| Strukturformel und Kalottenmodel | |
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| Tetraederstruktur des Methans.png | Methan.png des Methans]] |
| Allgemeines | |
| Name | Methan |
| Summenformel | CH4 |
| CAS-Nummer | 74-82-8 |
| Kurzbeschreibung | farbloses Gas |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 16,04 g/mol |
| Aggregatzustand | gasförmig |
| Dichte | 0,722 g/dm³ |
| Schmelzpunkt | -182,5 °C |
| Siedepunkt | -161,7 °C |
| Dampfdruck | 1470 hPa bei -157,5 °C |
| Tripelpunkt | -182,48 °C u. 0,117 bar |
| Kritischer Punkt | -82,6 °C (190,56 K) u. 45,96 bar |
| Standardbildungsenthalpie | -74,87 kJ/mol |
| Standardentropie | 188 J/mol·K |
| Wärmekapazität | 35,69 J/mol·K |
| Heizwert Hi | 35,89 MJ/Nm3 |
| Sicherheitshinweise | |
| R- und S-Sätze | R: 12 S: 9-16-33 |
| TRK | - |
Methan (auch Sumpfgas und Methylwasserstoff genannt) ist ein farbloses und geruchloses Gas. Es ist das einfachste Alkan und der einfachste Kohlenwasserstoff überhaupt, die Summenformel lautet CH4, die C–H-Bindungen weisen in die Ecken eines Tetraeders. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas und Biogas und ein wichtiger Bestandteil von Holzgas. Nach Kohlendioxid ist es das bedeutendste Treibhausgas, wobei es 20 bis 30 mal wirkungsvoller ist, allerdings in kleineren Mengen in der Atmosphäre vorkommt. Dort reagiert es mit Sauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser. Dieser Prozess ist allerdings langsam, die Halbwertszeit wird auf 14 Jahre geschätzt. Methan wird als Heizgas verwendet und dient als Ausgangspunkt für viele andere organische Verbindungen. Methan wird bei biologischen und geologischen Prozessen ständig neu gebildet und freigesetzt.
Methan wurde 1667 von Thomas Shirley entdeckt. 1772 entdeckte Joseph Priestley, dass Methan bei Fäulnisprozessen entsteht. 1856 stellte Marcellin Berthelot Methan zum ersten Mal aus Kohlenstoffsulfid und Schwefelwasserstoff her.
| Planet | Methananteil in der Atmosphäre | Erde | 1,75 ppm | Mars | 10,5 ppb | Jupiter | 3000 ± 1000 ppm | Saturn | 4.500 ± 2.000 ppm | Pluto | ? | Neptun | 1,5% ± 0,5% |
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Methan ist Hauptbestandteil des Erdgases. Auch das in Steinkohlelagern eingeschlossene Grubengas enthält hauptsächlich Methan.
Weltweit werden schätzungsweise 500 Millionen Tonnen Methan emittiert, etwa 70 % davon sind auf den Menschen zurückzuführen. Auch durch landwirtschaftlichen Anbau und Tierhaltung wird Methan emittiert, 39 % dieser Emissionen gehen auf die Rinderhaltung zurück, 17 % auf den Reisanbau. In Deutschland wurden 1994 etwa 833.000 Tonnen Methan emittiert. Die Konzentration in der Atmosphäre hat sich von 1750 zu 2000 von 0,8 auf 1,75 ppm erhöht, jährlich steigt der Methananteil in der Atmosphäre um 1-2 %.
Beim Faulen organischer Stoffe unter Luftabschluss in Sümpfen oder am Grund stark verschmutzter Gewässer bildet sich Sumpfgas, ein Gemisch aus Methan und Kohlendioxid. Biogas besteht überwiegend aus Methan (etwa 60 %) und Kohlendioxid (etwa 35 %), daneben enthält es noch Wasserstoff, Stickstoff und Schwefelwasserstoff.
