| Wappen | Karte |
|---|---|
| Monschau_Wappen.png | Lage der Stadt Monschau in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Kreis: | Aachen |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 517 m ü. NN |
| Fläche: | 94,620 km² (31. Dezember 2003) |
| Einwohner: | 12.995 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 138 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 52156 |
| Vorwahl: | 02472 |
| Kfz-Kennzeichen: | AC |
| Gemeindeschlüssel: | 0 5 35 40 20 |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Laufenstraße 84 52156 Monschau |
| Offizielle Website: | www.monschau.de |
| E-Mail-Adresse: | info@monschau.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Theo Steinröx (CDU) |
1352 bekam Montjoie Stadtrechte. Die Herrschaft Monschau ging nach dem Tode Johann III. von Schönforst-Montjoie 1433 an das Herzogtum Jülich über.
Obschon erst wallonisch, verdeutschte die Stadt im Dreißigjährigen Krieg durch eine Flut von protestantischen deutschsprachigen Flüchtlingen und Tuchmachern auf der Suche nach Religionsfreiheit.
Im Jahre 1918 wurde durch kaiserlichen Erlass der Name Montjoie in Monschau geändert.
Bis in das 19. Jahrhundert hinein dominierte hier die Textilindustrie, deren Anfänge bis in das 16. Jahrhundert zurückgehen und die ihre Blütezeit im 18. Jahrhundert erlebte. Die letzte Textilfabrik in Monschau war die Streichgarnspinnerei "Rheinische Wollwerke Monschau", die 1982 den Betrieb einstellte. In deren Gebäuden am "Burgau" sind heute der Monschauer Handwerkermarkt, eine römische Glashütte und das Monschauer Stadttheater untergebracht.
Von 1815 bis 1972 war Monschau Kreisstadt des Kreises Monschau.
Monschau ist Mitglied in der Städteregion Aachen.
Hauptattraktionen im Monschauer Jahr sind die Monschau Klassik auf der Monschauer Burg, Happy Halloween Ende Oktober, Monschau Halali – ein großes Fest rund um Jagd und Naturschutz im November - sowie der Monschauer Weihnachtsmarkt, der alljährlich von zehntausenden Gästen besucht wird.
Der Name wird das erste Mal 1361 erwähnt. Der Name geht zurück auf einige Einzelhöfe "auf den Hoven". Charakteristisch für den Ortsteil Höfen sind die haushohen Rotbuchenhecken. Höfen liegt eifeltypisch auf der Höhe. Die bis zu 10 m hohen Hecken schützen vor den heftigen Winden und verhindern so im Winter das Auskühlen des dahinter liegenden Hauses. Buchenhecken verlieren ihr welkes Laub erst im Frühjahr, mit dem Neuaustrieb.
1954 Einwohner (31. Dezember 2004) HIMO.jpg
Gegründet von Tuchmachern liegt Imgenbroich direkt oberhalb von Monschau auf den Eifelhöhen; die einheimische Tuchmacherfamilie Offermann (um 1670) war maßgeblich an der Entwicklung beteiligt. Die Blütezeit lag zwischen 1770 und 1790: Die wenigen, aber bedeutenden evangelischen Familien bauten sich nach der Kirche in Menzerath (1683) eine eigene Kirche in Imgenbroich. Die heutige katholische Kirche geht auf einen Kapellenbau von 1690 zurück.
In der Vergangenheit wurde auch Konzen von hier aus verwaltet. Imgenbroich ist das Einkaufs- und Industriezentrum Monschaus. Im dortigen Industriegebiet befindet sich unter anderem das HIMO (Handwerker-Innovationszentrum Monschau), das jungen Betrieben und Existenzgründern Büro- und Produktionsräume bietet. Außenstehende kritisieren oft, dass große Teile des Gebäudes leerstehen oder nicht, wie ursprünglich vorgesehen, handwerkliche Betriebe beschäftigen. Weiterhin befindet sich im Ortsteil Hargard die zweite Jugendherberge Monschaus.
2537 Einwohner (31. Dezember 2004)
Kalterherberg ist der größte Ort in der Stadt Monschau. Der Name charakterisiert den Ort. Direkt am Hohen Venn gelegen, bekommt dieser Grenzort zu Belgien als erster das schlechte und kalte Wetter ab. In einer Urkunde von 1391 taucht erstmal der Name "Kalde Herberge" auf, woraus sich wohl das Dorf entwickelte. Um 1550 gab es bereits eine Kapelle die dem hl. Lambertus geweiht war. Beim Durchwandern des Dorfes kann man die typischen Hausformen der Venndörfer bewundern: das auf eine Urform zurückgehende Steinhaus mit Kamin und Eingang im Giebel bei beidseitig tief herunter gezogenem Dach, sowie die fränkische Form mit dem Eingang an der Längsseite und dem mitten im Haus stehenden Kamin, ferner ein aus Torflagerhallen entwickeltes Langhaus. Auffällig ist die zweitürmige große Kirche, Eifeldom genannt, erbaut 1904.
2431 Einwohner (31. Dezember 2004)
Der Stadtteil Konzen liegt im nordwestlichen Bereich des Stadtgebietes unmittelbar an der belgischen Grenze und am Hohen Venn. Neben Imgenbroich und Höfen führt auch durch Konzen Bundesstraße 258, die Aachen über Monschau mit der Stadt Trier verbindet.
