Zahlreiche Länder mit einer großen Anzahl von Katholiken in der jeweiligen Landesarmee verfügen über ein eigenes Militärbischofsamt oder Militärordinariat.
In der Geschichte sind uns bereits seit frühester Zeit Seelsorger für die geistliche Betreuung von Soldaten bekannt. Doch erst im 19. Jahrhundert kam es zu einer eigentlichen Organisation der Militärseelsorge. Unter einem eigenen Leiter stehend, der für gewöhnlich Bischof war, gab es nun für die verschiedenen Stützpunkte Pfarrer und Dechanten. Auch eine Jurisdiktionsstruktur mit einem Generalvikar wurde geschaffen. Diese besitzen zugleich entsprechenden Offiziersrang.
Doch im Gegensatz zu einer normalen Diözese besitzt der Militärordinarius oder Militärbischof kein territoriales Bistum. Es handelt sich vielmehr um ein Personalbistum, welchem die Angehörigen der jeweiligen Landesarmee angehören. Die Bestimmungen für die Militärordinariate wurden in "Spirituali Militum Curae" von 1986 festgelegt.
Die Person des Militärbischofs ist von unterschiedlichem Rang. So ist er z. B. in Deutschland stets ein regierender Diözesanbischof, welcher nebenbei das Amt des Militärbischofs versieht. Er kann aber auch, wie z.B. in Österreich ein Titularbischof sein, welcher lediglich als Militärordinarius fungiert. Manche Länder, wie z. B. Brasilien, haben dies wechselnd.
Der Militärordinarius ist stets Mitglied der Nationalen Bischofskonferenz. Große Militärordinariate, wie z. B. die USA, können auch über eigene Weihbischöfe verfügen.
Bistum (römisch-katholisch) | Militärseelsorge
Military ordinariate | Ordinariato militare | Militair ordinariaat | Militærordinariat
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Militärordinariat".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world