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| Übersicht | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesländer: | Sachsen | bgcolor="#FFFFFF" | Raumordnung: | polyzentral | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | etwa 12.000 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | etwa 3,5 Millionen | bgcolor="#FFFFFF" | Ballungsräume: | Chemnitz-Zwickau | bgcolor="#FFFFFF" | Metropolen: | Dresden | bgcolor="#FFFFFF" | |
Als Europäische Metropolregion Sachsendreieck wird die Region in Sachsen bezeichnet, die zwischen den Ballungsräumen Chemnitz-Zwickau, Dresden und Leipzig-Halle dreieckig aufgespannt ist. Sie umfasst auch Teile von Thüringen und Sachsen-Anhalt.
Die Region wurde von der deutschen Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) als siebte der insgesamt elf Metropolregionen in Deutschland ernannt und liegt als einzige vollständig in den neuen Bundesländern.
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- | Wichtige Mittelzentren | - valign="top" |
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Die erste Phase bis etwa 1995 ist geprägt durch eine vor allem aus ökonomischen Gründen verstärkte Abwanderung in die alten Bundesländer. Diese Phase war noch flächendeckend und für fast jede Gemeinde gleich. In der zweiten Phase verloren die Großstädte durch eine sprunghafte Suburbanisierung (vor allem kaufkräftigere und wohlhabendere) Bürger an das Umland. In den gesamten 1990er Jahren wurden in annähernd jeder stadtnahen Gemeinde neue Gebiete für die Wohnbebauung mit Eigenheimen angelegt. Alle Großstädte haben zumindest Teile dieses Bevölkerungsverlusts über Eingemeindungen rückgängig gemacht. Gründe hierfür sind Steuereinnahmen, über die meist berufstätige Bevölkerung sowie Gelder des kommunalen Finanzausgleichs, die auch nach Einwohnern mit Erstwohnsitz aufgeschlüsselt werden, auf die die Städte nicht verzichten können.
Bei diesen landesweiten Gebietsreformen sind allerdings auch große Einzelgemeinden entstanden, wodurch es den Städten mittlerweile recht schwer fallen dürfte, weiter einzugemeinden. Der Prozess kann daher als beendet betrachtet werden. Aus den Eingemeindungen ergeben sich auch verkehrstechnische Probleme, weil den eingegliederten Ortschaften bessere (öffentliche) Verkehrsanbindungen zustehen. Mittlerweile gewinnen die Städte Dresden und Leipzig aus dem Umland und anderen Regionen neue Bürger, was zum einen darin liegt, dass die innerstädtischen Wohnräume modernisiert wurden und auch mit dem Umland vergleichbare Wohngebiete in den Stadtgebieten zur Verfügung stehen.
Siehe auch: Dresden (Entwicklung des Stadtgebiets)
A4_chemnitz-dresden.png Von Osten nach Westen durchläuft die Bundesautobahn 4 (E 40) die Region. Die A 4 beginnt in Görlitz an der polnischen Grenze. In der Region um Dresden und Chemnitz kommt es zu einer Verteilung des Ost-West-Transitverkehrs nach Nordwesten über die A 14 nach Leipzig, Magdeburg sowie Hannover und Südwesten auf die A 72 nach Nürnberg und weiter nach München. Die A 4 führt weiter Richtung Westen nach Erfurt und Frankfurt am Main.
Mit der Fertigstellung des Ausbaus der Nord-Süd-Verbindung der A 13/A 17 (E 55) kommt es auch hier zu einer weiteren Verkehrsteilung in Nordrichtung nach Berlin und Hannover. Insbesondere die A 4 zwischen dem Kreuz Chemnitz (A 72) und dem Autobahndreieck Dresden-Nord (A 13) wird daher ein Knotenpunkt zweier europäischer Fernstraßen. Die E 40 und E 55 sind dabei, erkennbar an der Endziffer, Fernstraßen erster Klasse. Die Autobahn ist heute zwischen dem Dreieck Dresden-Nord und dem Kreuz Chemnitz dreispurig ausgebaut.