Konzen ist ist der älteste Teil Monschaus. Von hier aus wurden Burg und Stadt Monschau gegründet. Er wurde erstmals im Jahre 888 urkundlich erwähnt und war über Jahrhunderte hinweg Sitz der Verwaltung. In seiner Gemarkung findet sich ein Gutshof aus fränkischer Zeit. Mit der Pankratius-Kapelle besitzt Konzen das älteste Bauwerk in der Region, die Grundmauern sowie der Taufstein werden ebenfalls in die karolingisch-fränkische Zeit datiert. Die Gemeinde Konzen war bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1972 eigenständig und gehörte damals zum Amt Imgenbroich im Kreis Monschau.
Nach umfangreichen Zerstörungen in der Spätphase des zweiten Weltkrieges haben sich zunächst die bäuerlich-dörflichen Strukturen eines Eifeldorfes wieder gebildet. Durch die zunehmende Motorisierung erfuhr Konzen in den vergangenen 30 Jahren einen erheblichen Bevölkerungsaufschwung durch Zuzüge und Arbeitspendler nach Aachen.
Neben den Wetterschutzhecken aus Buchen bilden Wanderungen im Hohen Venn die touristischen und landschaftlichen Höhepunkte des Ortes.
Kaiser_Karls_Bettstatt.JPG Mützenich liegt an der belgischen Grenze, im Einzugsbereich des Hohen Venns, unterhalb der höchsten Erhebung des Kreises Aachen, dem Stehling (659 Meter ü. NN).
Der Ortsname Mützenich weist möglicherweise auf eine römische Ansiedlung hin: Mutiniacum. Um 1783 wurde unter einem Knüppeldamm im Venn die Leiche eines römischen Legionärs in voller Rüstung gefunden. Der römische Helm ist Teil des Gemeindewappens. Mützenich ist eines der sehenswürdigsten Dörfer Nordrhein-Westfalens und wurde mehrfach mit dem Titel "Golddorf" ausgezeichnet. Industrie und Gewerbe sind nicht ansässig bzw. sehr gering. Das Geschäftsleben bestimmen hauptsächlich kleinere Handwerksbetriebe und eine Vielzahl von Milch- und Fleischbauern. Der größte Teil der Bevölkerung arbeitet hauptsächlich in Aachen und Umgebung. Nur wenige arbeiten ortsnah in Imgenbroich im Gewerbepark. Auch ist ein großer Teil der Bevölkerung aus Aachen und Umgebung zugezogen.
Mützenich ist als beliebtes Ziel für Langläufer bekannt. Zahlreiche Loipen führen - oft abseits der Wege - in idyllischer Ruhe entlang des hohen Venns. Auch im Sommer bietet Mützenich zusammen mit dem hohen Venn wunderbare Wanderwege. Mützenich ist von Aachen in ca. 20 Min zu erreichen.
Ein markanter Punkt ca. 1 km nördlich des Ortes ist Kaiser-Karls-Bettstatt, unweit des Stehlings, von wo aus einer der Hauptwege ins Hohe Venn führt. Die Legende besagt: Als Kaiser Karl der Große sich eines Tages auf der Jagd verirrte, soll er an diesem Findling sein unfreiwilliges Nachtlager aufgeschlagen haben. Mit etwas Fantasie sind Einkerbungen zu erkennen, wo ein Körper mit Kopf und Füßen aufgelegen haben könnte. Nach diesem Abdruck hätte diese Gestalt allerdings fast 3 m groß sein müssen.
747 Einwohner (31. Dezember 2004)
Der Name weist auf die Entstehung aus einer Rodung hin. Ursprünglich lebten hier Waldbauern, die unter anderem Holzgefäße (sog. "Schottele") herstellten, die zum Absetzen von Rahm genutzt wurden.
In Rohren ist das Sommer- und Wintersportzentrum Monschaus angesiedelt. Bei ausreichend Schnee erschließen im Winter Lifte einen Steilhang, der zur Rur abfällt, als kleines Skigebiet. Von Anfang April bis Ende Oktober ist eine 751 m lange Rodelbahn aus Edelstahl in Betrieb.
Der Weiler Widdau liegt nördlich von Rohren in einer Hanglage über dem Rurtal. Mit kaum 80 Einwohnern erlangte es in den achtzigern und neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts eine gewisse Berühmtheit durch den WDR. Damals meldete sich der Kabarettist Hubert vom Venn (fiktiv) ein mal wöchentlich aus der einzigen Telefonzelle des Dorfes „Live aus der Telefonzelle in Widdau“.
Zu zwei Terminen im sehr zeitigen Frühjahr treffen sich Kanuten seit etwa 50 Jahren in Monschau zu internationalen Veranstaltungen, einem Slalom und einem Wildwasserrenennen. Letzteres ist das nördlichste in Deutschland. Die Termine im Frühjahr resultieren daraus, dass nur zu diesem Zeitpunkt der Wasserstand in der Rur die Rennen zulässt. Zusätzlich wird in der Regel Wasser aus der Perlenbachtalsperre abgelassen, um den Pegelstand zu erhöhen. Künstliche Hindernisse im Fluss erhöhen die Schwierigkeiten zusätzlich.
Der Bundesnachrichtendienst (BND) betreibt im Ortsteil Höfen eine Abhöranlage unter dem Decknamen der "Bundesstelle für Fernmeldestatistik". Hier wurde zu der Zeit, als Bonn Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland war, Funkverkehr ausländischer Botschaften abgehört. Die Anlage ist weiterhin im Betrieb, könnte aber mittlerweile zusätzliche oder andere Aufgaben erhalten haben.
Auf dem Gebiet der Gemeinde befinden sich zahlreiche Bunkerruinen und Panzersperren des ehemaligen Westwalles.
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