche zur Erinnerung an die Befreiung Frankreichs von der Pariser Kommune just auf dem Hügel von Montmartre beschlossen. Drei Jahre später begann der Bau. Die Bauzeit dauert 30 Jahre.
Bei der Sprengung von Gipsminen durch Regierungstruppen zur Zeit der Kommune sollen hunderte Kommunarden, die sich dort versteckt hielten, verschüttet worden sein.
Im 19. Jahrhundert zog der noch ländliche Montmartre zahlreiche Künstler an, die hier ein freieres und billigeres Leben führen konnten als im Zentrum der Stadt. Hier lebten und wirkten unter anderen Renoir, Van Gogh, Steinlen, Toulouse-Lautrec, Suzanne Valadon und ihr Sohn Utrillo, später auch Picasso, Braque und Modigliani. Beliebte Anlaufpunkte der Künstler und der Pariser Ausflügler waren Gaststuben, Kabaretts und Tanzlokale wie zum Beispiel "La Mère Catherine" (seit 1793), "Le Billard en Bois" (heute La Bonne Franquette), "Au Rendezvous des Voleurs" (1860, heute Le Lapin Agile), Le Moulin de la Galette (Vergnügungslokal seit 1870), Le Chat Noir (1881) und Le Moulin Rouge (1889).
1929 fusionnierte am Montmartre die von Bernard Natan gegründete, seit 1926 in dem ehemaligen Warenhaus "Grand Bazar" (6 rue Francoeur) ansässige Firma "Rapid Film", die zunächst ein Filmlabor gewesen war, sich dann auf die Herstellung von Werbefilmen spezialisierte und seit 1927 über ein eigenes Filmstudio verfügte, mit dem Unternehmen Pathé. Aus den so entstandenen Pathé-Studios gingen Hunderte von französischen Filmen hervor, bevor sie in der Mitte der 90er Jahre ihre Aktivitäten einstellten. Seit 1994 beherbergen die Räumlichkeiten die bekannte Filmhochschule La fémis.
Die wenigsten der Künstler, die den Ruhm Montmartres begründet haben, sind dort auch geboren worden. Deswegen werden hier Künstler aufgeführt, die am Montmartre und in der unmittelbaren Umgebung gelebt und gewirkt haben, in der chronologischen Reihenfolge ihres Geburtsjahres.
Galette-Renoir.jpg | Lautrec ambassadeurs, aristide bruant (poster) 1892.jpg
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