| Wissenschaftlicher Name
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| Mesobatrachia
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Mesobatrachia – zu Deutsch etwa „Mittlere Froschlurche“ oder „Mäßig entwickelte Froschlurche“ – ist eine phylogenetisch ältere aus der Froschlurche, die wiederum zur der Lurche (Amphibien) gehört. Die formale Abtrennung von der Unterordnung Archaeobatrachia ist allerdings ein recht neuer Vorschlag von 1993, der in vielen Übersichten noch nicht nachvollzogen wurde. Mit 168 en aus sechs n werden nur rund drei Prozent aller Froschlurcharten zu den Mesobatrachia gerechnet.
Merkmale
Die Unterscheidung der Froschlurche in „niedere“ (
Archaeobatrachia), „mittlere“ sowie in „höhere“ Frösche (
Neobatrachia) – die durchaus nicht unumstritten ist und mit zunehmendem Kenntnisstand eher unsicherer wird als klarer, weil sich manche vermeintlichen Differenzierungsfaktoren als gruppenübergreifend erwiesen – geschieht in erster Linie nach Merkmalen der
Anatomie, vor allem des Knochenbaus, sowie einigen äußerlich sichtbaren Ausprägungen und Verhaltensweisen. Im Einzelnen können bei drei Überfamilien der Mesobatrachia folgende Charakteristika genannt werden:
Überfamilie Pelobatoidea – Krötenfrösche
Die Kieferknochen sind bezähnt; der Schultergürtel ist beweglich; es gibt acht procoel geformte, präsacrale Wirbel mit einander überlappenden Neuralbögen; die Lendenwirbel weisen schmetterlingsähnliche Querfortsätze auf und sind fest mit dem Urostyl (Steißbein) verwachsen; die Praesacralia (Wirbel) I und II sind nicht miteinander verwachsen. Rippen sind nicht vorhanden; das Schädeldach ist stärker verknöchert als bei den meisten anderen Froschlurchen. Die Pupillen sind bei Tageslicht senkrecht geschlitzt ausgerichtet. Der
Amplexus durch das Männchen erfolgt inguinal, also in der Lendengegend;
Brunstschwielen sind bei ihnen nicht vorhanden. Die Larven weisen ein linksseitiges Atemloch auf und teilweise vergrößerte Hornschnäbel.
Überfamilie Pipoidea – Zungenlose
Die stark ans Wasserleben angepassten Zungenlosen wurden früher als Unterordnung Aglossa bezeichnet. Sie weisen fünf bis acht ophistocoel geformte, also nach hinten ausgehöhlte Rückenwirbel auf. Die
Kaulquappen haben zunächst noch freie Rippen, die aber nach der
Metamorphose mit den Querfortsätzen der Wirbel verwachsen. Einige Arten verfügen über ein
Seitenlinienorgan ähnlich den
Fischen. In der Mundhöhle ist keine Zunge vorhanden. Der Amplexus erfolgt inguinal. Die Larven haben paarige Atemlöcher.
Überfamilie Rhinophrynoidea – Nasenkröten
Diese nur aus einer Art, der
Nasenkröte (
Rhinophrynus dorsalis), bestehende Gruppe wurde früher zusammen mit den
Scheibenzünglern (Discoglossidae; vergleiche auch:
Archaeobatrachia) zu der Unterordnung Ophistocoela zusammengefasst. Nasenkröten haben vor dem Kreuzbein acht Wirbel, die ophistocoel geformt sind (hinten ausgehöhlt) sowie einen beweglichen Brustgürtel.
Taxonomie der Unterordnung Mesobatrachia bis zur Gattungsebene
(innerfamiliär alphabetisch)
- Überfamilie Pelobatoidea – Krötenfrösche
- Familie Megophryidae Bonaparte, 1850 – Asiatische Krötenfrösche
- Gattung Atympanophrys Tian & Hu, 1983 (2 Arten)
- Gattung Brachytarsophrys Tian & Hu, 1983 (5 Arten)
- Gattung Leptobrachella Smith, 1925 (7 Arten)
- Gattung Leptobrachium Tschudi, 1838 (12 Arten)
- Gattung Leptolalax Dubois, 1980 (18 Arten)
- Gattung Megophrys Kuhl & Hasselt, 1822 – Zipfelfrösche (6 Arten)
- Gattung Ophryophryne Boulenger, 1903 (4 Arten)
- Gattung Oreolalax Myers & Leviton, 1962 (17 Arten)
- Gattung Scutiger Theobald, 1868 (18 Arten)
- Gattung Vibrissaphora Liu, 1945 (5 Arten)
- Gattung Xenophrys Günther, 1864 (29 Arten)
- Familie Pelobatidae Bonaparte, 1850 – Europäische Schaufelfußkröten
- Familie Pelodytidae Bonaparte, 1850 – Schlammtaucher
- Familie Scaphiopodidae Cope, 1865 – Amerikanische Schaufelfußkröten
- Gattung Scaphiopus Holbrook, 1836 (3 Arten)
- Gattung Spea Cope, 1866 (4 Arten)
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| Siehe auch: Systematik der Amphibien, mit Referenzen für die hier gebräuchliche Taxonomie der Amphibien.
Ferner Informationen zu einem völlig neuen, phylogenetisch basierten Systematik-Modell.
Weblinks
Froschlurche
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