Dr. Michael Horlacher (* 18. Januar 1888 in Pottenstein (Bayern); † 12. Oktober 1957 in Bad Tölz) war ein deutscher Politiker (BVP, CSU).
Er war nach dem Krieg Direktor des Bayerischen Raiffeisenverbandes und Staatskommissar für das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen und beteiligte sich 1945 gemeinsam mit Konrad Frühwald an der Wiedergründung des Bayerischen Bauernverbandes.
Innerhalb der CSU gehörte Horlacher zum christlich-interkonfessionellen Flügel um Josef Müller, der sich gegen einen bestimmenden Einfluss des Klerus auf die Parteipolitik einsetzte.
Von 1946 bis zum 8. Februar 1950, als er sein Mandat wegen der Wahl in den Bundestag niederlegte, gehörte er erneut dem Landtag an und wurde dessen Präsident. 1947 bis 1949 war er Mitglied des Länderrates der amerikanischen Zone. Er gehörte dem Deutschen Bundestag in den ersten beiden Legislaturperioden (1949-1957) an. Er vertrat den Wahlkreis Forchheim im Parlament. 1952 gehörte er zu der Gruppe von bayerischen Abgeordneten, die erfolglos beantragten, den Artikel 102 des Grundgesetzes mit dem Ziel zu ändern, für bestimmte Delikte die Todesstrafe wieder einzuführen. 1956/57 war er stv. Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Prüfung von Vorgängen in der Einfuhr- und Vorratsstelle für Fette.
Scharf kritisiert wurde er für ein Interview zur geringen Zahl weiblicher Abgeordneter im bayerischen Landtag, in dem er folgenden Satz von sich gab: "Als Einzelne wirkt die Frau wie eine Blume im Parlament, aber in der Masse wie Unkraut."
Mann | Deutscher | Reichstagsabgeordneter | Bundestagsabgeordneter | BVP-Mitglied | CSU-Mitglied | Geboren 1888 | Gestorben 1957
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