Wie sprunghaft und enorm die Straßenbelastung in dieser Region ansteigt, lässt sich an der Bundesstraße 170 erkennen, die derzeit als Ersatz für die noch im Bau befindliche A 17 dient und mit mehr als 2.000 LKW pro Tag belastet wird. Durch die EU-Osterweiterung ist damit zu rechnen, dass das Verkehrsaufkommen auch noch weiter steigen wird. Die Fertigstellung der durchgängigen A 17 ist frühestens für das Jahr 2007 zu erwarten.
Dresden ist traditioneller Kreuzungspunkt der internationalen Fernstrecke zwischen Wien, Prag, Berlin und Hamburg sowie der Verbindung von Paris über Nürnberg und Chemnitz nach Warschau, wobei diese sowohl in Deutschland als auch Richtung Polen an Bedeutung verloren hat. Die Bahnhöfe der Stadt bilden für die Ober- und die südliche Niederlausitz den Zugang zum Fernbahnnetz.
Die Bahnverbindung zwischen Dresden und Prag wird zudem stark durch den Güterverkehr belastet. Im Sommer 2004 mussten einzelne EC-Züge eingestellt werden, da wegen Bauarbeiten die Strecke voll ausgelastet war. Zumindest im Großraum Dresden konnten diese Bauarbeiten und Erweiterung (Auslagerung der S-Bahn-Trasse) abgeschlossen werden, weshalb die Strecke wieder mehr Fernzüge aufnehmen kann.
Ab Dezember 2005 wird es eine stündliche ICE-Verbindung von Dresden über Leipzig und Halle nach Magdeburg geben. Diese Verbindung soll die bestehende IC-Verbindung zwischen (Dresden), Leipzig, Halle und Magdeburg nicht ersetzen. Leipzig wird damit ein noch bedeutenderer Eisenbahnknoten in Mitteldeutschland und die gesamte Region besser in Richtung Hannover und Dortmund angeschlossen. Sachsen-Anhalt hat diese ICE-Linie erwirkt, nachdem die Bahn beschlossen hatte, die ICE-Verbindung zwischen Berlin und Hannover endgültig nicht mehr über Magdeburg laufen zu lassen.
Die Fernbahnlinien, welche die Region anbinden, im Überblick. Fett markierte Städte liegen in anderen Metropolregionen: Metropolregion Sachsendreieck Eisenbahn.png
- bgcolor=#FF5555 | Linie | Wichtige Städte | - bgcolor="#FFFFFF" | ICE50 | Dresden – Leipzig – Erfurt – Fulda – Frankfurt am Main | - bgcolor="#FFA5A5" | ICE51 | Dresden – Leipzig – Erfurt – Kassel – Düsseldorf – Köln | - bgcolor="#FFFFFF" | ICE15 | Erfurt – Halle (Saale) – Berlin | - bgcolor="#FFA5A5" | ICE28 | Berlin – Leipzig – Nürnberg – München | - bgcolor="#FFFFFF" | EC27 | Wien - Prag – Dresden – Berlin – Hamburg – Århus | - bgcolor="#FFA5A5" | IC55 | Leipzig – Halle – Magdeburg – Hannover – Dortmund | - bgcolor="#FFFFFF" | IC56 | Leipzig – Halle – Magdeburg – Hannover – Bremen | - bgcolor="#FFA5A5" | IC65 | Dresden – Chemnitz – Zwickau – Nürnberg – Stuttgart – Karlsruhe | - bgcolor="#FFFFFF" | IR14 | Chemnitz – Riesa – Berlin | - bgcolor="#FFFFFF" | (Fahrplan 2004/2005) |
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Siehe auch: Sachsen-Franken-Magistrale, Leipzig-Dresdner Eisenbahn, Elbtalbahn
Genau wie derzeit bei den Autobahnen verhält es sich beim Fernverkehr der Eisenbahn, was bedeutet, dass es zwischen Chemnitz und Leipzig keinen direkten Fernverkehr gibt. Im Zuge der Diskussion um die Neubaustrecke Berlin - Nürnberg hat das Sächsische Wirtschaftsministerium aber einen Vorschlag erarbeitet, der genau diese Trasse Chemnitz - Leipzig beinhaltet hätte.
