Minirechner (engl. minicomputer) ist eine Bezeichnung für eine Rechnerklasse, an der mehrere Benutzer (gewöhnlich 30 bis 100) gleichzeitig arbeiten können. Sie werden kommerziell als Zentral- oder Abteilungsrechner verwendet. Das genutzte Betriebssystem ist meistens vom Hersteller festgelegt (wie OS/400 von IBM), aber auch UNIX oder Windows 2000 kommen häufig zum Einsatz. Kategorisch betrachtet lassen sich Minirechner zwischen Großrechnern und Workstations einordnen. Fälschlicherweise wird der Begriff Minicomputer als Synonym für besonders kleine Computer wie die handlichen PDAs verwendet.
Um eine kleinere und preislich günstigere Variante zu den Großrechnern zu schaffen, entwickelte die amerikanische Firma Digital Equipment Corporation (DEC) in den 1960er Jahren den PDP-1. Dieser erste Minirechner hatte in etwa die Größe eines Schrankes, und wurde mit einer Tastatur und einem Bildschirm bedient.
Am 22. März 1965 wurde in New York der sehr viel kleinere PDP-8 vorgestellt. Er kostete zirka 16.000 Dollar, und lief mit einer Taktfrequenz von 1 Megahertz.
Benutzt wurde die PDP-Reihe vor allem in Hochschulen, sowie größeren Unternehmen und Behörden, die nun endlich die Möglichkeit sahen, Rechnertechnik in Forschung, Lehre und sonstige Tätigkeiten zu integrieren.
In den 1980er Jahren bekamen Groß- und Minirechner Konkurrenz durch die Mikroprozessor-Technologie, was zu erheblichen Einbußen bei den jeweiligen Herstellern führte. Man nahm nicht an, dass private Anwender Personal Computer im großen Umfang nutzen würden. Doch es kam anders, und besonders DEC und IBM verschliefen diese Entwicklung, worauf Gewinneinbrüche von bis zu mehreren Milliarden Dollar keine Seltenheit waren.
Bis zum Anfang der 1990er Jahre musste der Markt umstrukturiert werden. Viele Firmen wie Philips, Nixdorf, Data General und Wang orientierten sich neu oder verschwanden komplett.
Obwohl Minirechner von Arbeitsplatzrechnern bedrängt wurden, haben sie trotzdem noch Bedeutung. Sie sind besser für einen dauerhaften Betrieb ausgelegt, und eine große Menge an Daten wird auf ihnen gespeichert und betreut. Auch ist der Einsatz als Abteilungsrechner weiterhin sehr bedeutend.
Technisch gesehen bewegen sich die meisten Rechner heute im Bereich von 12 bis 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, 2 bis 12 Prozessoren und zirka 2 Terabyte Festplattenspeicher. Das ist zwar nicht die technische Obergrenze, aber noch leistungsstärkere Minirechner findet man aus Kostengründen nur selten vor.
Siehe auch: Superminicomputer
Minicomputer | Miniordenador | Minitietokone | Minicomputer | オフィスコンピュータ | 미니컴퓨터 | Миникомпјутери | Minicomputer | Minidatamaskin | Minikomputer | Миникомпьютер | Minidator
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Minirechner".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world