Misthra ist eine byzantinische Ruinenstadt bei Mistra, einem griechischen Dorf nordwestlich von Sparta.
Der berühmte Philosoph Georgios Gemistos Plethon erneuerte die platonische und neuplatonische Philosophie; er war eine führende Persönlichkeit im kulturellen Leben von Misthra. Die Statthalter (Titel: Despot, daher die Bezeichnung Despotat für das Herrschaftsgebiet) waren Angehörige des damaligen byzantinischen Kaiserhauses der Palaiologen. Einer von ihnen war Konstantin, der als Konstantin XI. der letzte byzantinische Kaiser wurde.
1460 musste Misthra an die Türken übergeben werden. Nun sprossen auch Minarette zwischen Kirchen und Klöstern hervor.
Durch den Peloponnes-Feldzug Francesco Morosinis kam die Stadt von 1687 bis 1715 in venezianischen Besitz.
Nach 1715 kam es abermals unter türkische Herrschaft und verschwand für gut 100 Jahre in der Versenkung. 1770 begann der Glanz der Stadt zu erlöschen. Albanische Truppen, die auf Wunsch der Türken und zur Unterbindung des Orlow-Aufstand in den Peloponnes einfielen, verwüsteten die Stadt erheblich.
Im griechischen Freiheitskampf wurde die Stadt dann gänzlich derart zerstört, dass man auf den Wiederaufbau verzichtet. Statt dessen baute man Sparta wieder neu auf.
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