Mohammed Mounir ( Muḥammad Munīr; * 10. Oktober 1954 in Assuan, Ägypten) ist ein ägyptischer Musiker, der traditionelle Sufimusik mit Elementen des Pop und Rock verbindet.
Dabei brach Mounir zunächst mit Traditionen, als er westlich gekleidet und in der Manier eines Popstars vor seinem Publikum erschien. Auch saß kein typisch arabisches Orchester im Hintergrund, sondern eine bis zu 12 Mann starke Band mit westlichen und arabischen Instrumenten.
Die Beliebtheit bei den progressiven Studenten ist auf die Einführung des Protestsongs zurückzuführen, Liedern also, in denen er seine, zum Teil massive, Kritik an Gesellschaft, Politik und Religion ausübt.
Nach den Anschlägen von New York fiel er mit seinem Videoclip Maddad auf, in dem er kritisch den Einfluss auf das Bild des Islam durch Moscheen und Medien hinterfragt. Dies führte dazu, dass dieser Clip von den meisten arabischen Rundfunkanstalten boykottiert wurde.
Seine Bekanntheit verhalf ihm auch zu seinem Durchbruch als Schauspieler. Mit dem „Enfant terrible“ des ägyptischen Films, Youssef Chahine, drehte er mehrere Filme, darunter den für die Goldene Palme nominierten Film Schicksal.
Durch Kontakte mit westlichen Musikern kommt Mohammed Mounir immer wieder zu Konzerten nach Europa. 2003 war er mit Hubert von Goisern auf Tournee, so auch in Deutschland.
Musiker | Sufi | Sufimusik | Mann | Ägypter | Geboren 1954 | Person des Islam
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