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Mike & the Mechanics & Paul Carrack
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Gründung: 1985
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Genre: Rock/Pop
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Website: Genesis Music
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Aktuelle Mitglieder
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Gesang, Gitarre, Keyboards: Paul Carrack
Gitarre, Bass: Mike Rutherford
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Ehemalige Bandmitglieder
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Gesang: Paul Young
Keyboards: Adrian Lee
Autoren: B. A. Robertson, Christopher Neil
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Livemusiker
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Keyboards: Rupert Cobb
Gitarre, Bass: Jamie Moses
Schlagzeug: Peter Van Hooke, Gary Wallis
Gesang: Paul McGee, Abbie Osmon
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Weitere Musiker (Auswahl)
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Will Bates, Clem Clempson, Louis Jardin, John Kirby, Katie Kissoon, Allan Murphy, Andy Newmark, Tessa Niles, Pino Palladino, Steve Piggot, Tim Renwick, Gene Stashuck, Sharon Woolf, Paul „Wix“ Wickens, Neal Wilkinson.

Mike & the Mechanics ist eine britische Rock/Pop-Band, die 1985 vom Genesis-Gitarristen Mike Rutherford gegründet wurde. Weitere Gründungsmitglieder waren die Sänger Paul Carrack und Paul Young.

Bandgeschichte


Gründungszeit

Mike Rutherford hatte, wie sämtliche anderen prägenden Mitglieder von Genesis, ein zweites Standbein als Musiker in einem eigenen Soloprojekt aufzubauen versucht. Seine beiden Anfang der 1980er Jahre veröffentlichten Alben „Smallcreep's Day“ und „Acting Very Strange“, mit unterschiedlichen Studiomusikern aufgenommen, basierten auf seinen auch in Genesis eingebrachten Grundideen. Auf dem zweiten Album spielte er jedoch teilweise eine deutlich rockigere Gitarre, als es in Genesis üblich war, und sang die Stücke selbst. Das Resultat war offenbar nicht befriedigend, und so gründete Rutherford 1985 das Projekt „Mike and the Mechanics“.

Zu einer Zeit, da Genesis nach der Welttournee 1984 im Anschluss an ihr selbstbetiteltes Album „Genesis“ (1983) auf dem die gesamten 1980er Jahre andauernden Höhepunkt ihres kommerziellen Erfolges waren, und auch seine Bandkollegen Phil Collins und Peter Gabriel mit ihren Veröffentlichungen ein breites Publikum ansprachen, suchte Rutherford eine künstlerische Nische. Er wollte experimentellere und dabei zeitgemäße Veröffentlichungen mit talentierten Autoren und Musikern machen, ohne dabei personell allzu festgelegt zu sein.

Dies zeigt sich in der Besetzungsliste des ersten Albums, das schlicht „Mike + the Mechanics“ hieß. Der Kern der Band bestand aus Rutherford selbst an Gitarre und Bass, dem Produzenten Christopher Neil, dem Keyboarder Adrian Lee sowie dem Schlagzeuger Peter Van Hooke. Nach den eher schlechten Erfahrungen mit seinem eigenen Gesang lud Rutherford gleich vier Vokalisten zu den Aufnahmen ein, darunter die späteren festen Mitglieder Carrack und Young. Hinzu kamen noch weitere Studiomusiker. Die Stücke schrieben Rutherford, Neil sowie B. A. Robertson.

Die unauffällige Nischenexistenz war jedoch mit Veröffentlichung der zweiten Singleauskopplung „All I Need Is A Miracle“ im Jahr 1986 vorüber, der großer Markterfolg zuteil wurde. Auch „Silent Running“ wurde, nachdem es als erste Single wenig Beachtung gefunden hatte, ein Volltreffer, als es im Zuge des Soundtracks für den Film „Choke Point“ mit dem Zusatz „On Dangerous Ground“ neu veröffentlicht wurde. Die letzte Single „Taken In“ verkaufte sich ebenfalls gut.

Folgealben

Das zweite Album „The Living Years“ entstand 1988 im Anschluss an die nächste Tournee für das Genesis-Album „Invisible Touch“. Mit der gleichen Kernmannschaft wie beim Erstlingsalbum, dazu den eng eingebundenen Sängern Carrack und Young bildete sich eine von außen erkennbare Band heraus. Die Single „The Living Years“ mit seiner persönlichen Thematik wurde zu einem der bekanntesten Stücke der Gruppe, während das Album auch insgesamt den Zuspruch der Kritiker fand.

„Word Of Mouth“ brachte 1991 die erste Änderung in der Rezeptur von Mike and the Mechanics, als Rutherford den Produzenten Russ Titelman zu der ansonsten unveränderten Besetzung hinzuholte. Die Zusammenarbeit war jedoch problematisch, so dass das Ergebnis ein Album mit Höhen und Tiefen ist. Deutlich wird eine dauerhafte Hinorientierung zu populären, einfacheren Stücken wie dem Hit „Word Of Mouth“.

