Begriff
Der Name
Mondmilch (lat. Lac Lunae) beruht auf einer historischen Erwähnung von 1555 der Höhle
Mondmilchloch am
Pilatus in der Schweiz. Oft wird im Deutschen fälschlicherweise auch der Name Bergmilch bzw. Montmilch (Lac Montanum) verwendet.
Die Mondmilch ist eine spezielle Art von Calzitablagerung. Diese Ablagerungen sehen meistens sehr weiß bis milchig aus. Im Gegensatz zum harten Sinter oder Tropfstein ist sie weich und porös. In seltenen Fällen gibt es auch Mondmilch in flüssiger Form. So wurde im Baskenland eine sensationelle Entdeckung eines Mondmilch-Flusses gemacht.
Weblinks
Pressebericht über den Mondmilch-Fluss
Literatur
- Hubert Trimmel (Gesamtredaktion): Speläologisches Fachwörterbuch. Akten des 3. Internationalen Kongresses für Speläologie (Wien-Obertraun-Salzburg 1961) Bd. C, Verband der Österreichischen Höhlenforscher, Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich, Wien 1965
- Hubert Trimmel: Höhlenkunde. Vieweg Verlag, Braunschweig 1968
- Alfred Bögli: Karsthydrographie und physische Speläologie. Springer Verlag, Berlin-Heidelberg-New York 1978, ISBN 3-540-09015-0, ISBN 0-387-09015-0
- Alfred Bögli, June C. Schmid (Transl.): Karst hydrology and physical speleology. Springer Verlag, New York-Berlin-Heidelberg 1980, ISBN 3-540-10098-9, ISBN 0-387-10098-9
- Hans Fischer: Etymologie von Mondmilch bzw. Mondmilchloch. In: Zeitschrift der deutschen geologischen Gesellschaft. /139/1988. Deutsche Geologische Gesellschaft, Hannover, S. 155-159
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