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Der Monte Kaolino ist ein aufgeschütteter Berg bei Hirschau in der Oberpfalz. Er ragt 120 Meter hoch aus der Umgebung und besteht – entgegen seinem Namen – aus rund 35 Millionen Tonnen Quarzsand. Der Quarzsand ist ein Abfallprodukt des Kaolinabbaus im Raum Hirschau. Bei der Gewinnung von Kaolin wird dieses aus dem Sand-Ton-Gemisch ausgeschieden. Ein Teil des verbleibenden Sandes wird für die Glas- und Bauindustrie verwendet. Ein großer Teil wird aber ungenutzt abgelagert. So entstand der Monte Kaolino, der auch heute in der seitlichen Ausdehnung noch immer weiter wächst, da über lange Förderbandstrecken weiterhin Sand am Nordhang des Monte Kaolino deponiert wird.

Am Südhang errichtete die Stadt Hirschau schon in den Sechziger Jahren ein Freizeitgelände mit Freibad, Restaurant, Kinderspielplatz und Campinganlage. Der Sandhang eignet sich auch zum Skifahren und verfügt über eine Schleppliftinstallation, die Monte Kaolino Bahn. Alljährlich finden dort internationale Meisterschaften im Sandski- und Sandboardfahren statt. Auch Kletterer können den Gipfel ersteigen und die Aussicht genießen. Das Steigen fällt jedoch sehr schwer, da der Sand bei jedem Schritt nachgibt.

Monte Kaolino Seilbahn


Die Monte Kaolino Bahn wurde 1956 von der Firma Doppelmayer erbaut. Die beiden Wagen der Standseilbahn, welche einen Höhenunterschied von 109 Metern überwindet, fassen maximal 9 Personen.

Berg in Bayern

 

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