Zwischen allen Ballungsräumen bestehen aber RegionalExpress-Verbindungen teilweise im Stundentakt. Zudem gibt es Verbindungen zwischen Chemnitz und Riesa sowie zwischen Meißen und Leipzig.
Auch der Flughafen in Altenburg-Nobitz kann der Region zugeordnet werden.
Die Metropolregion Sachsendreieck ist eine der ältesten Industrieregionen der Welt. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war sie einer der drei wirtschaftsstärksten Räume Deutschlands. Momentan ist die Metropolregion die wirtschaftlich stärkste Region der ostdeutschen Bundesländer. Dresden und Leipzig gehören mittlerweile, auch am tatsächlich erreichten Inlandsprodukt gemessen, zu den 20 wichtigsten Städten in Deutschland.
Die Arbeitslosenquote der Kreise und Gemeinden in der Region schwankt erheblich. Im jährlichen Schnitt liegt die Arbeitslosenquote in Dresden bei 15 %, in Chemnitz bei 18 %, in Zwickau bei 19 %, in Leipzig bei 19,5 % und in Halle bei 21 %. Schon die näheren Umgebungen der Städte haben dabei um etwa zwei Prozentpunkte höhere Quoten. Ein großes Problem bleibt nach wie vor der Mangel an „einfachen Arbeitsplätzen“ bzw. die Nachfrage nach „einfachen Tätigkeiten“. Die angesiedelten Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, teilweise auf Hightech-Niveau, konnten dieses nur geringfügig lösen. In der Metropolregion ist die Arbeitslosenquote über 10 Jahre betrachtet leicht rückläufig, was auf Großinvestitionen und eine erstarkende Wirtschaft, aber auch auf Abwanderung zurückzuführen ist. In den letzten Jahren haben insbesondere Ausgründungen aus der Forschungslandschaft für einen Zuwachs an hochqualifizierten Arbeitsplätzen geführt. Zum Beispiel machen Arbeitnehmer mit Fachhochschul- oder Universitätsabschluss in Dresden 20% der Beschäftigten aus.
In der Region wurden zwar von großen Konzernen Milliardensummen in zweistelliger Höhe investiert, die Kapitalbasis der mit Hauptsitz ansässigen und privaten Unternehmen bleibt aber gering. Das spiegelt sich auch in der Anzahl der Unternehmenshauptquartiere wider, die vergleichsweise gering ist. Viele heute noch bestehende Großkonzerne wie zum Beispiel Audi (mittlerweile nicht mehr selbstständig), die Dresdner Bank oder Agfa verließen die Region aus politischen Gründen vor allem zwischen 1945 und 1961 und kamen nach dem Beitritt der DDR zur BRD nicht mit ihren Unternehmenszentralen zurück. In einer weltwirtschaftlichen Phase, in der selbst große mittelständische Unternehmen von Konzernen akquiriert werden, dürfte es sehr schwer fallen, Konzerne in der Region aufzubauen.
Auf Grund der geringen Kaufkraft, die wenig privates Kapital für Unternehmensgründungen bereitstellt, ist auch das Unternehmertum vergleichsweise wenig ausgebildet. Es kommt hier das allgemeine Problem der östlichen Bundesländer zum Tragen: Es fehlen die Nachkriegsgenerationen, die Kapital ansammeln oder bereits ein familiär geführtes Unternehmen aufbauen konnten. In der Region gibt es wenige private Patentanmeldungen, die häufig technische Voraussetzungen für eine Unternehmensgründung sind und bei mangelnder Kapitalausstattung folglich nicht stattfinden.
Da die Ausgaben der Kommunen und Gebietskörperschaften für Infrastruktur und Modernisierung der öffentlichen Einrichtungen in den letzten 15 Jahren sehr hoch waren, bleibt der öffentlichen Hand immer weniger Geld für direkte Wirtschaftsförderung. Die Verschuldung der Gemeinden ist dabei pro Einwohner gar nicht so hoch. Es muss aber bedacht werden, dass die Kommunen weniger Steuern zur Tilgung einnehmen als vergleichbare Kommunen in den westlichen Bundesländern.
