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Das Mittelrheinische Becken ist eine Teillandschaft des Mittelrheins und bildet neben dem Limburger Becken einen der größeren intramontanen Senkungsräume innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges. Die Senke gliedert sich in die Talweitung des Neuwieder Beckens und das sich westlich anschließende, etwas höher gelegene Hügelland des Maifeldes und der Pellenz. Begrenzt wird das Becken rechtsrheinisch im Nordosten und Osten durch die Abhänge des Westerwaldes sowie linksrheinisch von Nord- bis Südwest durch die Eifel und im Südosten durch das Tal der Mosel, deren untersten Talabschnitt es noch mit umfasst. Sein wintermildes und regenarmes Klima ermöglicht eine intensive landwirtschaftliche Nutzung, was auch die Waldarmut dieser Landschaft bedingt.
Neuwieder Becken
Diese auch
Koblenz-Neuwieder Becken genannte und zwischen den Städten
Koblenz und
Neuwied gelegene Talweitung trennt auf einer Länge von ca. 22 Flusskilometern das Engtal des oberen von dem des unteren
Mittelrheins.
Aufgrund seines fruchtbaren Bodens ist das Neuwieder Becken seit frühester Zeit besiedelt. Das Landschaftsbild wird heute von intensivem Obstanbau ebenso geprägt wie von Industrieansiedlungen. Im
Verdichtungsraum des Neuwieder Beckens leben ca. 300.000 Einwohner.
Städte:
Maifeld
Burg Eltz 2005.jpg und die
Burg Eltz]]
Dieser südwestliche Teil des Mittelrheinischen Beckens fällt besonders durch seine leichten Hügel auf. Er wird durch die in das Hügelland tief eingeschnittenen Flußtäler
Mosel,
Elz und
Nette begrenzt. Hauptsächlich wird dieses Gebiet landwirtschaftlich genutzt. Die Böden gelten als besonders fruchtbar. Städte im Maifeld sind
Polch (Sitz der
Verbandsgemeinde Maifeld im
Landkreis Mayen-Koblenz) und
Münstermaifeld.
Hauptartikel: Maifeld
Die Pellenz
Dieses Hügelland bildet den nordwestlichen Teil der Senke zwischen
Mayen und
Andernach. Sie ist geprägt von Landwirtschaft und
Tagebau (
Bims und
Lavasand) und der damit zusammenhängenden Baustoffindustrie. Durch die hügelige und von West nach Ost zum
Rhein hin leicht abfallende Landschaft mit ihren einprägsamen
Vulkankuppen (die zumeist abgebaggert werden) fließt, die Landschaft überwiegend südlich zum
Maifeld hin begrenzend, der kleine Fluss
Nette.
Zur Pellenz gehören die vorwiegend industriell geprägten Orte
Plaidt,
Kruft,
Nickenich,
Kretz und
Saffig sowie in der oberen Pellenz
Niedermendig,
Thür und
Kottenheim.
Das Gebiet liegt verkehrsgünstig an der Autobahn
A61 und der
Eifel-Pellenz Bahn.
In der Pellenz wurden bei Ausgrabungen Siedlungsreste von vor über 300.000 Jahren,
keltische wie auch
römische Siedlungsreste und Gräberfelder gefunden.
Touristisch interessant sind u.a. die
Burg Wernerseck und der
Vulkanpark.
Zudem ist die Pellenz eine Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz, die den Großteil der Landschaft Pellenz umfasst mit dem Sitz in Andernach.
Landschaft in Rheinland-Pfalz
Literatur
- Frauke Gränitz u.a. (Hrsg.), Das Mittelrheinische Becken. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Andernach, Bendorf, Koblenz, Mayen, Mendig, Münstermaifeld und Neuwied (Landschaften in Deutschland 65), Köln/Weimar/Wien: Böhlau 2003 ISBN 3412101028 (grundlegende geographische Bestandsaufnahme)