Meta-stability.svg | Lability.svgen Störung und kehrt nicht zurück.]]
Metastabilität ist eine schwache Form der Stabilität. Ein metastabiler Zustand ist stabil gegen kleine Änderungen, aber instabil gegenüber größeren Änderungen. Die schwächste Form der Metastabilität ist Labilität. Ein labiles System verliert seinen Ausgangszustand nach einer infinitesimalen Störung.
Anschaulich kann man sich dies wie im Bild rechts dargestellt mit einem Ball in einer kleinen Mulde an einem Berghang vorstellen: Solange der Ball nur wenig in der Mulde ausgelenkt wird, rollt er an die tiefste Stelle der Mulde zurück. Wird er aber stärker ausgelenkt, kann er den Berghang hinunterrollen.
Thermodynamik
In der
Thermodynamik wird dieser Begriff häufig benutzt: Metastabile
Phasen haben eine höhere Energie (korrekter:
Freie Enthalpie - bei den üblichen Bedingungen, konstanter Druck und konstante Temperatur) als die stabile Phase. Auf Grund einer hohen
Aktivierungsenergie wandeln sie sich nicht oder nur langsam in die stabile Phase um. Ein Beispiel für eine metastabile Phase ist der
Diamant. Die Umwandlung einer metastabilen Phase ist beispielsweise die
Zinnpest.
Atomphysik
In der
Atomphysik ist
metastabiler Zustand ein elektrisch angeregter
Zustand, der nicht durch spontane Emission von
Photonen (Dipolstrahlung) in den
Grundzustand zurückfallen kann, weil dem
Auswahlregeln entgegenstehen. Dadurch ist die Lebensdauer dieser atomaren Zustände relativ hoch (der metastabile Zustand von
Helium He
*(
3S
1) lebt bis zu 8000 s)
Kernphysik
Auch in der
Kernphysik gibt es metastabile Zustände, obwohl die
Auswahlregeln für
Atomkerne viel mehr Übergänge und Zerfälle erlauben. Ein Beispiel ist der erste angeregte Zustand des Aluminium-Isotops
26Al bei einer Anregungsenergie von 228 keV, der nach einer
Halbwertszeit von gut 6 Sekunden in den
Grundzustand übergeht (
26Al im
Grundzustand hat wiederum eine
Halbwertszeit von 717.000 Jahren).
Siehe auch
Kernphysik | Atomphysik | Thermodynamik
شبه مستقر | Metastability | Metaestabilidad | Métastabilité