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Ein Mikrofossil ist ein Fossil mit einer Größe von unter 1 mm. Derartige Überreste werden im Rahmen der Mikropaläontologie mit den Methoden der Lichtmikroskopie untersucht, der Vergrößerungsfaktor liegt dabei zumeist zwischen 5 und 100. Die Grenzen zu den kleineren Nannofossilien und den größeren Makrofossilien sind fließend.

Zu den Mikrofossilien zählen - abgesehen von den Großforaminiferen - Protisten (Einzellern mit Zellkern), Tintinniden, Ostrakoden (Ostracoda) sowie bei entsprechender Größe auch isolierte Reste größerer Lebewesen wie Schwammnadeln und Conodonten, Otolithe (Gehörsteinchen), Fischschuppen, Zähne und andere Reste kleiner Wirbeltiere (Mikrovertebraten).

Bedeutung

Mikrofossilien sind unentbehrlich für die relative Altersbestimmung (Biostratigraphie) von Sedimentgesteinen vom Kambrium bis heute. Außerdem sind sie wichtige Indikatoren für die Rekonstruktion der Verteilung von Land und Meer (Paläogeographie), für die Erforschung der Ozeane (Paläoozeanographie), für die Beschreibung fossiler aquatischer Lebensräume (Paläoumwelt) und für die Klimaentwicklung (Paläoklimatologie) auf der Erde.

Weblinks

Paläontologie

Microfossils

 

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