In den Jahren bis zum nächsten Album „Beggar On A Beach Of Gold“ (1995) waren Genesis zum letzten Mal in ihrer kommerziellen Glanzzeit für das Album „We Can't Dance“ aktiv. Etwas vom Geiste Genesis' übertrug sich in der Folgezeit auf Mike and the Mechanics, denn „Beggar On A Beach Of Gold“ dürfte das künstlerisch in sich geschlossenste Album der Gruppe sein. Neben der einfach gestrickten Hitsingle „Over My Shoulder“ und dem Dauerbrenner „Another Cup Of Coffee“ gibt es überzeugende längere Stücke sowie zwei Coverversionen anderer Künstler. Zudem entstand erstmals genug Material, um Single-B-Seiten mit unveröffentlichten Titeln zu bestücken.

Mike and the Mechanics war stets eine eine Band, die getragen von ihren beiden charismatischen Sängern mit überzeugenden Liveauftritten glänzen konnte. Doch anstelle eines branchenüblichen Livealbums erschien 1996 im Kielwasser des Erfolgs eine noch branchenüblichere Best-Of-Zusammenstellung namens „Hits“, mit einem neu eingespielten alten Stück.

Übergang

Bei „Mike & the Mechanics“ von 1999, auch als „M6“ bekannt, gab es die ersten tiefgreifenden Änderungen. Die bis dahin bestehende Kernmannschaft löste sich auf, neben Rutherford, Carrack und Young war als fester Musiker nur Gary Wallis vertreten. Wallis hatte bereits auf „Beggar On A Beach Of Gold“ sowie bei Liveauftritten Schlagzeug gespielt und ersetzte nun im Studio Peter Van Hooke. Auch die beiden Sänger spielten Instrumente, inbesondere Paul Carrack ließ seine Erfahrung und seinen zu der Zeit wachsenden Erfolg als vielseitiger Instrumentalist an Keyboards, Gitarre sowie Schlagzeug einfließen. Unter den verschiedenen Produzenten, die mit Mike Rutherford zusammenarbeiteten, waren Chris Neil, der Genesis-Coproduzent Nick Davis sowie das externe Produzentenpaar Mark Taylor und Brian Rawling, die der Single „Now That You've Gone“ einen zeitgemäßen und kommerziellen Klang gaben. Das Ergebnis war ein glattes, zwischen zwanglos gespielten halbakustischen Popsongs und elektronischen Klängen dahingleitendes Album, das stellenweise wie ein Soloalbum von Paul Carrack wirkte.

Im Juli des folgenden Jahres verstarb Paul Young. Lange Zeit war für das Publikum unklar, ob dies das Ende von Mike and the Mechanics bedeuten würde, da Paul Carrack als Solokünstler stets erfolgreicher wurde. Doch im Gegenteil wurde „Rewired“ 2004 zu einer Rückkehr zu den Anfängen, nun unter dem Namen „Mike and the Mechanics and Paul Carrack“. Produziert von Rutherford und Peter Van Hooke halfen neue Musiker wie Rupert Cobb und Will Bates, ein von experimentellen Stücken geprägtes, mittels einer beiliegenden DVD auch visuell untermaltes Album zu schaffen. Auf der folgenden Werbetournee trat die Gruppe unter anderem im Vorprogramm von Phil Collins auf.

Aufnahmen


Alben

  • 1985 · Mike + the Mechanics
  • 1988 · Living Years
  • 1991 · Word Of Mouth
  • 1995 · Beggar on a Beach of Gold
  • 1996 · Hits
  • 1999 · Mike & the Mechanics M6
  • 2004 · Rewired

Video (DVD)

  • 2005 · Live at Shepherds Bush London

Singles

  • 1985 · Silent Running
  • 1986 · All I Need Is A Miracle
  • 1986 · Taken In
  • 1988 · Nobody's Perfect
  • 1989 · The Living Years
  • 1989 · Seeing Is Believing
  • 1989 · Nobody Knows
  • 1989 · Revolution
  • 1991 · Word of Mouth
  • 1995 · Mea Culpa
  • 1995 · Over My Shoulder
  • 1995 · Another Cup of Coffee
  • 1996 · All I Need Is A Miracle '96
  • 1999 · Now That You've Gone
  • 2004 · One Left Standing
  • 2004 · Perfect Child

Quellen


  • Dave Bowler, Bryan Dray: Genesis. Die Biographie. Goldmann, München 1993, ISBN 3442422469
  • Scott McMahan: The Genesis Discography (engl.). Asheville 1998.

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