In der Strukturförderung der Europäischen Union verliert die Region gerade den Status des Ziel-1-Gebiets, besitzt also um 75 % des Bruttosozialprodukts des Gemeinschaftsdurchschnittes der EU. Die Region Leipzig verliert den Status im Jahr 2007, der Dresdner Teil der Region behält ihn vorerst, weil zum Regierungsbezirk Dresden die strukturschwache Oberlausitz gehört. Ein wesentlicher Grund für den Aufstieg ist der Beitritt der osteuropäischen Länder, die den Gemeinschaftsdurchschnitt senken. Auch in der Chemnitzer und Zwickauer Region darf weiterhin am Stärksten gefördert werden.
Die Fraunhofer-Gesellschaft führt in keiner anderen Stadt so viele Institute und Teilinstitute wie in Dresden und ist dabei bedeutender Teil des Kompetenznetzwerks der Mikroelektronik. Auch bedeutende Institute der Grundlagenforschung, insbesondere die der Max-Planck-Gesellschaft, sitzen in Dresden, Halle und Leipzig.
Ebenfalls regional vertreten ist die Leibniz-Gemeinschaft, deren bekanntestes Institut der Region das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle ist. Insgesamt sitzen zehn Mitglieds-Institute aus den Bereichen (Sektionen) „Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften“, „Lebenswissenschaften“, „Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften“ sowie „Umweltwissenschaften“ in der Region.
Die Universität Leipzig ist eine der ältesten Universitäten Deutschlands; die TU Dresden eine der ältesten Technischen Hochschulen und die derzeit größte Technische Universität Deutschlands. Die TU Bergakademie Freiberg und die TU Dresden gehören zu den bundesweit drittmittelstärksten Hochschulen. Drittmittel sind ein Indikator für den Wert der Vertragsforschung, die eine Hochschule anderen Unternehmen bzw. Institutionen anbietet. Die Bergakademie Freiberg ist vor allem im Bereich Montanwissenschaft weltweit bekannt.
Siehe auch: Hochschulen in Sachsen, TU Chemnitz, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Westsächsische Hochschule Zwickau (FH) , Hochschule Mittweida (FH)
Dresden und Leipzig sind überdurchschnittlich beliebte Reiseziele. Dresden hat mit 7,9 Millionen Besuchern 2004 nach Berlin, München und Hamburg die vierthöchste Anzahl touristischer Gäste in Deutschland. In Dresden übernachten jährlich etwa 2,8 Millionen Menschen, in Leipzig etwa 1,6. Mit 535 Übernachtungen je 100 Einwohner im Jahr nimmt die Stadtregion um Dresden einen bundesweiten Spitzenwert ein, was vor allem dem umliegenden Naturraum (Erzgebirge, Sächsische Schweiz) zu verdanken ist. Dresden selbst besitzt eine touristisch attraktive Kulturlandschaft. In der gesamten Metropolregion wird der Bereich Tourismus weiter zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standbein ausgebaut, in Leipzig zum Beispiel über die landschaftliche Aufwertung der Tagebaurest- zu einer Seenlandschaft ("Leipziger Neuseenland") im direkten Umland.
Zudem befindet sich in der Metropolenregion der Hauptsitz zweier junger Sportwagenmanufakturen, zum einen die Gumpert Sportwagenmanufaktur in Altenburg, die den Apollo baut und zum anderen die Funke & Will AG in Großenhain mit dem Roadster YES.
Der Automobilbau ist nur ein Aspekt des Maschinenbaus. Auch die nachfolgend erläuterten Branchen sind weitestgehend mit Maschinenbau vernetzt und durchsetzt. Maschinenbau bildet nach wie vor die Grundlage für das gesamte verarbeitende Gewerbe in der Region, beginnend beim Guss von Motorblöcken bis zur Reinraumtechnik. Die Elbe Flugzeugwerke setzten die Tradition des Flughafens Dresden im Flugzeugbau fort und bauen als Tochterunternehmen von EADS Passagierflugzeuge in Frachtmaschinen um.
