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Eine Monomanie (von griechisch μóνος (mónos) = ein und μανíα (manía) = Raserei, deutsch etwa: Einzelwahn) auch monomane Attacken oder Störung der Impulskontrolle ist eine psychische Störung, bei welcher es zu einem unwiderstehlichen Drang kommt etwas zu tun. Der Erkrankte verliert entweder teilweise oder gänzlich die Kontrolle über sich selbst. Dadurch kommt es zu Verhaltensweisen, die andere Personen oder den Erkrankten selbst schädigen. Typisch ist das wiederholte anfallsartige und plötzliche Auftreten.

Die Monomanie kann nicht als eigenständiges Krankheitsbild gesehen werden, sie ist vielmehr ein Symptom einer psychiatrischen Erkrankung, nach der gezielt gesucht werden muss.

Kriterien zur Diagnosestellung einer Monomanie:

  • Verlust der Kontrolle
  • Schädigung anderer Person oder Selbstschädigung
  • Unmittelbar vor dem Ausführen der Handlung kommt es zu einem intensiven Gefühl der Spannung oder Erregung
  • Während der Handlung empfinden die Erkrankten oftmals eine Befriedigung oder Erleichterung (manchmal wird dadurch sexuelle Erregung hervorgerufen)
  • Nicht obligat: Nach der Handlung können Schuldgefühle oder Reue vorliegen

Monomanien können im Zuge von Persönlichkeitsstörungen, Sucht, affektiven Störungen, Sexualstörungen oder Essstörungen oder bei organischen Psychosyndromen auftreten.

Subtypen der Monomanie


Pyromanie

Die Pyromanie ist gekennzeichnet durch das Krankhafte legen von Feuer.

Pyromanie ist ein Verhalten, das charakterisiert ist durch häufige - vollendete oder versuchte - Brandstiftungen an Häusern oder anderen Objekten OHNE verständliches oder erkennbares Motiv.

Wichtig: Keine einheitliche psychopathologische Symptomatik!

Kleptomanie

Bei der Kleptomanie können die Erkrankten dem Drang Gegenstände zu stehlen nicht widerstehen. Das Stehlen dient hier jedoch nicht der Bereicherung.

Wichtig: Vernünftige Motivationen zum Stehlen fehlen.

Der Begriff "Kleptomanie" ist jedoch aus empirischen wie theoretischen Gründen VERALTET!

Spielsucht

Beim pathologischen Spielen verlieren die Erkrankten die Kontrolle, sie können ihrer Spielsucht nicht widerstehen. Häufig kommt dies beim Glücksspiel vor. Die Symptome und Folgen ähneln denen von Suchtkranken: Es kommt zum Kontrollverlust, sozialem Abstieg durch Vernachlässigung der sozialen Pflichten, zu Geldmangel und eventuell zu Beschaffungskriminalität.
Die Internet-Sucht oder Online-Sucht sei an dieser Stelle erwähnt, da hier ähnliche Symptome, wie bei der Spielsucht auftreten.

Trichotillomanie

Krankhaftes, mit Erregung verbundenes Aussreißen der Körperhaare.

Dipsomanie

Die Dipsomanie bezeichnet das anfallsartige Trinken von Alkohol.

Nymphomanie

Diese Störung steht für die übermäßige sexuelle Betätigung von Frauen.

Poriomanie

Der unwiderstehliche, plötzlich auftretende Drang in die Weite zu ziehen. Sie tritt gehäuft bei Jugendlichen auf.

Weitere Formen

Weiters können Einkaufswut sowie Sammelwut zu den Monomanien gerechnet werden.

Psychische Störung

Monomania | Monomanie | Мономания

 

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