Die Mississippi-Kultur war eine Indianerkultur, die ab ungefähr 900 n. Chr. auftrat, deren Zentrum sich im Mississippi-Tal befand, und die sich auf das Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Tennessee, Ohio, Arkansas, Illinois, Wisconsin, Missouri, Michigan, Indiana, Oklahoma und Texas erstreckte.
Neben Jagd und Fischfang betrieben die Indianer der Mississippi-Kultur auch Ackerbau. Angebaut wurden unter anderem Mais und Bohnen. An Nutztieren wurden Hunde und Truthähne gehalten. Außerdem wurde reich verzierte Keramik hergestellt.
Als einzige Indianerkultur nördlich von Mexiko baute die Mississippi-Kultur befestigte Städte. Diese waren Machtzentren und Knotenpunkte des weitverzweigten Handelsnetzwerkes. In fast jeder Stadt wurden Erdhügel bzw. -pyramiden errichtet, sogenannte Mounds. Die wohl größte städtische Siedlung war Cahokia.
Die Gesellschaft war komplex und streng hierarchisch organisiert. An ihrer Spitze stand ein Priesterkönig. Parallelen zur gesellschaftlichen Ordnung der Azteken sind augenfällig.
Über den Niedergang der Kultur im 15. und 16. Jahrhundert ist wenig bekannt. Als wahrscheinlichste Ursachen gelten Seuchen und der intensive Raubbau an der Natur (Waldrodung), der zur Vernichtung der eigenen Wirtschafts- und Lebensgrundlagen (Jagd von Wild) führte. Als Nachfahren gelten die Natchez.
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