Das Mittelohr (lat.: Auris media) ist Bestandteil des Ohres des Menschen, aber auch der anderen landlebenden Wirbeltiere.
Gray919.png Es besteht aus einer Höhle, die sich an den beiden Seiten des Schädels befindet. Diese Paukenhöhle (Cavum tympani) entsteht embryonal aus der ersten Schlundtasche. Sie ist mit Luft gefüllt und über die Eustachische Röhre (Ohrtrompete) mit dem Rachenraum verbunden. Über die Eustachische Röhre findet ein Druckausgleich gegenüber der Außenwelt statt.
Die Gehörknöchelchen sind durch feine Bänder und Muskeln beweglich aufgehängt. Sie bilden ein Hebelsystem, das die Schwingungen des Trommelfells mechanisch auf das Innenohr überträgt. Hierbei wird eine Impedanztransformation vorgenommen: Niedriger Schalldruck und hohe Schallschnelle am Trommelfell werden in hohen Druck und niedrige Schnelle am Innenohr transformiert. Im Normalfall ist diese Ankopplung optimal, etwa 60% der gesamten Schallleistung werden vom Trommelfell auf das Innenohr übertragen.
Das Spannen dieser Muskeln erfolgt durch den sogenannten Stapediusreflex bei Schallpegeln von über 80-100 dB und ist etwa 50 ms nach Einsatz des Schalls wirksam. Der Stapediusreflex wirkt an beiden Ohren, selbst wenn nur ein Ohr mit hohem Schallpegel beschallt wird. Durch eine Impedanzmessung am äußeren Gehörgang kann man den Einsatz des Stapediusreflexes beobachten und dies zu diagnostischen Zwecken nutzen.
Mellemøre | Middle ear | Oído medio | Välikorva | Orecchio medio | Middenoor | Mellanöra
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"Mittelohr".
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