Die Region um Dresden ist seit Jahrzehnten ein Standort der Rechentechnik, angefangen bei mechanischen Apparaturen bis zur Mikroelektronik, die seit etwa Mitte der 1980er Jahre eine bedeutende Rolle in Dresden spielt. Zurzeit bemühen sich mehrere Forschungsinstitute und die ansässigen Unternehmen, auf keinen Fall den Schritt zur Nanoelektronik zu verpassen.
Neben der Mikroelektronik der Rechentechnik werden auch in anderen Technologiebereichen, wie Solarzellen (zum Beispiel SolarWorld AG in Freiberg) oder organische Leuchtdioden (OLED), Produkte entwickelt und produziert.
Mit der PC-Ware AG in Leipzig und der SAP SI AG in Dresden sitzen zwei europaweit agierende und börsennotierte IT-Dienstleister in der Region. Das ehemalige „Neue Markt“- und TecDAX-Unternehmen SAP SI gehört mit etwa 1.800 Mitarbeitern zu den größten IT-Dienstleistern in Deutschland. Derzeit wird es von SAP zurückgekauft.
Der amerikanische PC-Hersteller Dell wird in Halle sein Vertriebs- und Servicezentrum für Mittel- und Osteuropa aufbauen. Bis Ende 2005 sollen etwa 350 Arbeitsplätze entstehen. In Halle siedelten sich schon vorher zahlreiche Anbieter von Call-Center-Diensten an.
Mit der Semperoper in Dresden und dem Gewandhaus in Leipzig befinden sich Oper- und Konzerthäuser von europäischem Rang in den Metropolen. Auch die Händel-Festspiele in Halle werden international – insbesondere im englischsprachigen Raum – beachtet. Leipzig ist neben Frankfurt am Main ein bedeutender Ort des Buchdrucks und -handels und besitzt mit der Deutschen Bücherei den ältesten Teil der Deutschen Bibliothek und trägt jährlich eine international bedeutende Buchmesse aus.
Ebenfalls internationale Bekanntheit besitzen die Museen Gemäldegalerie Alte Meister sowie das Grüne Gewölbe in Dresden und das Museum der bildenden Künste sowie die Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig. Bedeutende internationale Großveranstaltungen sind zum Beispiel das Dixieland-Festival in Dresden, das jährlich etwa 500.000 Besucher anzieht.
Architektonische Bedeutung genießen durch ihre historische Symbolkraft das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und die Frauenkirche in Dresden. Die neue Synagoge (siehe Dresden (Religionen)) in Dresden wurde im Jahre 2001 zum besten neuen europäischen Bauwerk gewählt und ist ein Gegenstück zum modernen glasbetonten Bau. Dieses und andere neue Bauwerke, wie der vom Architektenbüro Coop Himmelb(l)au, das mittlerweile die Ausschreibung zum Neubau des EZB-Gebäudes in Frankfurt gewonnen hat, entworfene UFA-Kristallpalast, wurden und werden in Dresden stark diskutiert. Es bleibt aber festzuhalten, dass Dresden zumindest wieder an Bedeutung in der Gegenwartsarchitektur gewinnt.
Der Neubau des Museums der bildenden Künste in Leipzig besticht vor allem durch seine weiträumige Innenarchitektur.
Das Zentrum der sächsischen eisenverarbeitenden Industrie war Chemnitz. Ebenfalls Bedeutung besitzt die Region in der Textilindustrie. Die ingenieurstechnischen Leistungen im Maschinen- und Bergbau werden im Sächsischen Industriemuseum in Chemnitz ausgestellt. Gezeigt werden dort neben den Produktionsmitteln der Betriebe auch die Produkte selbst. In der Region um Chemnitz befinden sich heute Außenstellen des Museums, die sich auf spezielle Gebiete konzentrieren.
Siehe auch: Weiße Flotte, Erlweinspeicher
Im Gegensatz dazu wird das Aussehen der Tagebaufolgelandschaft im Süden von Leipzig wesentlich anders sein, als die Landschaft vor dem Bergbau. Die entstandenen Tagebaurestlöcher werden mit Grundwasser gefüllt und es entsteht eine weitläufige Seenlandschaft (Leipziger Neuseenland). Auch wenn das Auffüllen nach einem schnellen Prozess klingt, dauert es sehr lange, bis sich das Ufer eines neuen Sees geologisch gefestigt hat bzw. bis sich der See gefüllt hat.
