Microsoft Excel * ist ein Tabellenkalkulationsprogramm. Es ist heute die meist verbreitete Software für Tabellenkalkulation.
Excel gehört zur Microsoft Office-Suite und ist sowohl für Microsoft Windows als auch für Mac OS verfügbar. Excel entstand als Nachfolger von Microsoft Multiplan. Die aktuell verfügbare Version ist für Mac OS Microsoft Excel 2004 (seit Juni 2004) sowie für Windows Microsoft Excel 2003 (seit 21. Oktober 2003).
Die nächste Version von Microsoft Excel (bis vor kurzem noch "Excel 12" genannt, da Version 12.0) ist für Anfang 2007 als Bestandteil von Microsoft Office 2007 angekündigt.
Wie die meisten Tabellenkalkulationen ermöglicht Excel mit Formeln und Funktionen umfangreiche Berechnungen. Die Ergebnisse können mit Hilfe von Sortier- und Filterfunktionen sowie Pivot-Tabellen ausgewertet und in Diagrammen graphisch dargestellt werden.
Der Funktionsumfang von Excel kann durch Programmierung in VBA (Visual Basic for Applications) unter Windows, die mit Microsoft Excel 5.0 eingeführt wurde (und später auf Word, Access und weiteren Office-Programmen übertragen wurde) oder AppleScript unter Mac erweitert werden. Excel 4.0 hatte noch eine eigene Makrosprache namens ExcelBasic.
Die Arbeitsoberfläche von Excel besteht aus Arbeitsmappen (Datei), aus Tabellenblättern (Register) und Zellen. Das Tabellenblatt ist in Koordinaten eingeteilt, in ein Zell-Bezugssystem. Die Tabellenblätter in Excel sind auf 65536 Zeilen und 256 Spalten (von A bis IV) begrenzt. Größere Tabellenkalkulationen werden erst mit der für Herbst 2006 angekündigten nächsten Version möglich sein.
Jede Zelle kann mittels einer Buchstaben-Zahlenkombination eindeutig spezifiziert werden, dem so genannten Zellbezug, der aus Zeilen- und Spaltenangabe besteht. Die erste Zelle in der oberen linken Ecke heißt "A1", wobei A die 1. Spalte und 1 die erste Zeile bezeichnet. Genau genommen besteht der Bezug auch noch aus dem Tabellenblattnamen, da Formeln ja auch den gleichen Bezug in verschiedenen Blättern, ja sogar Mappen verweisen können (z. B. Tabelle1!C4 + Tabelle3!C4).
In den Optionen ist die "Z1S1"-Bezugsart wählbar, die Zeilen (Z) und Spalten (S) als Zahl anzeigt. Der Bezug "B6" heißt damit "Z6S2".
Formeln sind ebenso wie Werte kopierbar. Dieser Ansatz wurde vom Vorgänger Multiplan übernommen. Um die Kopierbarkeit von Formeln und deren Bezügen zu gewährleisten, gibt es relative (z. B. A11), absolute (z. B. $A$11) und gemischte (z. B. $A11, A$11) Bezüge.
Neben der Einfügung des gesamten kopierten Inhaltes einer oder mehreren Zellen gibt es auch die Möglichkeit, einzelne Inhalte einzufügen, beispielsweise nur die Werte anstelle der Formel, die die Werte erzeugt hat. Dabei ist es auch möglich, den kopierten Eintrag mit dem Inhalt der markierten Zellen zu addieren oder eine andere Rechnung auszuführen.
Für Zahlen stehen verschiedene Formate zur Verfügung, und zwar, neben vorgefertigten Formaten auch solche, die der Benutzer selbst definieren kann. Beispielsweise gibt es neben Datum und Uhrzeit (getrennt) auch die Möglichkeit, eine positive Zahl als Datum und Uhrzeit in einer einzigen Zelle auszudrücken. Ganze Zahlen stehen hierbei für Tage, und die 1 steht für den 1. Januar 1900. Allerdings werden alle Daten, die nach dem 28. Februar 1900 liegen, um 1 zu groß (1900 war kein Schaltjahr, was Excel ignoriert), und Daten vor dem 1. Januar 1900 können überhaupt nicht wiedergegeben werden.
Aus den Tabellen der Tabellenblätter können grafische Darstellungen erzeugt werden. Die mit Excel erzeugten Diagramme müssen dabei den vorgegebenen Diagrammtypen entsprechen, die sich an kaufmännischen Gewohnheiten orientieren. In den Naturwissenschaften bevorzugte Darstellungsformen werden kaum unterstützt.
Excel verfügt über rudimentäre Datenbankfunktionen. Der Funktionsumfang ist gering und der mögliche Datenbestand ist auf 65536 Zeilen (Datensätze) und 256 Spalten beschränkt. Excel verfügt nicht über die Funktionalitäten des weitverbreiteten Konzepts der relationalen Datenbank.
Wie alle Microsoft-Office-Produkte kann Excel unter Einsatz von VBA (Visual Basic for Applications), auch Excel-Makros genannt, und Applescript (nur Macintosh) programmiert werden. Auch die Erstellung von Excel-Add-Ins ist möglich.
Microsoft Excel erstellt Dateien mit der Dateiendung .xls (Excel Spreadsheet). Zusätzlich wird eine Reihe von Dateiendungen wie .xla (Excel Add-Ins), .xlk (Excel Sicherungskopien), .xll (Excel Makrobibliothek) und .xlt (Excel Vorlagen) verwendet.
Die Excel Dateiformate sind vollständig proprietär. Eine Dokumentation der Datei-Aufzeichnungsstruktur ist von Microsoft nicht veröffentlicht worden, inzwischen gibt es jedoch ausführliche Analysen durch die Open Source-Gemeinde.
Excel kann verschiedene Dateiformate öffnen bzw. importieren, darunter auch solche anderer Tabellenkalkulations- und Datenbankprogramme.
Das Nachfolgeformat von .xls ist .xlsx und wird ab Version 2007 von Excel unterstützt. Es basiert auf XML und nutzt eine Zip-Kompression.
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