Modalpartikeln (auch Abtönungspartikeln, abwertend auch Füllwörter) sind eine zu den Partikeln gehörende Wortart. Sie können Modalität in einem Satz ausdrücken, das heißt sie werden verwendet, um die Haltung des Sprechers zur Satzaussage kenntlich zu machen. Modalpartikeln treten hauptsächlich in der gesprochenen Sprache auf. Ihre Verwendung in der Schriftsprache gilt als stilistisch unfein.
Modalpartikeln haben fast immer Homonyme in anderen Wortarten. Ihre Funktionen sind vielfältig, häufig sind sie wertend oder vermitteln die Haltung des Sprechenden, weshalb man sie auch für den Ausdruck von Emotionen gebraucht. Da sie über den propositionalen Gehalt eines Satzes hinaus Bedeutung tragen, zählen sie zu den metasprachlichen Mitteln.
Die Bedeutung einer Modalpartikel ist meist nur im Kontext zu erfassen, dennoch kann man von den Bedeutungen der Homonyme der jeweiligen Partikel auch auf ihre Bedeutung im jeweiligen Satz schließen. Da Modalität oft fälschlicherweise als etwas „Subjektives“ im Kontrast zu der „objektiven“ Grammatik einer Sprache gesehen wird, hat man oft den Eindruck, die Modalpartikeln könnten wegfallen, ohne die Bedeutung zu ändern. Das stimmt jedoch nicht: Die Wendung, die Modalpartikeln der Satzbedeutung geben, ist auch Teil der Satzbedeutung.
Das Deutsche ist im Vergleich zu anderen europäischen Sprachen eine an Modalpartikeln reiche Sprache. Modalpartikeln können hier auch zur Markierung des Satzfokus dienen.
Beispiele für deutsche Modalpartikeln sind:
Das Fränkische markiert mit der Modalpartikel „fei“ einen Hinweis des Sprechers, der im Hochdeutschen unmarkiert bleibt.
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