Michael Pacher 004.jpg Michael Pacher (* um 1435 vermutlich in Bruneck, † 1498 in Salzburg) war ein Südtiroler Maler und Bildschnitzer. Er gehört zu den wichtigsten Meistern der österreichischen Spätgotik.
Über sein Leben ist nur wenig bekannt, da nur einige Dokumente, wie Rechnungen, Verträge und Quittungen indirekte Auskunft geben. Nach seinen Lehrjahren in Bruneck folgten zwei Wanderjahre, die ihn um 1450 nach Padua führten. Einflüsse oberitalienischer Meister wie Donatello und Andrea Mantegna sind in seinem Werk nachzuweisen. Ab 1467 war er Brunecker Bürger und Meister einer bedeutenden Altar-Werkstätte. 1494 übernahm Pacher den Bau des Hochaltars für die Pfarrkirche in Salzburg, wohin er in der Folge übersiedelte. Im Sommer 1498 verstarb der Künstler noch vor der Vollendung dieses Auftrages.
Ausgehend vom Stil der Südtiroler Meister um 1450 gelangt Michael Pacher unter dem Einfluss Hans Multschers und der oberitalienischen Kunst, vor allem des Bildhauers Donatello und des Malers Andrea Mantegna, zu einer im deutschsprachigen Raum neuen Bildersprache. Die Linearperspektive kennzeichnet seine Architektur- und Raumdarstellung. Plastizität, gesteigerter Ausdruck und sprechende Geste prägen seine Gestalten. Die Behandlung von Licht und Schatten lassen seine Bilder realistisch erscheinen. In idealer Weise verbindet er Bildschnitzerei und Malerei.
Bekannt sind vor allem Pachers Altarwerke, u.a.:
Mann | Maler | Bildhauer | Österreicher | Südtiroler | 15. Jahrhundert
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