| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | mittenwald_wappen.jpg | Mittenwald.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Bayern | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Oberbayern | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Garmisch-Partenkirchen | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 132,85 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 7.912 (30. Juni 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 60 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 920 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 82481 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 08823 | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | GAP | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindekennzahl: | 09 1 80 123 | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Verwaltung: | Dammkarstr. 3 82481 Mittenwald | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.mittenwald.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | info@markt-mittenwald.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Hermann Salminger (Freie Wähler) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Mittenwald ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen und liegt im oberen Isartal, knapp 100 Kilometer südlich von München zwischen dem Karwendel- und dem Wettersteingebirge, fast unmittelbar an der österreichischen Grenze.
Mittenwald geht auf eine im Scharnitzwald gelegene Rodungssiedlung zurück und wurde 1096 als "in media silva" erstmals urkundlich erwähnt, 1305 wurde ihr das Marktrecht verliehen. Es war einer der Hauptorte der zwischen Tirol und Bayern gelegenen ehemaligen Grafschaft Werdenfels, die von 1294 bis zur Säkularisation 1802 dem Hochstift Freising angehörte und erst durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 an Bayern fiel.
Im Mittelalter bedeutender Umschlagplatz auf der Handelsroute vom unteren Weg von Augsburg/Nürnberg nach Venedig, profitierte Mittenwald ab dem ausgehenden 15. Jahrhundert vom Rottfuhrwesen, dem zeitweilig am Ort abgehaltenen Bozener Markt und dem transalpinen Fernhandel. Am Ende des 17. Jahrhundert entfalteten sich unter diesen Voraussetzungen neue Gewerbe wie die Bortenwirkerei, die Filetseidenstickerei und ab 1689 die Geigenbautradition, begründet durch Matthias Klotz. Seitdem entwickelte sich Mittenwald neben dem sächsischen Markneukirchen zum bis heute bedeutendsten Zentrum des Streich- und Zupfinstrumentenbaus in Deutschland.
Der Bau der Bahnlinie Garmisch-Partenkirchen - Innsbruck (Mittenwaldbahn) um 1912 brachte den Fremdenverkehr in den Ort.
Mittenwald wurde in den 1930er Jahren Garnison und Ausbildungszentrum der Gebirgstruppe der Wehrmacht. Seit 1958 hat es diese Funktion erneut im Rahmen der Bundeswehr.
Die Gemeinde gilt, neben dem sogenannten Musikwinkel im sächsischen Vogtland, als das bedeutendste deutsche Zentrum des Streich- und Zupfinstrumentenbaus unserer Zeit. Die Mittenwalder können in diesem Bereich auf eine über 300-jährige Tradition zurückblicken, als deren Begründer Matthias Klotz (1653-1743) gilt. Heute gibt es in Mittenwald ca. 10 selbständige Geigenbaumeister. Außerdem gibt es eine staatliche Fachschule für Geigenbau mit ca. 45 Schülern in 7 Semestern. Die Schule hat eine 150-jährige Tradition und wurde zur Ausbildung der sog. Heimarbeiter gegründet, die Geigenteile herstellten, die dann bei den Verlegern zusammengebaut und in die ganze Welt verkauft wurden. Durch diese Einzelteilanfertigung waren die Geigenbauer nicht mehr in der Lage, ein ganzes Instrument zu bauen. Zusätzlich besteht an der Geigenbauschule seit 1980 ein Zweig für Zupfinstrumentenmacher. Wer alte Mittenwalder Instrumente ansehen möchte, kann das Geigenbaumuseum in der Ballenhausgasse besichtigen. Dieses wurde am 16. April 2005 nach Renovierung und Umgestaltung wieder eröffnet.
In Mittenwald siedelten sich nie nennenswert Industrie- und Großbetriebe an. Zudem ist in letzter Zeit ein vermehrtes Abwandern vorhandener Betriebe zu erkennen. So sollen die Firma GEWA (Musikinstrumente und Zubehör) und Mittenwald Chemie (heute Dokumental) in den nächsten Jahren den Ort verlassen. Dies und der Abbau der Standortverwaltung (Bundeswehr) entziehen dem Ort auf Dauer das zweite Standbein neben dem Tourismus. Bislang waren die Bemühungen, den Ort als Standort der Gebirgstruppen im Kern zu erhalten, erfolgreich. Und auch touristisch wurden in jüngster Vergangenheit, durch die Etablierung des BIKE Transalp Challenge von Mittenwald nach Riva (Gardasee) und des am 24. Juli 2005 eröffneten DSV Nordic-Walking-Aktiv-Zentrums, neue Akzente gesetzt. Ob dies im hart umkämpften touristischen Angebot dauerhaft erfolgreich ist, muss sich erst noch zeigen, zumal in unmittelbarer Nachbarschaft mit Seefeld in Tirol und Garmisch-Partenkirchen zwei namhafte touristische Orte liegen.
Ort in Bayern | Garmisch-Partenkirchen | Musikinstrumentenbau | Mittenwald
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