Als Mikroskopie wird jedwede Technik bezeichnet, die zur Erzeugung von Bildern von Strukturen und Details verwendet wird, die ansonsten zu klein wären um vom menschlichen Auge wahrgenommen zu werden. Die direkt den menschlichen Sinnen zugängliche Größenordnung wird als mesoskopisch und die darüber hinausgehende als makroskopisch bezeichnet. Sie wird dem Bereich der Optik zugeordnet.
1665 Robert Hooke baut mit Linsen das erste (dokumentierte) zweilinsige Lichtmikroskop. Damit erstellt er bis dahin unbekannte mikroskopische Zeichnungen pflanzlicher Zellen. Er veröffentlich sein Buch „Micrographia“ 1665 mit zahlreichen mikroskopische Zeichnungen
1680 Antoni van Leeuwenhoek lernte Linsen besonders hoher Qualität zu schleifen und baute erste Mikroskope (mit bis zu 270facher Vergrößerung!). Er untersuchte u.a. das Kapillarsystem und Bakterien in Teichwasser und im menschlichen Speichel. Zur Besseren Darstellung und Kontrastierung experimentierte er mit Farbstoffen und führte wahrscheinlich als erster Färbungen mikroskopischer Präparate durch.
1810 Entdeckung der Lichtbrechung und der Polarisation des Lichtes durch Étienne Louis Malus. 1852 Sir George Gabriel Stokes entdeckt am Mineral Flussspat die Fluoreszenz'''
1880 Der Arzt Paul Ehrlich färbte schon in seiner Jugend mikroskopische Präparate. Er setzte die Mikroskopie konsequent zur Bekämpfung von Krankheiten ein und gilt u.a. als Vater der Chemotherapie.
1884 Hans Christian Gram entwickelt eine Färbetechnik für bestimmte Bakterien. Heute so genannte „grampositive Bakterien“ färben sich damit violett. Das ist deshalb von Bedeutung, da grampositive Bakterien anders auf Antibiotika reagieren als gramnegative. Suehe auch Gram-Färbung
1938 August Friedrich Ernst Ruska, Max Knoll und Bodo von Borries entwickeln das erste Elektronenmikroskop
1986 Nobelpreis für Physik für Heinrich Rohrer und Ernst Ruska des für die Entwicklung des Rastertunnelmikroskops (bis 1982).
Da hierbei das Auflösungsvermögen von der Wellenlänge des Lichts abhängig ist wurden seit den 1930er Jahren Elektronenmikroskope entwickelt, die Elektronenstrahlen anstelle von Licht verwenden. Da Elektronenstrahlen eine kleinere de-Broglie-Wellenlänge haben, wird dadurch die erreichbare Auflösung stark erhöht. Im elektromagnetischen Bereich ist auch die Röntgenmikroskopie zu nennen.
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