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Michele Sindona (* 11. Mai 1920; †  22. März 1986 in Voghera) war ein italienischer Rechtsanwalt und Bankier.

Er gründete eine Reihe von Beteiligungsgesellschaften und eine anfangs sehr erfolgreiche Investmentbank in Norditalien. Mit seinen geschäftlichen Bestrebungen geriet er in Konkurrenz zur ersten und führenden neuzeitlichen Investmentbank Italiens, der von Enrico Cuccia geleiteten Mediobanca.

Seine Verhaftung löste eine Reihe von Ermittlungen aus, in deren Folge die Verwicklung von Bankinstituten des Vatikan, der Mafia, der Loge Propaganda Due und anderer Gruppierungen an das Licht der Öffentlichkeit kam. Nachdem er einem Reporter eine Reihe von Interviews gab, verstarb er im Hochsicherheitsgefängnis von Voghera an einer Zyanidvergiftung.

Literatur


  • Nick Tosches: Geschäfte mit dem Vatikan. Die Affäre Sindona. München 1987. ISBN 3-426-03970-2
  • Yallop, David A.: Im Namen Gottes? Der mysteriöse Tod des 33-Tage-Papstes Johannes Paul I. Droemer-Knaur, München 1984 (Lizenzausgabe), ISBN 3-426-26160-X,

Weblinks


siehe auch: Paul Casimir Marcinkus, Roberto Calvi

Mann | Italiener | Bankier | Geboren 1920 | Gestorben 1986

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