Neben den Waldflächen herrschen vor allem Weideland (insbesondere in höheren Lagen), Ackerflächen sowie Wein- und Obstanbaugebiete vor. Die landwirtschaftliche Nutzfläche zieht sich bis in die Gebiete der Großstädte und macht in Dresden zum Beispiel 35 % der Stadtfläche aus. Ebenfalls Bestandteil der urbanen Räume sind große Waldflächen wie der Auenwald in Leipzig, die Dresdner Heide oder der Wald „Harth“ im nordwestlichen Zwickau.
Wichtige Flüsse der Region sind die Elbe, die Zwickauer und Freiberger Mulde und die Weiße Elster. Mit Ausnahme des Großraums Leipzig-Halle war 2002 die gesamte Region, insbesondere da wo sich Städte und Infrastruktur auf die Gebirgstäler konzentrieren, vom Hochwasser betroffen.
Siehe auch: Tharandter Wald, Erzgebirgsvorland, Sächsisches Elbland
Ebenso gibt es auf wissenschaftlicher Ebene sehr gut ausgebaute Kooperationen, wie zum Beispiel zwischen den Technischen Universitäten in Chemnitz und Dresden. Auch einige außer-universitäre Forschungseinrichtungen verteilen sich auf mehrere Städte in der Region. Letztendlich ist es im Moment vorrangig die Wissenschaft selbst, die die Existenz und Bedeutung der Metropolregion vorantreibt.
In den letzten Jahren haben sich die Großräume auf bestimmte Branchen spezialisiert. Die Region Leipzig ist unumstritten der wichtigste Raum für Dienstleistungen im Bereich Logistik (durch Ausbau des Flughafens) und des Handels (Messestandort). Die anderen Branchen, zum Beispiel die Mikroelektronik in Dresden und Freiberg, sind insbesondere dann auf Logistik und internationale Marktzugänge angewiesen, wenn sie global verteilte Produktionen und Märkte besitzen. Die Spezialisierung der Ballungsräume ist also erkennbar und passiert häufig zum gegenseitigen Vorteil.
Gegenbeispiel dafür ist die konkurrierende Bewerbung von Städten bei Neuansiedlungen wie bei der Ansiedlung des PC-Herstellers Dell in Halle. Leipzig hatte sich ebenfalls um diese Ansiedlung beworben.
Wie bereits angesprochen ist die Region sehr weitläufig, dazu kommt ein seit Jahrzehnten bestehendes Konkurrenzdenken zwischen den Großstädten (zum Beispiel zwischen Dresden und Leipzig, aber auch schon zwischen Leipzig und Halle). Dieses ist nicht nur in den Stadtbevölkerungen verankert, sondern auch häufig in der Kommunalpolitik erkennbar (zum Beispiel bilden alle drei Ballungsräume eigene Verkehrsverbünde). Folglich ist es schwer, bei einer so ausgedehnten Region ein breites Bewusstsein für den Raum zu schaffen, wenn neben der räumlichen Entfernung auch eine teilweise ausgeprägte Antipathie zwischen den Städten vorherrscht.
Nach außen wird die Region vor allem im Bereich Kultur wahrgenommen, wo aber nicht die Region im Ganzen, sondern wieder nur die einzelnen Ballungsräume besondere Geltung und Anerkennung besitzen. Insbesondere die Kulturunterschiede zwischen der bürgerlichen Kultur und Kunst in Leipzig und der staatlich-„monarchischen“ in Dresden bilden einen starken Widerspruch. In dieser Hinsicht ist es sicher nicht der Sinn einer Metropolregion, Monotonie in das kulturelle Bild der Metropolen zu bringen. Eher soll sie über touristisch und kulturwirtschaftliche Aktionen die Abhängigkeiten und Verbindungen der kulturellen Geltungsbereiche aufzeigen.
Abschließend kann man sagen, dass der Raum „Metropolregion Sachsendreieck“ ein raumplanerisches Konstrukt bleibt, das relativ bedeckt im Bereich Wissenschaft und Wirtschaftspolitik behandelt wird.
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