article

Meyer Lansky (bürgerlich Maier Suchowljansky) (* 28. August 1902 (offizielles Geburtsdatum, das genaue Geburtsdatum ist unbekannt) in Grodno, Russland (heute zu Weißrussland), † 15. Januar 1983 in Miami, Florida, USA) war ein amerikanischer Mafioso aus dem Umfeld der (heute) sogenannten "Kosher Nostra".

Biografie


Meyer Lansky, Sohn einer jüdischen Familie, kam 1911 mit seiner Mutter nach Amerika; genauer gesagt nach Brownsville, einem Stadtteil des Bezirks Brooklyn, New York. Sein aus einfachen Verhältnissen stammender Vater reiste bereits einige Jahre vorher nach Amerika und arbeitete dort in einer Textilfabrik.

Lansky verdiente schon als Junge sein Geld mit illegalen Craps-Spielen auf den Straßen der Lower East Side in Manhattan, später auch als Einbrecher und Schläger (am: "racketeer") für Gewerkschaften. Er versuchte sich außerdem erfolglos als Zuhälter und war in den Jahren der Prohibition im Alkoholschwarzhandel tätig. Später konzentrierte er sich auf das Glücksspiel.

Als Freund von Bugsy Siegel war Meyer Lansky mit anderen Gangstern finanziell beim Bau des ersten Hotel-Casinos („The Flamingo Hotel“) in Las Vegas beteiligt, welches von Siegel geleitet wurde. Als die Kosten des Umbaus sich versechsfachten, verabredeten die Gangster in einer geheimen Sitzung in Havanna, bei der auch Lansky anwesend war, Siegel zu ermorden. Gus Greenbaum und Moe Sedway wurden danach Besitzer des Kasinohotels.

Später war Lansky ebenfalls an den lukrativen Glücksspielgeschäften in Kuba beteiligt. Er wurde für den damaligen kubanischen Diktator Fulgencio Batista als Berater tätig.

Unter den Gangstern soll er den Ehrennamen „Honest Meyer“ innegehabt haben: der „Ehrliche Meyer“, weil er sich zu allen getroffenen Absprachen stets bekannt hat und keinen der Mafiosi je übers Ohr gehauen haben soll. Außerdem soll er ein Finanzgenie gewesen sein und ein außergewöhnliches Gedächtnis besessen haben. meyerlansky.jpg Er wurde von der Presse gerne als „Bankier des organisierten Verbrechen“ bezeichnet, aber auch fälschlicherweise als „Pate der Paten“. Zwar wurden seine Räumlichkeiten wiederholt von FBI und anderen Behörden durchsucht, doch nie fand sich Material, das vor Gericht hätte verwendet werden können. Lansky hatte scheinbar alle wichtigen Daten bezüglich seiner Mafiabeteiligungen im Kopf gehabt.

Er war Kettenraucher und starb vermutlich an einem Herzinfarkt im Mount-Sinai-Hospital in Miami, während er bereits an schwerem Lungenkrebs litt.

Angeblich soll er ein Vermögen von über 400 Millionen US-Dollar besessen haben; gefunden wurde es nie.

Film


  • Verfilmung von Meyer Lanskys Leben in Amerikanisches Roulette von 1999 mit Richard Dreyfuss, Illena Douglas, Eric Roberts, Francis Guinan.
  • In dem Film Der Pate – Teil 2 taucht Lansky als "Hyman Roth" auf. Der Name Lanskys durfte im Film aus rechtliche Gründen nicht verwendet werden, da Lansky noch lebte, als der Film entstand.
  • In dem Film Bugsy, einer Biographie über Bugsy Siegel, wurde Lansky von Ben Kingsley verkörpert.
  • Der Film "Die wahren Bosse" (Originaltitel: "Mobsters") behandelt den Aufstieg von Charlie "Lucky" Luciano zum König der New Yorker Unterwelt. Zu seinen Verbündeten gehörte vor allem Meyer Lansky.

Bars


In Deutschland und Österreich gibt es mehrere Bars, die sich mit Meyer Lanskys Namen schmücken, unter anderem in Dortmund, Hamburg und Klagenfurt.

Literatur


  • Robert A. Rockaway: Meyer Lansky, Bugsy Siegel & Co. Lebensgeschichten jüdischer Gangster in den USA. Hamburg: Konkret-Literatur-Verl., um 1998. ISBN 3-89458-170-0
  • Robert Lacey: Meyer Lansky. Der Gangster und sein Amerika. Bergisch Gladbach: Lübbe, 1992. ISBN 3-7857-0652-9
  • Denis Eisenberg; Uri Dan; Eli Landau: "Der König der Mafia"; 1979 ; Titel Orginalausgabe "Meyer Lansky - Mogul of the Mob" Playboy Enterprises; ISBN 3-8118-6611-7; Deutschland Moewig Verlag, München

Weblinks


Mafioso | Geschäftsmann | US-Amerikaner | Mann | Geboren 1902 | Gestorben 1983

Meyer Lansky | Meyer Lansky | Meyer Lansky | מאיר לנסקי | マイヤー・ランスキー | Mejeris Lanskis | Meyer Lansky

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Meyer Lansky".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld