Saxony rally racing Mitsubishi Lancer Evo 2 52 (aka).jpg Der Mitsubishi Lancer ist ein seit 1973 produziertes Modell der anfänglich unteren Mittelklasse und später der Mittelklasse von Mitsubishi. Er ist in einigen Fällen die Stufenheck-, Schrägheck- oder auch Kombivariante des Mitsubishi Colt.
1973 wurde der erste Mitsubishi Lancer vorgestellt. Er sollte das Fahrzeugprogramm von Mitsubishi ergänzen und wurde zwischen dem Kleinwagen Mitsubishi Minica und dem Mittelklassemodell Mitsubishi Galant angesiedelt. Er wurde in zwölf unterschiedlichen Modellvarianten mit Motoren von 1,2 bis 1,6 Litern Hubraum angeboten. 1975 wurde auf Basis des Lancer ein Sportcoupé mit dem Namen Lancer Celeste vorgestellt. Der Lancer gehörte zu den ersten in Europa angebotenen Mitsubishi-Fahrzeugen und wurde dort ab 1977 angeboten.
1979 wurde die nächste Baureihe des Lancer vorgestellt. Das Design des Fahrzeugs wurde dem Stil der europäischen Fahrzeuge der damaligen Zeit angepasst und wirkte wesentlich moderner als beim Vorgängermodell. Er wurde ausschließlich als viertürige Stufenheck-Limousine angeboten. Diese zweite Baureihe wurde in Europa mit einem 1,4 Liter Motor (Lancer 1400 GLX) und einer Leistung von 50 kW sowie mit einem 1,6 Liter (Lancer 1600 GSR) Motor und einer Leistung von 60 kW angeboten. 1980 wurde im Lancer 2000 ECI eine weitere Motorvariante mit Turboaufladung und einer Leistung von 125 kW vorgestellt. Diese Variante hatte einen Hubraum von 1,8 Litern. In Japan wurden weitere Motorvarianten, unter anderem auch eine 1,2 Liter Version, angeboten.
1983 kam eine weitere Baureihe des Mitsubishi Lancer auf den Markt. Diese wurde zunächst ebenfalls ausschließlich als viertürige Stufenhecklimousine angeboten. Ab 1985 kam eine Kombivariante hinzu, welche ab 1986 optional mit Allradantrieb erhältlich war. Die Palette der angebotenen Motoren wurde auch für die in Europa erhältlichen Modelle erweitert, ebenfalls war seit dieser Baureihe ein Katalysator erhältlich.
Die Ausstattungsvarianten hießen in Europa GL und GLX.
1988 wurde die nächste Generation des Mitsubishi Lancer vorgestellt. Diese Baureihe war als Stufen- und Schräghecklimousine erhältlich. Während beim Vorgängermodell im Bereich der Fahrzeugfront noch Unterschiede zum Mitsubishi Colt erkennbar waren, war diese in der Modellreihe ab 1988 nahezu identisch mit der des Colt. Die Kombivariante des Vorgängermodells wurde mit einem erweiterten Motorenangebot parallel zu dieser Baureihe weiter angeboten. Alle Benzin-Modelle wurden mit Katalysator ausgestattet.
Neben dem Kombimodell wurde in dieser Baureihe auch das Schrägheck-Modell Lancer GLXi mit Allradantrieb ausgestattet. Der Motor der Schrägheckvariante Lancer 1800 GTi-16V war als erster Lancer-Motor mit vier Ventilen pro Zylinder ausgestattet.
1991 wurde das Nachfolgemodell als Limousine mit Stufenheck präsentiert. 1992 folgte eine neue Kombivariante.1995 gab es eine Modellpflegemaßnahme. Der optische Unterschied zum Vorgängermodell war jedoch gering. Eine Schrägheckvariante, die noch auf dem C50-Modell basierte, wurde vom Mitsubishi Carisma ersetzt. Das neue Kombimodell war mit dem 1,6 Liter-Motor wieder mit Allradantrieb erhältlich. Der 1,3 Liter-Motor war für den Lancer Kombi nicht erhältlich. Dieser Motor wurde mit drei Ventilen pro Zylinder ausgestattet. Der Kombi auf Basis dieser Baureihe wurde bis 2000 gebaut.
In Japan wurde dieses Modell als Mitsubishi Mirage vermarktet.
1996 folgte dann die nächste Generation auf Basis des 1996 eingeführten Colt CJO. Dieses Modell wurde jedoch nur 2 Jahre bis 1998 in Deutschland verkauft. Die Einstellung könnte auch an der hauseigenen Konkurrenz gegenüber dem Mitsubishi Carisma Stufenheck liegen. Die beiden waren zwar technisch verschieden, optisch jedoch ähnlich und ähnlich groß. Das Stufenheck-Derivat des Carisma wurde jedoch ebenfalls wegen Erfolgslosigkeit 2001 aus dem Programm genommen.
2000 wurde die nächste Baureihe des Lancer ausschließlich für den asiatischen Markt überarbeitet.
Die aktuelle Generation (seit 2003) sieht seinem Vorgängermodell vor allem im Heckbereich sehr ähnlich. Praktisch behielten alle Lancer seit 1991 ihre Form, besonders die letzten 2 Generationen. Dieses Modell ist jedoch nicht mehr mit dem Colt identisch, weil dieser in Zusammenarbeit mit Smart entwickelt wurde.
Als Motor dient ein turbogeladener Reihenvierzylinder mit 2 Liter Hubraum (entsprechend den geltenden FIA-Vorschriften für WRCs, Gruppe-A- und Gruppe-N-Fahrzeuge) mit den Kennbuchstaben 4G63, der seit seinem ersten Einsatz im Evo I kontinuierlich weiterentwickelt wurde und im aktuellen Lancer Evo IX sogar über eine verstellbare Einlassnockenwelle verfügt und die EURO-4-Abgasnorm erfüllt.
Als einzigen echten Gruppe-N-Konkurrenten der Evo-Modelle wertet man bei Rallyes zur Zeit den Subaru Impreza WRX STi, der den "Evos" in der Konzeption gleicht (Vierzylindermotor, Turboaufladung, Allradantrieb, Limousinenkarosserie), allerdings über einen Boxermotor verfügt.
Der Lancer Evolution wird seit einiger Zeit in Deutschland unter dem Namen Carisma GT vertrieben, hat aber mit dem gleichnamigen Serienmodell Carisma ansonsten nichts gemeinsam. Man hatte diesen Schachzug geplant, um den Namen des sonst eher braven Serienmodells Carisma aufzuwerten.
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