Microsoft Bob (kurz: MS Bob) ist der gescheiterte Versuch von Microsoft, 1995 eine extrem einfache Benutzeroberfläche für Windows-Systeme zu schaffen. Projektmanagerin bei der Entwicklung war Melinda Gates, damals frisch angetraute Ehefrau von Bill Gates.
BOB bringt seine Features (Finanzberater, Haushaltsmanager, E-Mail-Clienten, GeoSafari Quiz, Schreibprogramm, Kalender, Adressbuch usw.) als Objekte in einem virtuellen Haus unter und leitet den Benutzer mit einem Assistenten durchs Programm.
Einige der MS-Agent-Figuren, bekannt geworden als Assistenten in Microsofts Office und XP, gehen auf BOB zurück, so z.B. Fredo (Such-Assistent in XP) oder Hüpfer (Assistent in Office 97 und 2000). Auch die Schriftart Comic Sans MS sollte ursprünglich auf Microsoft Bob eingesetzt werden.
Von BOB wurden lediglich 30.000 Exemplare verkauft, hingegen wurden 30.000.000 Exemplare des damals aktuellen Microsoft-Betriebssystemes Windows 95 verkauft. BOB wurde von Fachleuten kritisiert, da es den Lernprozess bei Computeranfängern behindere, indem durch die einfache Oberfläche die User nie die Benutzung der normalen Windows-Oberfläche lernen.
Trotz seines fortgeschrittenen Alters von nun 11 Jahren ist Microsoft Bob dennoch unter Windows XP lauffähig.
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