Bei Stoffwechselvorgängen der Methanbildner entsteht Methan nach folgender Reaktionsgleichung:
Methan entsteht ebenfalls in tieferen Erdschichten bei hohen Temperaturen und Drücken, diese Quellen setzen Methan meist bei vulkanischen Aktivitäten frei.
In der Atmosphäre des Mars wurde Methan nachgewiesen, allerdings nur etwa 10,5 ppb. Da es sich normalerweise nicht in der Atmosphäre halten kann und es keine Hinweise auf Meteoriten als Quelle gibt, muss es auf dem Mars neu gebildet worden sein, was ein Indiz für Leben sein kann. Allerdings könnte das Methan auch vulkanischen Ursprungs sein, es wurden aber bis jetzt keine Hinweise dafür gefunden. Auch in den Atmosphären des Titans, des Jupiters, des Saturns, des Uranus, des Plutos und des Neptuns gibt es Methanvorkommen. Im Weltall ist Methan also in größeren Mengen auf Planeten, Kometen sowie Monden (zum Beispiel dem Saturnmond Titan) vorhanden.
Heute wird auch viel Methan als Brennstoff in Biogasanlagen hergestellt. Auch durch Holzvergasung kann Methan gewonnen werden.
Methan wird bei tiefen Temperaturen flüssig gelagert, weil die Dichte dadurch enorm erhöht werden kann. Aus diesem Grund kann es beim Austritt dieses gekühlten Methans leicht zu Erfrierungen kommen. Methan ist ungiftig, die Aufnahme von Methan kann allerdings zu erhöhten Atem- (Hyperventilation) und Herzfrequenzen führen, es kann kurzzeitig zu niedrigem Blutdruck, Taubheit in den Extremitäten, Schläfrigkeit, mentaler Verwirrung und Gedächtnisverlust, alles hervorgerufen durch Sauerstoffmangel, führen. Methan führt aber nicht zu bleibenden Schäden. Wenn die Symptome auftreten, sollte das betroffene Areal verlassen und tief eingeatmet werden, sollten darauf die Symptome nicht verschwinden, sollte die betroffene Person in ein Krankenhaus gebracht werden.
Das Biogas und die weiteren Methangasgemische werden zur Wärmegewinnung und Energiegewinnung genutzt. Holzgas diente in der Zeit um 1940 zum Betrieb von Automobilen.
Methan ist ein wichtiges Ausgangsprodukt für technische Synthesen zu Methanol, Ethin, Blausäure, Schwefelkohlenstoff und Methanhalogeniden.
Die Methanbildner sind für die ständige Neubildung von Methan hauptverantwortlich. Eine Kuh stößt täglich etwa 150-250 l Methan aus, weil im Rindermagen Methanbildner bei der Zersetzung von Cellulose helfen. Neue Erkenntnisse zeigen, dass Pflanzen ständig Methan produzieren und so ganz natürlich zum Treibhaus-Effekt beitragen *.
Methan war neben Ammoniak und Wasserdampf ein wichtiger Bestandteil der Uratmosphäre. Hierbei soll es nach Stanley Miller eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Erdatmosphäre gespielt haben. In einem Versuch setzte er diese Gase eine Woche lang elektrischen Entladungen aus, wobei zahlreiche organische Verbindungen, unter anderem Aminosäuren, entstanden. Es existieren allerdings auch alternative Theorien.
Chemische Verbindung | Alkan | Gas | Klimatologie
ميثان | Метан | Metà | Methan | Llosgnwy | Metan | Μεθάνιο | Methane | Metano | Metano | Metano | متان | Metaani | Méthane | Meatán | מתאן | Metan | Metán | Metan | Metano | メタン | 메테인 | Methanum | Methan | Metanas | Metāns | Methaan | Metan | Metan | Metan | Metano | Метан | Metan | Methane | Metán | Metan | Метан | Metan | மெத்தேன் | Metan | پاتقاق گازى | Метан | Mêtan | 甲烷